Pflegeurlaub und Pflegefreistellung in Österreich – Pflegebedarf und Voraussetzungen

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Wer in Österreich lebt, der wird wissen, dass das Thema Pflege und Pflegeurlaub in jedem Fall eine wichtige Rolle spielt und in den vergangenen Monaten in der Bedeutung gestiegen ist. Es gibt viele Situationen, in denen eine Freistellung zur Pflege möglich ist.

Wann habe ich Anspruch auf Pflegeurlaub/Pflegefreistellung?

Diese sollten vorher durchleuchtet und auch verglichen werden, so dass entsprechend gehandelt werden kann. Ein Faktor, der zu berücksichtigen ist, ist der Grad der Verwandtschaft, der in jedem Fall eine wichtige Rolle spielt.

Informationen zum Thema Pflegefreistellung, bzw. zum Pflegeurlaub in Österreich gibt es unter anderem im Internet. Anspruch auf Pflegefreistellung haben in Österreich Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die derzeit in einem privatrechtlichen Arbeitsverhältnis stehen.

Es besteht in Anspruch auf Fortzahlung des Entgeltes, da in diesem Fall eine Dienstverhinderung besteht und zwar aus wichtigen persönlichen Gründen. Dies ist zu differenzieren zwischen einem Urlaub oder anderen Möglichkeiten, nicht zum Dienst zu erscheinen.

Für welche Personen und Angehörige kann eine Pflegefreistellung beantragt werden?

Wer in Österreich in gerader Linie miteinander verwandt ist, kann durchaus die entsprechende Freistellung zur Pflege beantragen. Dazu zählen zum Beispiel die eigenen Eltern, aber auch Großeltern sowie Enkelkinder, die gepflegt werden müssen, wenn ein entsprechender Bedarf vorhanden ist.

Ebenso kann der Pflegeurlaub beantragt werden, wenn so genannte Wahlkinder oder Pflegekinder eine entsprechende Betreuung benötigen. Es ist anzumerken, dass die Regelung ebenfalls wahrgenommen werden kann, wenn eingetragene Partner oder Partnerinnen leibliche Kinder haben. Die Person, mit der jemand in einer Lebensgemeinschaft lebt, zählt natürlich ebenfalls dazu.

Wann kann ich in Österreich den Pflegeurlaub beantragen, bzw. in Anspruch nehmen?

Es gibt unterschiedliche Szenarien, in denen eine Pflegefreistellung in Anspruch genommen werden kann. Das bedeutet, der Urlaub zum Beispiel in Anspruch genommen werden kann, wenn die regulär zuständige Person der Betreuung ausfällt. Auch wenn das Kind jünger als 10 Jahre alt ist und stationär im Krankenhaus bleiben muss, kann der Pflegeurlaub in Anspruch genommen werden.

Die Pflegefreistellung kann ohne Probleme sofort nach Beginn eines Arbeitsverhältnisses in Anspruch genommen werden. Das ist unter anderem dadurch zu begründen, dass Pflegefälle natürlich nicht geplant werden können, sondern oftmals Notfälle darstellen.

Wie melde ich den Pflegebedarf an?

Der Pflegebedarf muss natürlich gegenüber dem Arbeitgeber nachgewiesen werden. Das bedeutet, dass im Idealfall eine schriftliche Mitteilung erfolgen muss. Ein ärztliches Attest kann natürlich auch genutzt werden, um den entsprechenden Aufwand nachzuweisen.

Pflegeurlaub in Österreich – wie lange kann ich diesen nutzen?

Wer in Österreich in die Situation gerät, dass er eine Pflegefreistellung nutzen muss, der sollte wissen, dass er maximal die Dauer einer Wochenarbeitszeit in einem Arbeitsjahr nutzen kann.

Das bedeutet, dass jemand, der z.B. 50% in einer Woche arbeitet, diese 50% einer Woche einmal im Jahr zur Pflegefreistellung nutzen kann. Sollte man 100% also 5 Tage in der Woche arbeiten, ist es möglich, dass 5 bezahlte Tage in der Pflegefreistellung in Österreich genutzt werden können.

Wenn der Pflegeaufwand umfangreich ist, bedeutet dies in der Regel, dass ein Anspruch auf erweiterte Pflegefreistellung genutzt werden könnte und somit die Pflege über einen längeren Zeitraum wahrgenommen werden kann.

