Testament verfassen in Österreich – Kosten & Vorlage 2021 – Testament Vorlage

Jeder sollte ein Testament haben; kein Testament zu machen, ist unfair gegenüber denen, die man zurücklässt.

Auch wenn Ihre Pläne für die Nachlassverteilung einfach sind und Sie nicht über viele Vermögenswerte verfügen, ist es für die Menschen, die Sie zurücklassen, immer noch viel einfacher, mit einem Testament zu arbeiten, als den Nachlass einer Person zu lösen, die ohne Testament verstorben ist.

Das Testament spielt in Österreich und auch in Deutschland sowie den meisten Ländern in Europa eine sehr wichtige Rolle. Es gibt jedoch einige Dinge zu beachten, wenn ein Testament verfasst wird und wenn dieses auch rechtsgültig sein soll.

Wichtig: Auf ein gültiges Testament achten

Wer sein Erbe zu Lebzeiten regeln möchte, muss diese Gesetze und Regulierungen kenne, da ansonsten das Testament zum Beispiel ungültig ist. Seit dem 1. Jänner 2017 gibt es neue Regeln für so genannte eigenhändige Verfügungen, die zwingend zu beachten sind.

In den meisten Fällen kennen die Menschen leider die aktuellen Regelungen nicht, weshalb dieser Ratgeber dabei helfen soll, sie kennen zu lernen. Zu berücksichtigen ist dabei, dass die meisten Regeln vor allem für Texte gelten, die eigenhändig geschrieben worden sind.

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Wichtig: Letzten Willen rechtzeitig als Testament verfassen!
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Was gilt es bei einem Testament zu beachten?

Wer ein Testament aufsetzt und dies selbst tun möchte, muss den Text komplett eigenhändig schreiben und natürlich auch unterschreiben. Die Unterschrift hat per Definition direkt am Ende des Textes zu erfolgen.

Sollte der Text nicht per Hand geschrieben werden, sondern zum Beispiel durch einen Computer oder durch eine andere Person geschrieben worden sein, so handelt es sich hierbei um ein so genanntes fremdhändiges Testament, dass nur dann gültig ist, wenn die dafür geltenden Bestimmungen und Voraussetzungen eingehalten werden.

Was passiert, wenn man kein Testament macht?

Die Menschen, die Sie hinter sich lassen, werden zwei Probleme haben: Niemand wird zum Vollstrecker Ihres Nachlasses ernannt worden sein und Sie werden nicht Ihre Wünsche darüber geäußert haben, wie Ihr Nachlass verteilt werden soll.

Die Gerichte ernennen einen Nachlassverwalter und die Gerichte bestimmen, wer welche Nachlassteile erhält. Der gesamte Prozess kann sehr lange dauern und es besteht eine sehr hohe Wahrscheinlichkeit, dass die Anweisungen des Gerichts nicht Ihren Wünschen entsprechen.

Änderungen in den Beziehungen

Ein Testament wird automatisch widerrufen, wenn Sie heiraten, es sei denn, das Testament besagt ausdrücklich, dass es in der Ehebesinnung gemacht wird. Die Scheidung führt dazu, dass die Abschnitte des Testaments, die sich auf Ihren ehemaligen Ehepartner beziehen, ignoriert werden, d.h. es wird so gelesen, als ob Ihr ehemaliger Ehepartner nie existiert hätte. Die Trennung hebt ein Testament nicht auf. Es ist sehr wichtig, dass Ihr Testament bei jeder Änderung Ihres Familienstandes aktualisiert wird. Lebenspartner haben nicht die gleichen Ansprüche auf Vermögen wie verheiratete Partner.

Wie muss die Unterschrift beim Testament aussehen?

Für die Unterschrift gibt es eindeutige Regeln, die zu berücksichtigen sind. Nur dann kann das Testament vollends akzeptiert werden. Es muss sichergestellt werden, dass die Identität des Verfassers 100%ig sichergestellt werden kann.

Das bedeutet, dass kein Zweifel daran besteht, dass das Testament korrekt aufgesetzt wurde und die Person, von der das Erbe ausgeht auch der Verfasser des Testaments ist.

Daher ist es wichtig, dass das Testament mit dem vollständigen Namen unterschrieben wird. Es ist nicht ausreichend, wenn zum Beispiel nur die Initialen aufgeschrieben werden, oder wenn nur der Vorname angegeben wird.

