Obrist Österreich: Tesla Model 3 mit 1000 Kilometer Reichweite und halb so teuer

Stockfoto-ID: 321224131 Copyright: Azat Valeev, Bigstockphoto.com
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Tesla hat sich in kürzester Zeit zu einem sehr beliebten Autokonzern entwickelt.

Ein rasanter Aufstieg, der vielen Kritikern aber auch ein Dorn im Auge ist. Immer mehr Menschen kritisieren die Elektroautos des Konzerns: Meist wird von einer geringen Reichweite und hohen Preisen geredet. Dies ist auch einer österreichischen Firma aufgefallen, die eine Idee hatten.

Das Unternehmen Obrist aus Lustenau hat sich ausgiebig mit den noch bestehenden Problemen von aktuellen Elektroautos beschäftigt und präsentiert eine Lösung, mit der nicht nur bedeutend mehr Reichweite generiert werden soll, gleichzeitig soll der Preis erheblich sinken. Wie soll das aber genau möglich sein?

Reichweite von Elektroautos immer noch zu gering

Elektroautos sind auf dem Markt noch sehr frisch. Zwar sieht man auch auf Deutschen Straßen immer mehr Tesla-Modelle, doch prozentual machen sie bis jetzt einen eher kleineren Teil des Straßenverkehrs aus. Das liegt in erster Linie an den hohen Preisen, Elektroautos gibt es nämlich erst seit einigen Jahren. Verständlich, dass es wenige gebrauchte Fahrzeuge mit Elektromotoren gibt.

Ein weiteres Argument, das vielen immer noch ein Dorn im Auge ist, ist die Reichweite.

  • Zwar schaffen es neue Tesla-Modelle mit einer ruhigen Fahrweise auf rund 500 Kilometer, doch für wirklich lange Strecken reicht das auch innerhalb Deutschlands noch nicht aus. Ständig Pausen einzulegen und auf einen ladenden Akku warten zu müssen, kann bei einer Geschäftsreise durchaus anstrengend und nervtötend sein.

Wie möchte Obrist die Reichweite von Elektroautos erhöhen?

Das Unternehmen aus Österreich hat sich über einen längeren Zeitraum mit Nachteilen von Elektroautos beschäftigt und den Prototyp Obrist Mark II, der im Grunde aus einem handelsüblichen Tesla Model 3 entstanden ist.

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E-Auto: Die Reichweite ist noch verbesserungswürdig! Stockfoto-ID: 321224131
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Das Besondere an diesem Modell ist allerdings, dass der Akku am Boden des Fahrzeuges deutlich verkleinert wird. Statt 400 Kilometer würde der Tesla allein mit dem Akku nur noch 100 Kilometer schaffen.

Doch neben der Verkleinerung des Akkus wird vorne ein gewöhnlicher Benzinmotor eingebaut, der den Akku unterstützen soll. Der Zweizylinder-Benzinmotor, der auf 100 Kilometern rund 2 Liter verbrauchen soll, springt allerdings nicht erst ein, wenn der Akku leer gefahren ist, sondern schon zu Beginn ab einer Geschwindigkeit von 65km/h. So soll es gar nicht mehr dazu kommen, dass die Batterie des Elektroautos leer geht. Durch den Benzinmotor wird der Akku am Boden des Tesla zu jeder Zeit und konstant aufgeladen. Laut dem Unternehmen Obrist soll so eine Reichweite von 1000 Kilometern möglich sein.

Wieso wird der Tesla durch diese Technologie günstiger?

Neben der erhöhten Reichweite soll der Tesla durch die Modifizierung auch deutlich günstiger angeboten werden können. Bis jetzt war das kostspieligste bei einem Elektroauto immer noch der schwere Akku, der bei dem Prototyp aber deutlich verkleinert wurde. In Kombination sind der Benzinmotor und der kleinere Akku deutlich günstiger, als der Akku, der momentan noch in den Modellen verwendet wird.

Wird es Elektroautos mit dieser Technologie zu kaufen geben?

Ein Tesla Model 3 mit dieser Technologie wird zu hoher Wahrscheinlichkeit nicht auf dem Markt zu finden sein. Es ist davon auszugehen, dass das Unternehmen dieses Fahrzeug nur für Aufmerksamkeit gewählt hat. Ein eigenständiges Fahrzeug mit dieser Funktionsweise soll laut aktuellen Angaben ab 2023 erhältlich sein.

David Reisner

David Reisner

Ich bin 1987 in Graz geboren und ebenfalls in Graz wohnhaft. Seit 2003 beschäftige ich mich mit der Gestaltung von Finanz-Informationsseiten und setze mich tagtäglich mit einem breiten Spektrum an Themen auseinander. Neben Fokus auf Finanzen interessieren mich auch Nachrichten aus den verschiedensten Bereichen wie Kryptowährungen und Aktienkurse sowie die Entwicklung der Wirtschaft in Österreich. Als Betreiber von finanzer.at liegt mein Fokus darauf, Informationen für LeserInnen aufzubereiten und mit aktuellen Vergleichen dabei zu helfen, die besten Produkte und Lösungen zu finden.