Warum Kredite jetzt teurer werden

Abbildung 1: Eine Umschuldung bietet die Chance, im Bereich der Zinskosten einiges an Geld einzusparen. doch lohnt sich der Schritt immer? Bildquelle: @ Public DomainPictures / Pixabay.com

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Durch die Corona-Pandemie ist die Weltwirtschaft ins Stocken geraten. Vor allem der Warenverkehr zwischen den einzelnen Staaten fließt nicht mehr reibungslos und sorgt auch beim Geld für Liquiditätsengpässe.

Die Folge davon ist, dass vorhandenes Eigenkapital schnell aufgebraucht wird und die Nachfrage nach Fremdkapital steigt. Viele Wirtschaftsexperten sind sich sicher, dass dadurch die Zinsen auf dem Kapitalmarkt steigen werden.

  • Das Risiko für Banken und Finanzierungsgesellschaft ist durch die Corona-Krise deutlich gestiegen, dass Kreditnehmer ihre Schulden nicht ordnungsgemäß zurückzahlen können. Auch Kredite für Immobilien sind davon betroffen, hier ist ebenfalls mit höheren Risikokosten zu rechnen.
  • Vor dem Abschluss von einem Kreditgeschäft, steht eine ganz klare Analyse und die Berechnung einer Ausfallwahrscheinlichkeit. Vor allem die Bonität von Unternehmen, aber auch von Privatpersonen steht dabei im Fokus.

Fremdkapital wird knapp

Durch die Corona-Krise sind viele Unternehmen, Firmen aber auch private Personen in finanzielle Nöte geraten. Um sich weiterhin über Wasser halten zu können, wird in vielen Fällen fremdes Kapital benötigt, um zum Beispiel laufende Kosten weiter zahlen zu können.

Daher ist Fremdkapital sehr nachgefragt, was zur Folge hat, dass die Zinsen ansteigen werden. Auch Zinsaufschläge sind möglich, wenn die Kreditinstitute keine ausreichenden Sicherheiten erhalten.

Vor allem die Kosten für die eigentliche Liquiditätsbeschaffung sind verantwortlich für höhere Zinsen. Denn Banken müssen sich mit genügend Kapital eindecken, um später die Refinanzierung zu tätigen.

Neubewertungen

Wenn es zu Problemen bei der Rückzahlung von Krediten kommt, kommt es häufig zu Stundungen oder auch Tilgungsaussetzungen, um einen kompletten Kreditausfall zu vermeiden. Doch dies bringt die Kreditinstitute mittlerweile in Schwierigkeiten, denn eine solche Maßnahme können viele nicht auf Dauer durchhalten.

Die Finanzbranche könnte dadurch selbst in Schwierigkeiten geraten. In vielen Fällen wird es daher zu Neubewertungen kommen, da viele Kreditabschlüsse vor der eigentlichen Corona-Krise abgeschlossen wurden. Zu dieser Zeit standen viele Unternehmen und Privatpersonen finanziell sehr gut dar und hätten einen laufenden Kredit problemlos bedienen können.

Doch seit der Krise steht vielen das Wasser bis zum Hals und es geht oftmals ums Überleben. Durch Neuwertungen könnte es für den Kreditnehmer dann teurer werden, wenn die Zinsen angehoben werden oder es sogenannte Risikoaufschläge gibt. Gerade Kredite mit Laufzeiten von mehreren Jahren werden genau durchleuchtet.

David Reisner

David Reisner

Ich bin 1987 in Graz geboren und ebenfalls in Graz wohnhaft. Seit 2003 beschäftige ich mich mit der Gestaltung von Finanz-Informationsseiten und setze mich tagtäglich mit einem breiten Spektrum an Themen auseinander. Neben Fokus auf Finanzen interessieren mich auch Nachrichten aus den verschiedensten Bereichen wie Kryptowährungen und Aktienkurse sowie die Entwicklung der Wirtschaft in Österreich. Als Betreiber von finanzer.at liegt mein Fokus darauf, Informationen für LeserInnen aufzubereiten und mit aktuellen Vergleichen dabei zu helfen, die besten Produkte und Lösungen zu finden.