Urlaubsanspruch 2020 in Österreich berechnen

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Die schönste Zeit eines Jahres ist welche? Ganz klar! Die Urlaubszeit.

Wie viel Urlaub steht jemandem aus Österreich zu? Wann darf er ihn nehmen? Kann er verjähren? All diese Fragen werden im österreichischen Urlaubsgesetz geregelt. Hier kann sich ein jeder informieren, wie es um die schönste Zeit im Jahr bestellt ist. Denn nichts ist besser als bezahlte Freizeit. Tipp: Jetzt die freien Tage 2020 und Feiertage 2020 für ihren Urlaubsanspruch 2020 nutzen und rechtzeitig planen!

Tipp: Informieren Sie sich rechtzeitig zu ihrem Urlaubsanspruch 2020 in Österreich und planen Sie ihre freien Tage – Mit so genannten „Zwickeltagen“ können Sie mehr Urlaub mit Nutzung von nur wenigen Urlaubstagen machen.Empfehlung: Informieren Sie ihren Arbeitgeber frühzeitig über ihre Urlaubswünsche, so können diese eher berücksichtigt werden.

Was bietet das österreichische Urlaubsgesetz?

  • 5 volle Wochen Urlaub pro Jahr
  • Je länger das Dienstverhältnis, desto mehr Anspruch auf Urlaub besteht
  • Nach zwei Jahren tritt eine Verjährungsfrist in Kraft
  • Der Urlaub ist wechselseitig zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber zu ereinbaren
  • Geld statt Urlaub ist gesetzlich verboten
  • Auch Teilzeitkräfte und geringfügig Beschäftigte haben einen Anspruch auf Urlaub
  • Wer lange dient, der erhält eine Woche extra

5 Wochen Erholung

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Das Urlaubsgesetz sieht einen fünfwöchige Urlaub pro Arbeitsjahr vor. Dieser ist bezahlt. Ein Arbeitsjahr beginnt dann, wenn ein Arbeitnehmer in ein neues Beschäftigungsverhältnis eintritt. In einigen Ausnahmefällen und der Einfachheitshalber wird aber auch oft das Kalenderjahr als Urlaubsjahr vereinbart.

Damit es nicht hinsichtlich der Tage zu Missverständnissen kommt, gibt auch hier das Urlaubsgesetzt eine Definition: 5 Wochen sind 30 Werktage. Als Werktage werden all jene Kalendertage bezeichnet, die keine Sonn- oder Feiertage sind.

Ab wann darf es in den Urlaub gehen?

In den ersten sechs Monaten eines Beschäftigungsverhältnisses verdient man sich sozusagen seine Urlaubstage. Der Anspruch wächst prozentual mit der Länge des Beschäftigungsverhältnisses.
Nach den ersten zwei Wochen stehen einem bereits ein ganzer Arbeitstag als Urlaub zu. Nach einem Monat sind es bereits zwei Arbeitstage und nach den ersten 2,5 Monaten hat man eine volle Woche Anspruch auf Urlaub.

Nach den ersten sechs Monaten und mit Beginn des 7. Monats besteht ein unmittelbarer Anspruch auf den gesamten fünfwöchigen Jahresurlaub. Tritt das Beschäftigungsverhältnis in das zweite Arbeitsjahr, so besteht bereits zu Beginn des Arbeitsjahres der Anspruch auf die vollen fünf Wochen.

Ab wann verjährt mein Urlaub?

  • Nach Ende des jeweiligen Urlaubsjahres hat man zwei weitere Jahre Zeit seinen nicht genutzten Urlaub geltend zu machen. Das bedeutet, dass man insgesamt drei Jahre Zeit hat, seinen Urlaub in Anspruch zu nehmen.

Ein kleines Beispiel zur Verdeutlichung: Nutzen sie 2012 nicht all ihre Urlaubstage, so werden diese Tage für die Jahre 2013 und 2014 angerechnet. Fährt man dann 2013 in den Urlaub, so werden erst die übrigen gebliebenen tage aus 2012 abgezogen, bevor die Urlaubstage des neuen Jahres genutzt werden.
Nimmt man übrigens Elternzeit, so setzt die Verjährungsfrist aus. Genau um den Zeitraum der Elternkarenz.

Wann kann Urlaub genommen werden?

Möchte man Urlaub nehmen, so gilt es diesen mit dem Arbeitgeber im Einverständnis abzuklären. Am besten funktioniert dies, wenn ein Urlaubsantrag schriftlich eingereicht wird. So ist sichergestellt, dass der Urlaubsantrag nicht unter den Tisch fällt und man sich sorgenlos um die Planung der schönsten bezahlten Zeit im Jahr Gedanken machen kann.

  • Stimmt der Arbeitgeber ihrem Urlaub zu, so darf er gesetzlich nicht mehr verschoben oder gar gestrichen werden. Eine Ausnahme bildet ein ausgerufener Betriebsnotstand. Tritt ein solcher Fall ein, so muss der Arbeitgeber jedoch die bereits vom Arbeitnehmer getätigten Investitionen für den Urlaub übernehmen.