Bekomme ich im Pflegeurlaub weiterhin meinen Lohn gezahlt?

Ja, wer den Pflegeurlaub nutzt, muss das gleiche Geld bekommen, wie wenn der Anspruch nicht wahrgenommen wird. Durch die Nutzung der Freistellung zur Pflege darf es nicht dazu kommen, dass der Antragsteller, bzw. die Antragstellerin einen finanziellen Nachteil erleidet. Der Lohn wird zu 100% weitergezahlt.

Welche Krankheiten müssen für den Pflegeurlaub vorliegen?

Es gibt keinen Katalog an Erkrankungen, der für den Pflegeurlaub berücksichtigt werden kann. Grundsätzlich ist anzumerken, dass es zahlreiche Erkrankungen gibt, bei denen ein Anspruch auf Pflege vorhanden ist, bzw. bei denen es zu einer Pflegebedürftigkeit kommen kann.

In der Praxis gibt es keine Differenzierung zwischen chronischen Erkrankungen, oder jenen, die spontan auftreten. Fakt ist, dass der Pflegeaufwand dokumentiert werden muss und gegenüber dem Arbeitgeber nachgewiesen werden muss.

Welche Optionen habe ich, wenn ich mehr Pflegeaufwand benötige?

Wer feststellt, dass zum Beispiel 5 Tage an Pflegeaufwand nicht ausreichen, der sollte wissen, dass es hier entsprechende Optionen gibt. Es besteht die Möglichkeit, dass direkt nach dem Pflegeurlaub ein regulärer Urlaub wahrgenommen werden kann.

Die offenen Urlaubstage dürfen wahrgenommen werden und zwar ohne, dass der Arbeitgeber dagegen sprechen kann. Es ist jedoch erforderlich, dass der Arbeitgeber natürlich darüber informiert wird, dass der Urlaub wahrgenommen wird.

Pflegeregelungen in Österreich – welches Regelwerk ist aktuell?

Die aktuellen Regelungen zum Thema Pflegeurlaub und Pflegefreistellung in Österreich gelten seit dem 1. Jänner 2013 und sind auch im Jahr 2018 noch gültig. Sie sind das Resultat einer grundlegenden Erneuerung der Pflegeregelungen und des Pflegebedarfes.

In Österreich hat sich der Umgang mit dem Thema Pflege deutlich verbessert, so dass inzwischen zahlreiche attraktive Modelle, wie eben der Pflegeurlaub wahrgenommen werden dürfen.

Wo finde ich Informationen zum Thema Pflegeurlaub in Österreich?

Es gibt die Option, sich auf der offiziellen Help.gv Seite über die entsprechenden Themen Pflegeurlaub und Freistellung zu informieren. Der nachfolgende Link kann dabei helfen, passende Fragen beantwortet zu bekommen: https://www.help.gv.at/Portal.Node/hlpd/public/content/37/Seite.370201.html

Hier wird genau erklärt, welche Voraussetzungen erfüllt werden müssen und entsprechend über welche Dauer das Pflegegeld wahrgenommen werden kann.

Anzumerken ist auch, dass das entsprechende Urlaubsgesetz hier verlinkt ist, so dass man sich darüber informieren kann, welche Angebote notwendig sind, bzw. wahrgenommen werden können. Die Kombination aus Pflegeurlaub und regulärem Urlaub, um einen längeren Zeitraum in der Pflege zu haben, ist durchaus beliebt und wird in Österreich gerne wahrgenommen.

Grundsätzlich spielt der Pflegeurlaub gerade in Österreich im Zusammenhang mit Kindern eine wichtige Rolle. Ebenfalls interessieren sich Suchende dafür, ob und in welcher Höhe der Lohn während des Pflegeurlaubes weitergezahlt wird. In der Praxis stellt dies kein Problem dar, da der Gesetzgeber in Österreich hier klare Regelungen getroffen ha

Wo erhalte ich offizielle Informationen?

Wer offizielle Informationen rund um die Pflegefreistellung in Österreich sucht, findet diese auf folgender Homepage:

Grundsätzlich wissen viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer nicht, welche Rechte sie haben und dass es z.B. auch keine Nachteile beim Lohn gibt. Daher ist es wichtig, sich im Vorfeld entsprechend zu informieren.

Kann ich die Pflegefreistellung nutzen, wenn man Kind erkrankt?

