Katzenversicherung Vergleich & Wechsel

Katzenbesitzer wissen darum, dass eine Katzenversicherung durchaus sinnvoll ist. „Neun Leben hat die Katze“. Dieser Satz ist leider falsch. Eine schwere organische Erkrankung oder ein Unfall gefährdet nicht nur das Leben des Tieres, die Behandlung reißt in der Regel auch ein Loch in das Portemonnaie des Besitzers.

Katzenversicherung – was gibt es?

Katzen sind für ihre Eigenständigkeit bekannt. Kein Tier kann so charmant sein Desinteresse an „seinem“ Menschen äußern, wie eine Katze. Trotzdem muss man sie einfach gerne haben. Wer eine Katze hält, übernimmt trotz allen Eigensinns des Tieres auch eine besondere Verantwortung.

Dazu zählt auch, die Gesundheit der Katze im Blick zu haben. Vorsorgemaßnahmen wie Impfung oder Wurmkur sind eine Selbstverständlichkeit. Unverzeihlich wird es allerdings, wenn eine notwendige Behandlung, möglichst noch eine Operation, aus Kostengründen nicht durchgeführt werden kann.

Auch bei einer Katze können die Aufwendungen für eine Operation schnell einen vierstelligen Betrag erreichen. Dieses Kostenrisiko lässt sich mit einer Katzenversicherung vermeiden. Die monatlichen Beiträge sind so niedrig aus, dass sie kaum in das Gewicht fallen.

Dem Argument, dann lege ich das Geld monatlich beiseite und spare für den Fall der Fälle, kann man nur eine Frage entgegenhalten: Wann genau wird denn die Notwendigkeit einer Operation eintreten? Am Tag, nach dem der notwendige Betrag angespart wurde oder doch schon in einem halben Jahr?

Die Antwort darauf kann niemand geben. Vor diesem Hintergrund ist der Gedanke an eine Katzenversicherung nicht abwegig.

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Die Katzenversicherung im Detail

Anders als bei einem Hund gibt es für Katzen keine gesonderte Haftpflichtversicherung. Katzen gelten als Kleintiere. Richten sie einen Schaden an, wird dieser durch die private Haftpflichtversicherung des Halters gedeckt. Schäden durch Katzen können zerkratzte Türen oder Türrahmen in der Mietwohnung sein oder ein umgegrabenes Blumenbeet mit zerstörten Blumenzwiebeln im Nachbargarten.

Bei einer Katzenversicherung liegt das ausschließliche Augenmerk auf der Gesundheit des Stubentigers. Die Versicherer unterscheiden bei dem Versicherungsschutz zwischen drei Varianten:

  • Katzenkrankenversicherung
  • Katzen-OP Versicherung
  • Katzenunfallversicherung

KatzenkrankenversicherungÜbernahme der Tierarztkosten (diagnostische Maßnahmen, stationäre Heilbehandlungen und ambulante Heilbehandlungen)
Katzen-OP-VersicherungFälle, in denen eine Operation unvermeidbar ist.
Katzen-UnfallversicherungÜbernahme der Tierarztkosten, die aufgrund einer unfallbedingten tierärztlichen Behandlung entstanden. (Untersuchungen, stationäre Heilbehandlungen, ambulante Heilbehandlungen und Nachbehandlungen)

Die Katzenkrankenversicherung

Diese Form der Katzenversicherung stellt die umfassendste Variante dar. Neben operativen Eingriffen übernimmt die Katzenkrankenversicherung auch Kosten für Vorsorgemaßnahmen wie Impfung oder Wurmkur. Dafür stellen die Versicherungsgesellschaften sogenannte Vorsorgepauschalen (im Versicherungsvergleich mit „VP“ abgekürzt) zur Verfügung.

Die Leistungen der Versicherer gehen bei der umfassenden Krankenversicherung jedoch auseinander. Nicht jede Gesellschaft übernimmt die Kosten für eine Einschläferung. Die Gebührenübernahme für eine Kastration oder Sterilisation fällt ebenfalls unterschiedlich aus.

Die Katzenkrankenversicherung kommt auch für sogenannte einfache Behandlungen auf. Darunter fallen alle tierärztlichen Leistungen, die nicht mit einer Operation in Verbindung stehen, wie beispielsweise eine Untersuchung oder eine medikamentöse Behandlung.

Die Katzen-OP Versicherung

Diese Police ist günstiger als die umfassende Krankenversicherung, da sie nur für die Kosten einer Operation aufkommt. Zu den Operationskosten zählen auch Aufwendungen, die mit einer operationsbedingten späteren Physiotherapie einhergehen.

Die Katzenunfallversicherung

Diese Police stellt die einfachste Variante dar. Sie übernimmt nur Operationskosten, die im Zusammenhang mit einem Unfall stehen. Für Tiere, die nur in der Wohnung leben, macht dieser Vertrag nur wenig Sinn.

Katzenversicherung – worauf achten?

Versicherungsschutz ist nicht gleich Versicherungsschutz. Die erste Unterscheidung in Bezug auf die Prämie treffen manche Versicherer, wenn es darum geht, ob es sich um eine reine Stubenmieze handelt. Eine Katze, die sich auch im Freien aufhält, kann teurer werden. Dies ist mit der erhöhten Unfallgefahr begründet, aber auch mit Verletzungen, die sich das Tier bei Revierauseinandersetzungen mit anderen Katzen zuziehen kann.