Kann ich zwangsverurlaubt werden?

Nein. So wie der Arbeitnehmer an die Zustimmung des Arbeitgebers gebunden ist, so muss auch der Arbeitgeber auf eine Zustimmung des Arbeitnehmers hoffen, möchte er diesen in den urlaub schicken. In einen Zwangsurlaub kann man also nicht geschickt werden.

Wenn der Urlaub um ist, geht die Arbeit weiter

Trifft man nicht pünktlich von seinem Urlaub wieder am Arbeitsplatz ein, so gibt dies Grund für eine Entlassung. In einem solchen Fall muss sogar nicht nicht einmal abgemahnt werden. Eine Urlaubsverlängerung ist in den seltensten Fällen möglich.
Kommt es jedoch zu einem wirklich triftigen Grund, wie u.a. Streik am Flughafen, Krankheit im Ausland oder Ähnlichem, so muss der Arbeitgeber unmittelbar in Kenntnis gesetzt werden. Am Besten ist dies auch in schriftlicher Form zu erledigen. Eine schnelle Email oder SMS ist dabei oft schon ausreichend; abhängig auch immer vom jeweiligen Verhältnis zwischen Arbeitnehmer und -geber.

Arbeiten im Urlaub?

  • Muss nicht sein. Kann aber teilweise vorkommen. Das österreichische Urlaubsgesetz sieht jedoch vor, dass der Bereitschaftsdienst verweigert werden kann. Denn schließlich ist Urlaub Urlaub.

Urlaubstage auszahlen?

Der österreichische Gesetzgeber verbietet es, dass Urlaubstage ausgezahlt werden können. Zumindest so lange man sich in einem ordentlichen Arbeitsverhältnis befindet. Tritt man jedoch aus der Firma aus, so muss noch bestehender Urlaub ausgezahlt werden.

Teilzeitkraft und geringfügig Beschäftigte

So wie für alle fleißig arbeitenden Österreicher, so gilt auch für Teilzeitkräfte und geringfügig Beschäftigte der Anspruch auf einen fünfwöchigen Jahresurlaub.

Sonderregelung: Langgediente

Das ist eine wahrhaft freudige Nachricht. Wer länger als 25 Lebens- und Dienstjahre gearbeitet hat, der erhält automatisch einen Anspruch auf eine weitere Woche Urlaub. Dabei werden ausschließlich die gedienten Jahren als Kriterium herangezogen.

Das Gesetzt definiert drei Bereiche, aus denen die Arbeitszeit berechnet wird: (1) Arbeitsverhältnisse aus EWR-Staaten, die mindestens sechs Monate gedauert haben, (4) alle weiteren Schuljahre nach den ersten 9 Pflichtjahren sowie (3) die Studienzeit, sofern ein abgeschlossenes Studium vorliegt.

Die maximal mögliche Anrechnungszeit (andere Arbeitsverhältnisse/Schulzeiten) liegt bei 7 Jahren. Bei einem zusätzlichen Studium können maximal 12 Jahre angerechnet werden.

Quelle und weitere Infos: https://www.arbeiterkammer.at/beratung/arbeitundrecht/Urlaub/So_viel_Urlaub_bekommen_Sie.html#heading_Mehr_Urlaub_fuer_Langgediente

Urlaubstage in Stunden umrechnen

Um eine gerechte Verbuchung der Urlaubsstunden bzw. Urlaubstage in Form von Arbeitszeit für Arbeitgeber und Arbeitnehmer gerecht zu berechnen ist es wichtig, sich mit den verschiedenen Berechnungsarten auseinanderzusetzen. Eine Erklärung und Anleitung, wie man Urlaubstage in Stunden umrechnen kann gibt es hier in einem umfangreichen Artikel mit Details zu Berechnungsmethoden, Beispielen, Vorteilen und Nachteilen.

Ab wann verfällt der Urlaubsanspruch? – Verjährung

Der Urlaubsanspruch verjährt nach Ablauf von zwei Jahren ab dem Ende des Urlaubsjahres, in dem er entstanden ist. Diese Frist verlängert sich bei Inanspruchnahme einer Karenz nach dem Mutterschutzgesetz oder dem Väter-Karenzgesetz um den Zeitraum der Karenz. (Quelle:WKO)

 
David Reisner

David Reisner

Ich bin 1987 in Graz geboren und ebenfalls in Graz wohnhaft. Seit 2003 beschäftige ich mich mit der Gestaltung von Finanz-Informationsseiten und setze mich tagtäglich mit einem breiten Spektrum an Themen auseinander. Neben Fokus auf Finanzen interessieren mich auch Nachrichten aus den verschiedensten Bereichen wie Kryptowährungen und Aktienkurse sowie die Entwicklung der Wirtschaft in Österreich. Als Betreiber von finanzer.at liegt mein Fokus darauf, Informationen für LeserInnen aufzubereiten und mit aktuellen Vergleichen dabei zu helfen, die besten Produkte und Lösungen zu finden.