  • Testament muss eigenhändig mit Vornamen und Nachnamen unterschrieben werden
  • Identität des Verfassers muss eindeutig zugeordnet werden können
  • Testament muss mit Datum unterschrieben werden, falls es z.B. verschiedene Testamente gibt

Auch ein einfacher Text wie zum Beispiel „Eure Mutter“ ist zwar ein liebgemeinter Zusatz, führt jedoch dazu, dass es Probleme mit der Akzeptanz des Testaments gibt. Der Zusatz kann zwar zusätzlich erfolgen, jedoch ist es wichtig, dass auch der vollständige Name angegeben wird.

Ebenso ist es notwendig, dass das Datum dem Text beigefügt wird und zwar so, dass es ebenfalls eindeutig identifiziert werden kann.

Dies ist daher notwendig, da es natürlich auch möglich ist, dass im Laufe der Zeit ein weiteres neues Testament aufgesetzt werden kann. Wenn es ein aktuelleres Testament gibt, kann das alte davor liegende Testament zum Beispiel als ungültig deklariert werden. Daher ist es von großer Bedeutung, dass das Datum auf dem Testament korrekt angegeben wird.

Wie oft sollten Sie Ihr Testament aktualisieren?

Während Ihres ganzen Lebens können Sie Ihr Testament so oft aktualisieren, wie Sie wollen – entweder durch eine Änderung oder durch die Erstellung eines neuen Testaments. Eine Änderung eines bestehenden Testaments muss die gleiche Form und Struktur wie ein vollständiges Testament haben, d.h. es muss ordnungsgemäß unterzeichnet und beglaubigt werden. Dies wird heutzutage jedoch eher selten verwendet.

Es wird dringend empfohlen, dass Sie, wenn Sie Änderungen an Ihrem Testament vornehmen möchten, ein neues Testament erstellen und alle früheren Testamente widerrufen und zerstören. Nehmen Sie niemals handschriftliche Änderungen an Ihrem gedruckten Testament vor. Das Nicht-aktualisieren eines Testaments kann so schlimm sein, wie das Fehlen eines Testaments. Selbst wenn Sie das Gefühl haben, dass es nicht viele Veränderungen in Ihrem Leben gegeben hat, sollte Ihr letzter Wille jedes Jahr routinemäßig überprüft werden.
Abgesehen von den routinemäßigen Überprüfungen Ihres Testaments sollten Sie unter den folgenden Umständen eine Aktualisierung Ihres Testaments in Betracht ziehen:

  • Wenn jemand, der in Ihrem Testament genannt wird, stirbt
  • Wenn ein wichtiger Vermögenswert gekauft oder verkauft wird
  • Wenn Sie wieder heiraten, trennen oder sich scheiden lassen
  • Wenn neue Kinder geboren oder adoptiert werden.
  • Wenn Ihre Kinder das Alter der Volljährigkeit erreicht haben.
  • Wenn Sie einige Begünstigte ändern möchten
  • Wenn Sie Ihre Immobilie auf eine andere Weise umverteilen möchten

Wer muss dabei sein, wenn das Testament verfasst wird?

Grundsätzlich ist es nicht erforderlich, dass Zeugen vorhanden sind, wenn das eigene Testament aufgesetzt wird. Dies ist zwar häufig in Filmszenen der Fall, dient aber womöglich in den meisten Fällen nur dem Fakt, dass eine gewisse Dramatik und Spannung erzeugt werden soll.

Im Alltag ist es nicht erforderlich, dass Zeugen vorhanden sein müssen, wenn ein Testament aufgesetzt wird. Es ist also möglich, dass das Testament vollkommen alleine in Ruhe aufgesetzt werden kann und zwar ohne, dass irgendjemand dabeisitzen muss.

Wo kann ich das Testament in Österreich aufbewahren?

Es gibt in Österreich zahlreiche Optionen und Orte, wo das eigene Testament aufbewahrt werden kann. Grundsätzlich bewahren viele Menschen ihr Testament zum Beispiel zu Hause auf.

Das bedeutet, dass sie zum Beispiel das Testament bei den Personaldokumenten aufbewahren. In diversen Ordnern wie zum Beispiel dem Ordner für alle möglichen Versicherungsunterlagen können die Dokumente aufbewahrt werden.