Die großen Unterschiede fallen beim ersten Blick auf den Katzenversicherungsvergleich auf. Bereits die jährlichen Leistungssätze zeigen große Unterschiede. Während ein Anbieter ein Jahreslimit auf sämtliche Leistungen in Höhe von 1.800 Euro vorsieht, bieten andere Versicherer einen unbegrenzten Schutz. Bei den Obergrenzen ist zwischen der jährlichen Gesamtleistung und dem einzelnen Versicherungsfall zu unterscheiden. Bestehen Obergrenzen, können diese lauten „X Euro je Versicherungsfall, pro Jahr maximal Y Euro“.

Gleiches gilt für einfache Behandlungen. Sind sie bei einer Gesellschaft auf 550 Euro im Jahr begrenzt, sehen andere Gesellschaften keine Maximierung vor. Der selbe Fall trifft auch auf operative Eingriffe zu. Die Bandbreite reicht von 900 Euro je OP bis zu unbegrenzter Kostenübernahme.

Die Höhe der zu übernehmenden Kosten variiert ebenfalls. Einige Versicherer erstatten nur den einfachen Satz der Gebührenordnung für Tierärzte, andere leisten bis zum vierfachen Satz.
Operationen kommen nicht nur bei Katzen vor, Menschen sind auch nicht davor gefeit. Manche Versicherungsgesellschaften übernehmen auch die Kosten, wenn der Katzenbesitzer selbst in das Spital muss.

Einige Versicherer verlangen darüber hinaus vor Vertragsabschluss eine tierärztliche Untersuchung. Andere Versicherungen bieten optional einen Rabatt an, wenn die Untersuchung freiwillig erfolgte. Ein vorhandener Impfpass wird ebenfalls vorausgesetzt.

Ein Mikrochip oder eine Tätowierung ist in manchen Fällen ebenfalls Voraussetzung, um den gewünschten Versicherungsschutz zu erhalten.

Gibt es Wartezeiten bei der Katzenversicherung?

In der Regel beträgt die Wartezeit drei Monate. In dieser Frist seit Vertragsabschluss werden Kosten nur für unfallbedingte Eingriffe übernommen.

Ist die Katzenversicherung im Ausland gültig?

Hier bestehen Abweichungen von Versicherung zu Versicherung. Einige Anbieter schränken die Gültigkeit auf Österreich ein. Wer seine Katze mit in den Urlaub nimmt, sollte bei der Auswahl der Police darauf achten, dass die Leistungen auch im Ausland erbracht werden. Es kann vorkommen, dass in diesem Fall die Selbstbeteiligung steigt.

Das Wichtigste auf einen Blick

Hier noch einmal die wichtigsten Punkte, die es vor einem Vertragsabschluss zu beachten gibt, auf einen Blick:

  • Kostenersatz
  • Erstattungssatz nach Tierarzt Gebührenordnung.
  • Einfache Behandlungen
  • Operative Behandlungen
  • Vorsorgebehandlungen / Vorsorgepauschale
  • Kastration / Sterilisation
  • Physiotherapie
  • Einschläferung
  • Auslandsschutz
  • Unterbringung bei Krankheitsaufenthalt des Besitzers.

Was kostet eine Katzenversicherung?

Zunächst einmal kommt es darauf an, ob der Halter eine umfassende Krankenversicherung für sein Tier möchte, eine reine OP-Versicherung oder nur die Kostenübernahme für eine Operation nach einem Unfall wünscht.

Das Alter des Tieres spielt bei einigen Versicherern ebenfalls eine Rolle. Versicherungsnehmer sehen im Versicherungsvergleich, welche Gesellschaften auch Alterszuschläge erheben.
Neben den Alterszuschlägen sind grundsätzliche Selbstbeteiligungen ebenfalls an der Tagesordnung. Diese betragen meist 20 Prozent pro Versicherungsfall.

Die Zahlweise hat übrigens teilweise auch Einfluss auf die Prämienhöhe. Manche Unternehmen berechnen einen Zuschlag, wenn die Zahlung per Zahlschein und nicht per Bankeinzug erfolgt.
Wer mehr als nur eine Katze versichern möchte, profitiert bei einigen Versicherungen von einem „Mengenrabatt“.

Katzenversicherung kündigen

In fast allen Fällen beträgt die Vertragslaufzeit ein Jahr und verlängert sich stillschweigend. Der Versicherungsnehmer kann die Police also jährlich unter Einhaltung der Kündigungsfrist beenden. Handelt es sich um einen Vertrag mit mehrjähriger Laufzeit, kann der Vertrag, ebenfalls unter Einhaltung der Kündigungsfrist, zum Ende des dritten Versicherungsjahres aufgehoben werden.

Die Katzenversicherung kündigen muss schriftlich erfolgen. Dazu genügt jedoch eine E-Mail oder das Kontaktformular auf der Homepage des Versicherers. Wer auf der sicheren Seite sein möchte, bewahrt die automatische Bestätigungs-E-Mail der Versicherung auf, um die Sendung im Zweifelsfall belegen zu können.

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