Versicherungen in Österreich

Kaum ein Thema ist so umstritten, wie das Thema „Versicherungen“. Das Erste, woran Verbraucher dabei denken, sind provisionsgierige Verkäufer, die nur Policen andrehen wollen, ob man sie braucht oder nicht.

Erfreulicherweise hat sich der Markt dahin gehend geändert, dass viele Bürger das Internet wählen, um sich selbst zum Thema Versicherung schlauzumachen. Sie entscheiden ohne lästigen Vertreterbesuch, welche Versicherung sie als nötig erachten, welche nicht und wo es sich lohnt, eine Versicherung zu kündigen und zu besseren Bedingungen abzuschließen.

Pflichtversicherungen in Österreich – zum Glück eine übersichtliche Zahl

In Österreich generell gibt es zwei Pflichtversicherungszweige. Das eine ist die Sozialversicherung, an der kein Bürger vorbeikommt. Da es sich um staatliche Versicherungen handelt, muss niemand darüber nachdenken, ob er sie benötigt oder nicht – er muss sie haben.

Der zweite Versicherungszweig ist die Kfz-Haftpflichtversicherung. Wer ein selbstfahrendes Fahrzeug zulassen möchte, muss eine Haftpflichtversicherung nachweisen. Diese ist nicht staatlich, sondern wird von den privaten Versicherern angeboten. Hier gilt es, die Tarife mit einem Vergleichsrechner gegenüberzustellen, um so das beste Preisleistungsverhältnis zu finden.

Einige Bundesländer, beispielsweise Wien oder Tirol, haben inzwischen auch die Hundehalterhaftpflicht zur Pflichtversicherung gemacht. Wer sich einen Vierbeiner zulegen möchte, muss dort einen solchen Versicherungsvertrag nachweisen.

Die private Haftpflichtversicherung ist jedoch das beste Beispiel, weshalb eine Versicherung, auch ohne verpflichtend zu sein, absolut notwendig ist.

Wie funktioniert eine Versicherung?

Man kann eine Versicherung sehr einfach beschreiben. Eine Versicherungssparte sammelt von ihren Mitgliedern Geld ein. Dieses Geld spart sie. Trifft ein versichertes Mitglied ein Schaden, wird dieser aus dem eingesammelten Geld entsprechend der vertraglich vereinbarten Leistungen bezahlt.

Die Höhe der Beiträge, welche die Mitglieder entrichten, orientiert sich an mehreren Dingen. Eine Rolle spielt die durchschnittliche Schadenshöhe in der jeweiligen Versicherungssparte. Eine andere Rolle spielt die Wahrscheinlichkeit, dass ein Schaden eintritt. Dazu kommen noch diverse Einzelheiten, beispielsweise die Höhe der gewünschten Versicherungssumme des einzelnen Mitglieds oder der Deckungsumfang der Police.

Was kostet eine Versicherung?

Eine Reiseversicherung ist deutlich günstiger als eine Kfz-Haftpflichtversicherung. Zum einen fällt der durchschnittliche Schaden geringer aus, zum anderen ist die statistische Wahrscheinlichkeit des Schadeneintritts deutlich geringer.

Im Versicherungsvergleich für die einzelnen Sparten wird rasch deutlich, was eine Versicherung kosten sollte. Extrem billige Angebote weisen häufig starke Defizite im Versicherungsschutz aus. Ob der teuerste Anbieter auch der Beste ist, bleibt dagegen fraglich. Zunächst einmal sollte sich jeder fragen, welche Risikoabdeckung ihm wichtig ist und worauf er verzichten kann, weil er sie gar nicht benötigt, oder Schäden eher selbst beglichen werden können.

Was eine Versicherung kostet, hängt auch davon ab, ob der Versicherungsnehmer eine Selbstbeteiligung vereinbaren möchte oder nicht.

Welche Versicherung braucht man?