  • Aufbewahrung bei Notar oder Rechtsanwalt
  • Aufbewahrung bei einer Bank
  • Aufbewahrung zu Hause z.B. in einem Tresor

Darüber hinaus ist es auch möglich, dass das Testament bei einem Rechtsanwalt oder bei einem Notar hinterlegt werden kann. Dies ist zwar mit einer geringen Gebühr belegt, jedoch ist es in der Praxis möglich, dass in jedem Fall das Testament auch gefunden und berücksichtigt wird.

Tipp: Eine Testament Vorlage in Österreich für das Jahr 2021 finden Sie kostenlos zum Download im Internet. Um sicher zu gehen sollten Sie aber die Kosten für einen Rechtsanwalt/Notar für ein Testament berücksichtigen und sich z.B. beim Rechtsanwalt/Notar zu Details und Rechtsgültigkeit ihres Testaments beraten lassen.

Sollte das Dokument im eigenen Haushalt aufbewahrt werden und von einer Person gefunden werden, die z.B. nicht begünstigt wird und die bei einer gesetzlichen Erbfolge anders begünstigt worden wäre, ist es natürlich denkbar, dass das Dokument auch vernichtet wird oder gar nicht erst auftaucht, sondern unter Verschluss gehalten wird.

Wer das Dokument bei einem Rechtsanwalt oder bei einem Notar aufbewahrt hat somit die Sicherheit, dass dieses Dokument in jedem Fall auch gefunden und eingesetzt wird.

Ferner haben Anwälte und auch Notare die Möglichkeit, dass sie das Dokument selbst prüfen können und noch zu Lebzeiten darauf achten können, dass alles korrekt ausgefüllt worden ist, damit das Testament auch rechtskräftig ist und genutzt werden kann.

Ebenfalls ist es möglich, dass das Testament bei einer Bank in einem Schließfach aufbewahrt werden kann. Hier ist es möglich, dass das Schließfach sogar versichert werden kann, was natürlich sehr praktisch ist und dazu führt, dass alles ordentlich aufbewahrt wird.

Vorbereitung Ihres Testaments

Grundlagen eines Testaments
Das Testament hat die folgende Struktur:

  • Es benennt die Person, die das Testament macht – auch bekannt als der „Erblasser“
  • Es widerruft alle früheren Testamente, um klarzustellen, dass dieses Testament alle früheren Testamente ersetzt, die Sie möglicherweise gemacht haben
  • Sie benennt den persönlichen Vertreter, den so genannten „Testamentsvollstrecker“, für Ihr Testament. Dies ist die Person, die für die Verteilung Ihres Nachlasses gemäß den in Ihrem Testament dargelegten Wünschen verantwortlich ist.
  • Es überlässt Ihr gesamtes Eigentum Ihrem Testamentsvollstrecker im Vertrauen. Der Testamentsvollstrecker, als Treuhänder des Nachlasses, erhält nach dem Tod das Eigentum an der gesamten Immobilie in Ihrem Nachlass, muss diese aber gemäß den Anweisungen in Ihrem Testament verteilen. Dies passiert somit meist über einen Anwalt.
  • Er weist den Testamentsvollstrecker an, alle gültigen Schulden, Auslagen, Forderungen und Steuern auf Ihr Vermögen zu bezahlen.
  • Es befiehlt dem Testamentsvollstrecker, Ihren Begünstigten das zu geben, was im Nachlass verbleibt, nachdem die Schulden, Ausgaben, Forderungen und Steuern bezahlt wurden.
  • Es gibt dem Testamentsvollstrecker bestimmte rechtliche und finanzielle Befugnisse zur Verwaltung Ihres Nachlasses, einschließlich der Befugnis, Eigentum an dem Nachlass zu behalten oder zu verkaufen, Bargeld zu investieren und Geld zu leihen.
  • Sie benennt eine oder mehrere Personen, die das Sorgerecht für minderjährige Kinder übernehmen sollen.

Gemeinsame Testamente

Ein gemeinsames Testament ist ein einziges Dokument, das von „Mitprüfern“ (in der Regel Ehepartnern) unterzeichnet wird, um den Wünschen beider Parteien gerecht zu werden. Dies wird allgemein als eine extrem schlechte Idee angesehen und ist wahrscheinlich schlimmer, als überhaupt keinen Willen zu haben.