Die Pflegefreistellung gehört zu den großen Vorteilen, die das Sozialsystem in Österreich hat. Fakt ist, dass die Pflegefreistellung natürlich auch genutzt werden kann, wenn das eigene Kind erkrankt. Die entsprechende Freistellung gilt für Eltern sowie für Wahleltern und Pflegeeltern. Seit dem 1. Jänner 2013 kann die Freistellung genutzt werden, wenn das Kind erkrankt. Es spielt dabei keine Rolle, ob die Eltern im gemeinsamen Haushalt leben, oder ob dies nicht der Fall ist.

Sollte die Freistellung zur Pflege eines Kindes beantragt werden, von dem man selbst nicht der leibliche Vater, bzw. die leibliche Mutter ist, bedeutet dies, dass entsprechend Voraussetzung ist, dass man mit dem leiblichen Vater, bzw. der leiblichen Mutter gemeinsam in einem Haushalt mit dem Kind lebt.

Welche Rechte habe ich, wenn mein Kind ins Krankenhaus muss?

Wenn das eigene Kind sowie das Wahlkind oder das Pflegekind ins Spital muss, ist es möglich, dass die Pflegefreistellung ebenfalls genutzt werden kann. Dies ist vor allem dann der Fall, wenn das Kind den 10. Geburtstag noch nicht erreicht hat.

Wer das leibliche Kind des Ehepartners, bzw. der Ehepartnerin betreuen möchte und ins Krankenhaus begleiten möchte, kann dies ebenfalls tun, wenn er mit der Partnerin, bzw. dem Partner und dem Kind in einem gemeinsamen Haushalt lebt. In der Praxis sorgt diese Regelung dafür, dass Kinder bis zu einem Alter von 10 Jahren ohne Probleme im Krankenhaus begleitet werden können.

Wann kann der Anspruch auf Pflegefreisteillung geltend gemacht werden, wenn man sich um das Kind kümmern möchte?

Grundsätzlich ist anzumerken, dass keine Wartezeit erreicht werden muss, damit der entsprechende Anspruch geltend gemacht werden kann. Das bedeutet in der Praxis, dass zum Beispiel direkt nach Antritt der Arbeitsstelle der Anspruch vorhanden ist.

Sollte es sich um eine akute Erkrankung handeln, oder aber auch um eine chronische Erkrankung, kann die Freistellung zur Pflege direkt wahrgenommen werden. In der Praxis ist zu entscheiden, ob die entsprechende Pflegebedürftigkeit vorliegt, oder ob dies nicht der Fall ist.

Quelle: https://www.artikles.at/privates/pflege/pflegefreistellung-pflegeurlaub/

Welche Vorteile bietet das Sozialsystem in Österreich gegenüber anderen Ländern in der Betreuung von pflegebedürftigen Kindern?

Mit dieser Regelung zählt Österreich zu den Ländern, in denen das Sozialsystem eindeutig festlegt, wie es mit dem Pflegeanspruch für Kinder aussieht. Das Sozialsystem in Österreich ist damit vielen anderen Ländern voraus, in denen es solche Regelungen noch nicht gibt.

In der Praxis ist anzumerken, dass in Österreich in jedem Fall sehr viele gute Regelungen vorhanden sind, wenn es um die Betreuung der Kinder gibt. Hierbei wurde auch berücksichtigt, dass es Unterschiede zwischen der Ehe und der Partnerschaft gibt. Ferner sieht die Regelung vor, dass auch Kinder betreut werden können, die keine leiblichen Kinder sind, sofern man entsprechend mit dem leiblichen Elternteil und mit den Kindern in einem Haushalt lebt.

David Reisner

David Reisner

Ich bin 1987 in Graz geboren und ebenfalls in Graz wohnhaft. Seit 2003 beschäftige ich mich mit der Gestaltung von Finanz-Informationsseiten und setze mich tagtäglich mit einem breiten Spektrum an Themen auseinander. Neben Fokus auf Finanzen interessieren mich auch Nachrichten aus den verschiedensten Bereichen wie Kryptowährungen und Aktienkurse sowie die Entwicklung der Wirtschaft in Österreich. Als Betreiber von finanzer.at liegt mein Fokus darauf, Informationen für LeserInnen aufzubereiten und mit aktuellen Vergleichen dabei zu helfen, die besten Produkte und Lösungen zu finden.