Abgesehen von der Sozialversicherung, die eine Pflichtversicherung darstellt, kommen Fahrzeugeigentümer nicht an einer Autohaftpflichtversicherung vorbei. Die Frage „Versicherung – was brauche ich?“ hängt von den ganz persönlichen Lebensumständen ab. Eine junge Familie sollte auf jeden Fall über eine Ablebensversicherung für den Haupternährer verfügen, erst recht, wenn es Kredite gibt.

Die private Haftpflichtversicherung, wenn nicht schon durch die Haushaltsversicherung vorhanden, sollte ebenfalls ein Muss sein. Wer einen anderen schädigt, haftet in voller Höhe für den Schadensersatz. Dies kann unter Umständen den finanziellen Ruin bedeuten.

Für die Haushaltsversicherung gilt Ähnliches. Mit steigendem Alter steigt für gewöhnlich auch der Wert des Hausrates. Die Wohnungen wurden im Laufe der Zeit größer, die ersten Möbel vom Flohmarkt gegen hochwertiges Mobiliar ausgetauscht. Unterhaltungselektronik wird immer aufwendiger und das eine oder andere Schmuckstück liegt vielleicht auch in der Schublade.
Kommt es beispielsweise durch einen Brand oder eine Explosion zu einem Totalschaden, steht der Betroffene im wahrsten Sinne des Wortes vor dem nichts. Die wenigsten Menschen verfügen über soviel Erspartes, dass sie am nächsten Tag den Stand des persönlichen Eigentums wieder so herstellen können, wie am Tag vor dem Unglück.

Auch wenn die Hundehaftpflichtversicherung nicht überall vorgeschrieben ist, spricht der gesunde Menschenverstand für eine solche Police. Wer kennt nicht den berühmten Satz von Hundehaltern „Der macht nichts – ach, das hat er ja noch nie gemacht!“ Vergleichsweise harmlos ist es, wenn das Tier nur den Mantel eines Passanten ruiniert.
Finanziell deutlich riskanter wird es, wenn der Hund einen anderen Hund oder gar einen Menschen beißt. Im ersten Fall muss der Besitzer des verursachenden Hundes die Tierarztkosten tragen, im zweiten Fall kommen neben den Arztkosten vermutlich noch weitere Regressforderungen auf ihn zu.

Versicherungen kündigen – wann, wieso und wie?

Es gibt gute Gründe, dass man eine Versicherung kündigen möchte.

  • Der Versicherungsnehmer hat ein besseres Angebot gefunden.
  • Das zu versichernde Risiko ist entfallen.

Wer sein Auto verkauft, kann die Versicherung zum Tag des Verkaufs kündigen. Das versicherte Risiko ist weggefallen. Ein Versicherungsvergleich zeigt Verbrauchern auf einen Blick, welches Einsparpotenzial bei Versicherungen besteht.

Warum also unnötig Geld für eine Police ausgeben, wenn es den gleichen Schutz für weniger oder einen besseren Schutz für das gleiche Geld gibt? Der Anbieterwechsel kann über alle Sparten hinweg zu dreistelligen Einsparungen führen.

Wie sieht es aber mit der Kündigung aus, wenn man den Anbieter wechseln möchte?

Üblicherweise endet das Versicherungsjahr auch zum Kalenderjahr. Die Details stehen aber im Versicherungsschein. Die Kündigung muss in diesem Fall unter Einhaltung der Kündigungsfrist, meist sechs Wochen oder drei Monate vor Ablauf des Versicherungsjahres, bei dem Versicherer vorliegen.

Dazu muss die Kündigung auch schriftlich erfolgen. Allerdings ist ein Fax oder eine E-Mail auch zulässig. Erfolgt die Kündigung per Mail, sollte sich der Versicherungsnehmer das Sendeprotokoll, sofern vorhanden, ausdrucken.

Gleiches gilt, wenn die Kündigung online per E-Mail-Kontaktformular erfolgt. Grundsätzlich muss der Versicherungsnehmer aber die vertraglich vereinbarte Mindestlaufzeit einhalten.
Mit unserem Versicherungsvergleich ermitteln Sie rasch die für Sie besten Angebote.

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