Welche Vorteile bietet das Smart Home?

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Wichtig: Haus gegen Einbrecher absichern
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Immer mehr Menschen schätzen die Vorzüge eines Smart Homes oder schaffen sich zumindest einzelne Smart Home Systeme an. Nach aktuellen Umfragen ist das Smart Home in der Altersgruppe der 35- bis 44-Jährigen am attraktivsten.

  • Außerdem steigt die Beliebtheit für die Hausautomation mit dem Bildungsgrad an. Trotzdem verläuft diese Entwicklung zuweilen in einem gemächlichen Tempo. Viele Menschen sehen nicht nur die Vorteile eines Smart Homes, sondern auch die Nachteile.
  • Diese kreisen um Problematiken wie Komplexität und Fehleranfälligkeit; fehlende Kompatibilität der Anwendungen verschiedener Anbieter; Bedenken wegen Datenschutz und Hackeraktivitäten sowie Kosten und Zeitaufwand.

Anderen ist der Mehrwert des Smart Homes im Angesicht der mit der Investition verbundenen Herausforderungen nicht ganz verständlich. Deswegen möchten wir uns in diesem Ratgeber der Frage widmen, was sich mit dem Smart Home konkret für Vorteile verbinden lassen, die über den bloßen Effekt der Wertsteigerung der Immobilie hinausgehen.

Komfort und Unterhaltung

Ein schlaues Zuhause liegt im Trend. Groß ist der Nutzen des Smart Homes zunächst in puncto Entertainment und Komfort. Hier tun sich für die einzelnen Multimedia-Formate nahezu unerschöpfliche Möglichkeiten auf. Für Bequemlichkeit bürgt zudem die Sprachsteuerung zum Beispiel mit Alexa, sodass sich die einzelnen Formate auf Zuruf regulieren lassen.

Auf Zuruf wird etwa der gewünschte Musiktitel gespielt und die eigene Musikanlage ist mit sämtlichen Musik Streaming Diensten auf der Welt verbunden. Mittels der Multi-Room-Technologie kann man sich zudem in jedem Zimmer seiner Wahl beschallen und somit jede Tätigkeit mit der dazu passenden Musik begleiten lassen. Die Verbindung zwischen dem Fernseher und dem Licht sorgt überdies für einen besonderen Komfort.

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Beispielsweise dimmt sich beim Anschalten des Fernsehgeräts – möglicherweise ein Smart TV – automatisch das Hintergrundlicht herunter. Auf der anderen Seite kann das Fernsehvergnügen mit stimmungsvollen Lichtszenarien korrespondieren. So untermalt beispielsweise das Lichtszenario: „romantischer Fernsehabend“ die Fernsehstimmung im trauten Heim mit einer atmosphärischen Beleuchtung.

Das Licht besitzt ohnehin im Smart Home eine besondere Bedeutung. Mit den differenzierten Einstellungsmöglichkeiten des Lichts im intelligenten Zuhause ist es nämlich möglich, die psychologischen und physiologischen Effekte einer Farbtemperatur auf den passenden Zeitpunkt abzustimmen.

Dazu muss man wissen, dass das Licht mit steigender Helligkeit seine Farbe verändert. Vom gemütlichen rötlichen Schimmern von Kerzen geht das Licht mit zunehmender Helligkeit in den orangenen, gelben und weißen Farbton über. Die größte Helligkeit weist schließlich das blaue Tageslicht auf, das im übrigen im Gegensatz zum künstlichen Licht den Menschen auch mit Vitamin D versorgt. Die Winterdepression hat ihre Ursache in fehlendem Sonnenlicht, auf das manche Menschen anfälliger reagieren als andere.

In diesem Zusammenhang haben Wissenschaftler festgestellt, dass dem Sonnenlicht eine aktivierende Wirkung beim Aufwachen vorausgeht. Dies hat viel mit der evolutionären Grundstruktur des Menschen zu tun, der tagsüber hellwach sein musste, um sein Überleben und das seiner Gruppe zu sichern.

Er benötigte keinen Wecker, denn als eine Art natürlicher Wecker diente die Sonne, zu dem der Mensch in archaischen Zeiten eine noch intensivere Bindung hatte als heute. Insofern würde das Licht morgens beim Aufwachen das aktivierende blaufarbene Sonnenlicht simulieren und mit dem Klingeln des Weckers langsam in diesen Bereich dimmen, damit der Übergang leichter fällt. Sein Übriges tut der herrlich duftende Kaffee, denn die Kaffeemaschine hat kurz vor dem Weckerklingeln bereits ihr Werk verrichtet, sodass der Kaffee schon bereit steht.

