NoVA NEU 2020 in Österreich – Rechner, Nova berechnen, WMTC Messverfahren 2020

Ratgeber NoVA 2020 in Österreich – was ändert sich für mich?

Die so genannte Normverbrauchsabgabe, kurz genannt NoVA spielt in Österreich eine besondere Rolle in der Zulassung von Fahrzeugen. Wer sich bei einem Händler in Österreich ein neues Fahrzeug kauft, muss die so genannte Zulassungssteuer NoVA entrichten.

  • Zum Jänner 2020 wird es bei der NoVA einige Änderungen geben, so dass es wichtig ist, sich im Vorfeld darüber zu informieren. Vor allem die Messverfahren und die Berechnungen der NoVA ändern sich zum 1. Jänner 2020.
  • Ein NoVA NEU Rechner für 2020 in Österreich zum Nova berechnen mit dem Messverfahren WMTC ist unter https://autorevue.at/novarechner#nova_gratis_berechnen kostenlos verfügbar.

Welche Änderungen kommen zum 1. Jänner 2020 auf die Autokäufer zu?

Wer sich ab dem 1. Jänner 2020 dazu entscheidet, einen PKW neu bei einem Händler in Österreich zu erwerben, muss auch die NoVA entsprechend der neuen Regelung entrichten. Die CO2 Emissionen werden ab diesem Stichtag über das neue so genannte WLTP Messverfahren ermittelt.

Das bedeutet, dass Messwerte unter realitätsnäheren Bedingungen ermittelt werden. In der Praxis kann dies dazu führen, dass höhere Verbräuche in Liter gemessen werden, als es zuvor der Fall gewesen ist. Die neue Methode könnte somit dazu führen, dass eine höhere NoVA entrichtet werden muss, als es sonst der Fall gewesen ist.

  • Neue Berechnung der NoVA nach anderem Verfahren
  • Messverfahren WMTC wird angewandt

Damit es dazu nicht kommt, hat sich unter anderem der ÖAMTC in Österreich dafür eingesetzt, dass eine neue Methode zur Berechnung der NoVA in Österreich eingeführt wird. Das bedeutet, dass die CO2 Emissionen nicht mehr nach dem Hubraum berechnet werden, sondern dass das Messverfahren namens WMTC angewandt wird, um die CO2 Emissionen zu berechnen.

  • Nova Übergangsregelung 2019/2020 in Österreich: Bis zum ersten Jänner 2020 gibt es eine Übergangsregelung, die dafür sorgt, dass kein Nachteil für die Käuferinnen und Käufer von Fahrzeugen entsteht. Im Vorfeld ist es notwendig mit dem KFZ-Händler zu sprechen, da dieser sich mit den Regelungen auskennt und genau weiß, was alles zu erledigen ist, damit seine Kunden keinen Nachteil erfahren.

Wann muss in Österreich die NoVA gezahlt werden?

In Österreich gibt es verschiedene Szenarien die dazu führen, dass die NoVA gezahlt werden muss. Sofern man in Österreich ein neues Kraftrad, einen neuen PKW oder ein neues Wohnmobil an den Kunden liefert und wenn dieses Fahrzeug zum ersten Mal in Österreich für den Verkehr zugelassen wird, muss die NoVA entrichtet werden.

Dies gilt auch dann, wenn man sich dazu entscheidet, ein neues oder gebrauchtes Fahrzeug aus dem Ausland zu importieren und in Österreich zuzulassen. Auch Fahrzeuge, die als so genanntes Übersiedlungsgut aus dem Ausland importiert werden und in Österreich zugelassen werden sollen, sind entsprechend der NoVA zu besteuern.

  • Eine Befreigung von der NoVA erhält man, wenn es sich z.B. um ein ehemaliges Vorführfahrzeug handelt, oder um ein Diplomatenfahrzug sowie um ein Fahrschulfahrzeug. Wer ein Taxi oder einen Mietwagen sowie ähnliche Fahrzeuge zulassen möchte, ist ebenfalls von der NoVA befreit.

Ferner gibt es eine Befreiung von der NoVA, wenn das Fahrzeug von Menschen mit einer Behinderung genutzt wird, um die Fortbewegung zu ermöglichen. Der entsprechende Nachweis einer Behinderung ist zu erbringen und gleichzeitig muss auch nachgewiesen werden, dass es nicht zumutbar ist, die öffentlichen Verkehrsmittel zu verwenden. Keine NoVA muss für einen Anhänger oder für einen LKW oder für einen Omnibus entrichtet werden.

Wer sich dazu entscheidet, ein Elektrofahrzeug zu erwerben, wird ebenfalls von der NoVA befreit, da hier kein CO2 Ausstoßf vorhanden ist. Bei einem Hybridfahrzeug oder bei einem Plug-In-Hybrid fällt in der Regel keine NoVA an, was jedoch im Detail zu prüfen ist. Von der NoVA zu befreien sind auch Oldtimer, da es hierzu eigene Regelungen gibt, die zu beachten sind.