Häufig besteht die Absicht eines gemeinsamen Testaments darin, zu erklären, dass jeder Mensch alles dem überlebenden Partner überlässt und im Falle, dass beide Partner Opfer einer gemeinsamen Katastrophe werden, geht alles an ihre Kinder.

Das Problem ist, dass unklar ist, ob ein überlebender Partner ein gemeinsames Testament widerrufen kann und so sind viele Rechtsfälle durch diese Verwirrung entstanden. Kurz gesagt: machen Sie kein gemeinsames Testament, da es Probleme geben kann, wenn eine der Parteien ihre Meinung ändert oder das Testament ändern möchte. Es kann auch Probleme geben, wenn der überlebende Ehepartner versucht, Änderungen an einem gemeinsamen Testament vorzunehmen, da er an die ursprünglichen Bedingungen gebunden sein kann. Außerdem gibt es keinen Grund, ein gemeinsames Testament zu schaffen – es gibt keinen Nachteil, für jeden Partner ein eigenes Testament zu erstellen.

Organ- und Körperspenden mit dem Tod

Vielleicht möchten Sie Ihren Körper oder Ihre Organe nach Ihrem Tod spenden. Sie können dies sicherlich notieren, aber diese Anweisungen sollten nicht in Ihrem Testament festgehalten werden. Sie haben die Möglichkeit, ein Dokument zu verfassen und zu unterschreiben, das Ihre Wünsche zur Organ- und Körperspende ausdrückt und diese Anweisungen zusammen mit Ihrem Testament aufzubewahren.

Aber fügen Sie diese nicht Ihrem Testament bei oder nehmen Sie die Anweisungen in den Inhalt Ihres Testaments auf. Sie sind keine rechtsverbindlichen Anweisungen und werden per Gesetz nicht in gleicher Weise betrachtet wie Ihre Wünsche nach der Verteilung Ihres Vermögens. Ihre Beerdigungsanweisung.
Es ist keine gute Idee, Beerdigungsanweisungen in das Testament aufzunehmen. Normalerweise wird Ihre Beerdigung innerhalb weniger Tage nach Ihrem Tod stattfinden und möglicherweise schon lange bevor Ihr letzter Wille zugänglich war und bestätigt wurde. Sie können Ihre Bestattungswünsche notieren und das Dokument unterschreiben. Bewahren Sie dieses Dokument bei Ihrem Testament auf, aber fügen Sie es nicht Ihrem Testament bei.

Testament im zentralen Register in Österreich anmelden!

Wer ein Testament in Österreich geschrieben hat, sollte dieses in jedem Fall auch registrieren. Dazu gibt es in Österreich das zentrale Testamentsregister der Österreichischen Notariatskammer oder aber auch der Österreichischen Rechtsanwaltskammer. Es ist also möglich, dass das Testament nicht nur bei einem Notar oder Rechtsanwalt aufbewahrt werden kann, sondern auch durch diesen Personenstand registriert werden kann.

Der Register enthält das Testament sowie als auch alle möglichen Daten zur Person, von welcher das Testament ist. Auch das Datum der Einreichung des Testaments wird berücksichtigt, was natürlich zu empfehlen ist, um zu sehen, ob das Testament korrekt eingereicht worden ist und ob es die aktuelle Version darstellt.

Was passiert im Sterbefall?

Im Sterbefall fragt der Notar bei dem zuständigen Register an, ob ein Testament hinterlegt worden ist.

Ferner wird er darüber informiert, wo das Testament aufbewahrt wird und kann dieses entsprechend zustellen lassen und nutzen. Durch diesen Weg ist es möglich, dass das komplette Testament auch berücksichtigt wird und auf keinen Fall unterschlagen wird, oder sogar manipuliert wird.

David Reisner

David Reisner

Ich bin 1987 in Graz geboren und ebenfalls in Graz wohnhaft. Seit 2003 beschäftige ich mich mit der Gestaltung von Finanz-Informationsseiten und setze mich tagtäglich mit einem breiten Spektrum an Themen auseinander. Neben Fokus auf Finanzen interessieren mich auch Nachrichten aus den verschiedensten Bereichen wie Kryptowährungen und Aktienkurse sowie die Entwicklung der Wirtschaft in Österreich. Als Betreiber von finanzer.at liegt mein Fokus darauf, Informationen für LeserInnen aufzubereiten und mit aktuellen Vergleichen dabei zu helfen, die besten Produkte und Lösungen zu finden.
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