  • Ideal für das Arbeitszimmer ist wiederum das helle klare weiße Licht, das nicht zufällig in Operationssälen dominiert. Mit seiner Hilfe lässt sich jedes Detail erkennen und weißes Licht unterstützt nachweislich die Leistungsfähigkeit und Konzentration. Geht es gegen den Abend zu, sorgen warme rötliche Lichttöne wiederum für eine gemütliche Atmosphäre.
  • Schummriges rotes Licht ist auch ideal für den Übergang zwischen Abend und Nacht und entspricht dem rötlichen Licht bei Sonnenuntergang, der an den Traumstränden dieser Welt am romantischsten ist.

Auch bei der Arbeit im Haushalt sorgen smarte Assistenten für Erleichterung. Das Rasenmähen übernimmt der Mähroboter, das Putzen der Saug- und Wischroboter und das Fensterputzen der Fensterroboter.

Mehr Sicherheit durch das Smart Home

Ohne Sicherheit ist alles nichts. In Abraham Maslows berühmter Bedürfnispyramide kommt die Sicherheit gleich an zweiter Stelle nach den physiologischen Bedürfnissen wie Nahrung und Obdach.

Maslow ging davon aus, dass sich erst dann höhere Bedürfnisse wie nach Selbstverwirklichung und Transzendenz entwickeln können, wenn die niederen Bedürfnisse weitgehend gestillt sind. Mit dem Smart Home lässt sich nun auf verschiedenen Feldern ein Zugewinn an Sicherheit realisieren:

Zunächst ist es beruhigend zu wissen, auch von unterwegs aus mit seinem Smartphone sein eigenes Zuhause stets im Blick zu haben. Ein Blick genügt, um sich zu vergewissern, dass in den eigenen vier Wänden alles in Ordnung ist. Sollte hingegen einmal etwas passieren, erhält man eine Nachricht und kann sehen, was genau los ist. Hier sind es Vernetzungen von Bewegungs- und Drucksensoren an sensiblen Stellen an Fenstern und Eingangsbereich, die eine solche Kettenreaktion auslösen.

Sollte jemand Unbefugtes sich am Fenster zu schaffen machen, kann auch direkt ein Alarm ausgelöst werden. Alternativ sollte es ausreichen, um den Einbrecher zu verscheuchen, wenn sich alle Lampen auf einmal anschalten und sämtliche Haushaltsgeräte, die mit Lärm verbunden sind, ihren Teil dazu beitragen. Der Schreck wird dem Eindringling ganz sicher in die Glieder fahren. Nachdem er geflohen ist, helfen die Kamerabilder der Polizei bei der Täterergreifung.

Bei der Vorsorge kann das Smart Home ebenfalls helfen. Mithilfe der Anwesenheitssimulation wird potentiellen Einbrechern bei Abwesenheit nämlich der Eindruck vermittelt, die Bewohner seien daheim. Dies ist vor allem im Urlaubsfalle nützlich, denn professionelle Einbrecher gehen systematisch vor.

  • Sie durchstreifen mehrmals am Tag eine Region, um Hinweise für Bewohner im Urlaub zu finden. Sind zum Beispiel mehrere Abende in Folge zur besten Sendezeit alle Lichter aus, können sich Einbrecher sicher sein, dass die Bewohner in der Sommerfrische sind.
  • Die Anwesenheitssimulation beugt diesem Eindruck nun vor. So gehen regelmäßig die Lichter im Haus an und aus, die Jalousien fahren sich morgens hoch sowie abends herunter und gelegentlich erklingt Musik und der eingeschaltete Fernseher ist von außen zu sehen. Der Einbrecher wird ganz bestimmt nicht in diesem Haus sein Glück versuchen.
  • Außerdem schützt das Smart Home vor Einbrechern und Betrügern, die sich durch Klingeln Einlass erschleichen wollen. Mit einer Kamera sieht der Besitzer nämlich bereits vom heimischen Wohnzimmer aus, wer geklingelt hat, und kann entscheiden, ob diese Person einen vertrauenswürdigen Eindruck macht.