An wen muss ich in Österreich die NoVA Entrichten?

Wer in Österreich ein Fahrzeug kauft, muss die NoVA an den zuständigen Händler, bzw. Verkäufer entrichten. Dieser sorgt dafür, dass die NoVA entsprechend an das Finanzamt abgeführt wird. Wer eine Zusatzausstattung ab Werk ordert, muss dafür ebenfalls die entsprechende NoVA gemäß dem Wert des Fahrzeuges entrichten. Anders sieht es aus, wenn die Umbauten eines Fahrzeuges erst dann erbracht werden, wenn das Fahrzeug berits zugelassen worden ist, bzw. nachdem die Übernahme erfolgte.

Wenn ich selbst ein Fahrzeug aus dem Ausland nach Österreich importiere und hier anmelden möchte, muss ich ebenfalls die NoVA entrichten. Es handelt sich dabei um eine Einmalige Abgabe, die zu entrichten ist.

Welche Faktoren beeinflussen die NoVA?

  • Die NoVA wird von verschiedenen Faktoren beeinflusst. So ist es zum Beispiel die CO2 Emission, welche einen direkten Einfluss darauf hat, wie hoch die zu entrichtenden Abgaben sind. Ebenfalls ist es der Fahrzeugwert exklusive Umsatzsteuer und NoVA, welcher einen direkten Einfluss darauf hat, welcher Wert zu entrichten ist.
  • Sollten mit dem PKW gewisse Grenzwerte überschritten werden, so kann es möglich sein, dass ein so genannter CO2 Malus entrichtet werden muss. Es besteht die Möglichkeit, dass ein digitaler Rechner verwendet werden kann, um die NoVA für neue Fahrzeuge oder aber auch für Motorräder zu berechnen.

NoVA Rückvergütung bei einem Fahrzeugverkauf

Sollte man ein Fahrzeug, dass zugelassen werden kann, verkaufen ist es möglich, dass man die NoVA in Teilen oder aber auch komplett zurückerstatten kann. Das bedeutet konkret, dass zum Beispiel das Fahrzeug als so genanntes Übersiedlungsgut durch einen Privaten ins Ausland verbracht wird.

Ebenfalls ist eine anteilige Rückerstattung möglich, wenn das Fahrzeug nachweislich ins Ausland verkauft wird und zwar z.B. durch eine Privatperson. Sollte ein Verkauf realisiert werden ist es notwendig, sich im Vorfeld zu informieren, wann die NoVA zurückerstattet werden kann und wie hoch der Anteil der NoVA ist, der zurückerstattet werden kann.

Österreich setzt zukünftig auf Wasserstoff und Elektromobilität

Auch in Österreich wird in Zukunft stark auf alternative Antriebe gesetzt. Das bedeutet, dass vor allem die Elektromobilität und der Wasserstoff im Fokus der Antriebe liegen, die besonders gefördert werden.

  • Wer sich für einen alternativen Antrieb wie Wasserstoff oder Elektromobilität entscheidet wird davon profitieren, dass er steuerliche Begünstigungen erfahren kann. So ist es z.B. bei Fahrzeugen mit reinem Elektroantrieb möglich, dass ohne Probleme darauf verzichtet wird, die NoVA zu bezahlen.
  • Auch in Zukunft können Elektrofahrzeuge durch zahlreiche Unterstützungen, Maßnahmen und Zuschüsse gefördert werden, so dass sich Österreich weg von den klassischen Verbrennungsmotoren entwickeln wird.

Nicht nur die Nutzung solcher Fahrzeuge, sondern auch z.B. die Solarenergie wird gefördert, wenn man sich in Österreich genau umschaut. Die einzelnen Bundesländer haben verschiedene Konzepte die dazu führen, dass die Solarenergie deutlich ausgebaut werden kann. Nicht nur für Privathaushalte, sondern auch für Mehrfamilienhäuser gibt es 2020 die Möglichkeit, im Bereich der Solarenergie einen Fortschritt zu erzielen und davon zu profitieren.

David Reisner

David Reisner

Ich bin 1987 in Graz geboren und ebenfalls in Graz wohnhaft. Seit 2003 beschäftige ich mich mit der Gestaltung von Finanz-Informationsseiten und setze mich tagtäglich mit einem breiten Spektrum an Themen auseinander. Neben Fokus auf Finanzen interessieren mich auch Nachrichten aus den verschiedensten Bereichen wie Kryptowährungen und Aktienkurse sowie die Entwicklung der Wirtschaft in Österreich. Als Betreiber von finanzer.at liegt mein Fokus darauf, Informationen für LeserInnen aufzubereiten und mit aktuellen Vergleichen dabei zu helfen, die besten Produkte und Lösungen zu finden.