Schließlich sorgen intelligente Feuermelder und Wasserstandsmelder dafür, dass bei Gefahr der Besitzer eine Nachricht verbunden mit der passenden Kameraeinstellung bekommt. Nun kann er sich selbst von der Gefahrenlage ein Bild machen. Außerdem kann bei einer definierten Situation sofort ein Notruf an die Feuerwehr herausgegeben werden. So kann in Situationen, in denen die ersten Gegenstände bereits Feuer fangen oder die Wohnung schon unter Wasser steht, wertvolle Zeit gewonnen werden.

Stromsparen durch das Smart Home

Auch bei der Einsparung von Energien leistet das Smart Home wertvolle Hilfe. So wird der eigene Geldbeutel geschont und zugleich ein Beitrag für die grüne Energiewende geleistet, um die globale Erwärmung zu bremsen. Möglichkeiten zum Stromsparen gibt es nämlich viele. Zunächst hilft ein Zentralschalter bei der Energieeinsparung. Dieser kann beim Verlassen des Hauses getätigt werden und über eine Smart Home App auch vom Smartphone aus. Nun sieht man, welche Geräte noch eingeschaltet sind und kann sie unverzüglich ausschalten.

Eine weitere effektive Möglichkeit zum Stromsparen ist das Smart Metering. Das intelligente System ist viel transparenter als man dies vom sperrigen Stromzähler her gewohnt war. Zum einen zeigte dieser immer nur den Stromverbrauch als Ganzes an und zum anderen war dieser für viele Haushalte Böhmische Dörfer. Mit dem Smart Meter hingegen sieht man den Stromverbrauch für jedes einzelne Haushaltsgerät aufgeschlüsselt.

  • Diverse Statistiken tragen zudem dazu bei, dass man sich über den Stromverbrauch ein umfassendes Bild machen und Optimierungspotenziale aufspüren kann. Auf diese Weise können Stromfresser identifiziert und ein sorgsamerer Umgang mit der Energie eingeübt werden.
  • Schließlich erhöhen die zahlreichen anschaulichen Statistiken die Motivation beim Stromsparen ähnlich wie es die Informationen der Fitnesstracker für die Motivation bei Sport und Bewegung tun. Ein bisschen Gamification ist schon dabei.

Vor allem beim Licht und der Heizung sind die Einspareffekte massiv. So lässt sich die Heizung nach einem Wochenplan einstellen und läuft während der Arbeitszeit nur auf Sparflamme. Erst wenn die Besitzer allmählich nach Hause kommen, geht die Heizung auf Betriebstemperatur. Manche Heizsysteme sind sogar schon dazu fähig, mittels GPS anhand des Bewegungsprofils des Besitzers abzulesen, wann ungefähr mit seinem Eintreten zu rechnen ist.

Bewegt er sich zum Beispiel geradewegs auf das Haus zu, ist dies das Signal für die Heizung, auf Touren zu kommen. Verbindungen der Heizung mit den Fenstern, um den Ausstoß an Heizenergie an die Frischluftzufuhr anzupassen, klingen zwar weniger umfassend, leisten aber ebenfalls ihren Teil für das Ganze.

Beim Licht ist es wiederum die Konnektivität mit anderen Gegenständen, die Sparpotenziale zu aktivieren hilft. Auch die Lampen besitzen im Smart Home Sensoren und Aktoren und sind allesamt dimmbar. Sie orientieren sich an der Helligkeit der Umgebung und geben kein Watt zu viel an den Raum ab.

Bewegungsmelder und Timer sorgen außerdem dafür, dass das Licht auch nur dann angeschaltet ist, wenn es nötig ist, das heißt wenn jemand im Raum ist. Stehen weder Timer noch Bewegungsmelder beim Smart Living zur Verfügung, dann ist der jederzeit zu betätigende Smart Home Lichtschalter eine wirkungsvolle Alternative.

David Reisner

David Reisner

Ich bin 1987 in Graz geboren und ebenfalls in Graz wohnhaft. Seit 2003 beschäftige ich mich mit der Gestaltung von Finanz-Informationsseiten und setze mich tagtäglich mit einem breiten Spektrum an Themen auseinander. Neben Fokus auf Finanzen interessieren mich auch Nachrichten aus den verschiedensten Bereichen wie Kryptowährungen und Aktienkurse sowie die Entwicklung der Wirtschaft in Österreich. Als Betreiber von finanzer.at liegt mein Fokus darauf, Informationen für LeserInnen aufzubereiten und mit aktuellen Vergleichen dabei zu helfen, die besten Produkte und Lösungen zu finden.