Ratgeber Home Office und Arbeitsrecht in Österreich – Folgen des Corona Virus

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Das Corona Virus könnte dazu beitragen, dass die Digitalisierung in Österreich deutlich beschleunigt wird. Home Office zählt zu den Arbeitsmodellen, die zwar in der Alpenrepublik bekannt sind, aber in den vergangenen Jahren definitiv nicht so intensiv gelebt worden sind, wie es aktuell in Zeiten der Corona Krise der Fall ist.

Wer sich für das Home Office interessiert, sollte wissen, wie die rechtliche Situation in Österreich aussieht. Zwar leben wir in einer besonderen Situation, jedoch gibt es Regeln, die von der Arbeiterkammer Österreich explizit genannt werden, gerade was das Arbeiten im Home Office oder die so genannte Telearbeit belangt.

Unsere Ratgeber Kategorie auf Finanzer.at informiert zum Thema Home Office in Österreich sowie zu anderen Themen, die im Rahmen der Corona Krise für Österreich Relevanz haben.

Warum wird in Zeiten von Corona auf das Home Office gesetzt?

  • In Zeiten der Corona Krise soll der direkte Kontakt zwischen Menschen vermieden, bzw. so weit wie möglich reduziert werden.
  • Bedingt durch die hohe Ansteckungsgefahr mit dem Coronavirus setzen viele Unternehmen daher darauf, dass ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von zu Hause arbeiten und sich in der Firma nicht täglich über den Weg laufen, oder z.B. in einem Büro arbeiten.

Durch die Kontaktsperre in den Unternehmen soll dafür gesorgt werden, dass sich das Corona Virus weniger stark verbreiten kann und vor allem langsamer verbreitet. Ziel ist es, dass weltweit betrachtet durch das Home Office und andere Maßnahmen die Krankenhäuser geschont werden, so dass jederzeit genügend Intensivbetten zur Verfügung stehen.

Home Office in Österreich – wie sieht die gesetzliche Regelung aus?

  • In Österreich gilt derzeit das Gesetz, dass der Arbeitgeber nicht einseitig das Home Office oder Telearbeit anordnen darf.
  • Das bedeutet, dass unter regulären Umständen keine Verpflichtung zum Home Office möglich ist.
  • Anders sieht die Situation aus, wenn im Arbeitsvertrag bereits definiert wurde, dass man z.B. an einen anderen Ort versetzt werden kann und z.B. ein Arbeitsplatz im Home Office möglich ist.
  • Dies ist in vielen Verträgen in Österreich inzwischen der Fall und kann dazu führen, dass man in das Home Office versetzt wird.

Einen rechtlichen Anspruch auf das Home Office gibt es in Österreich nicht. Wenn der Arbeitgeber dieses nicht anbietet und wenn im Vertrag keine Klauseln enthalten sind, besteht faktisch kein Rechtsanspruch auf das Arbeiten von zu Hause. Dennoch kann es der Fall sein, dass Arbeitgeber und Arbeitnehmer sich einvernehmlich dazu einigen, dass man von zu Hause aus arbeiten darf.

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Wo werden die Regelungen in der Firma zum Home Office definiert?

In fast allen Firmen, die das Arbeiten von zu Hause anbieten gibt es Regelungen dazu. Diese werden meist in einer so genannten Betriebsvereinbarung definiert. In der Betriebsvereinbarung kann zum Beispiel definiert werden, wie oft das Home Office in Anspruch genommen werden darf.

Ferner wird definiert, wie das Arbeiten von zu Hause mit dem Vorgesetzten abzustimmen ist und welche Arbeitszeiten oder Stundenzeiten gelten. Darüber hinaus ist zu definieren, wie es mit der technischen Ausstattung aussieht, die notwendig ist, um von zu Hause aus zu arbeiten.

Auch die Übernahme von Kosten für eine solche Ausstattung durch den Arbeitgeber kann in einer Betriebsvereinbarung geregelt werden. Details dazu finden sich auf der Homepage der Arbeiterkammer Österreich.

Welche technische Ausstattung ist für das Home Office notwendig?

In der Regel muss eine gewisse technische Ausstattung vorhanden sein, damit das Arbeiten von zu Hause möglich ist. Das bedeutet zum Beispiel, dass ein Internetzugang vorhanden ist. Ob dieser per LAN oder per WLAN möglich ist, muss dann im Detail geklärt werden.

In manchen Behörden wird z.B. auf den Zugang per LAN gesetzt, viele Unternehmen bieten jedoch auch WLAN Optionen an. Über einen VPN Client kann man sich ins Netz der Firma gelangen und entsprechend von zu Hause aus arbeiten.

Die Internetverbindung in Österreich kann regional sehr unterschiedlich sein. Zwar werden so genannte Glasfaseranschlüsse vor allem in Ballungsgebieten permanent ausgebaut, jedoch ist die Versorgung mit Glasfaser in ländlichen Regionen längst nicht so gut, wie sie es sein sollte.

Durch Glasfaser lassen sich Geschwindigkeiten von 1 gbit/s und mehr erreichen. Der nächstlangsamere Standard kann durch das Supervectoring erreicht werden (VDSL2) und bietet lediglich 250 mbit/s im Maximum.

Die Kosten für die Nutzung von Glasfaser halten sich in Grenze. Mit Tarifen von ab 30 Euro im Monat kann ein solcher Tarif abgeschlossen werden. Deutlich teurer ist der Ausbau des Glasfasernetzes. Sofern das Glasfasernetz nicht bereits vorhanden ist, können unter Umständen Beteiligungen an den Kosten notwendig sein. Das bedeutet, dass durchaus mehrere tausend Euro gezahlt werden müssen, damit ein individueller Glasfaseranschluss realisiert wird.

Neben dem Internetzugang ist es notwendig, dass ein Headset vorhanden ist, mit dem gearbeitet werden kann. Somit können Störgeräusche aus der Wohnung vermieden werden.

  • Wer mit Kindern oder mehrere Menschen zu Hause lebt, kann mit einem Headset deutlich ruhiger und entspannter arbeiten, als es ohne der Fall ist.
  • Ebenfalls werden häufig Mobiltelefone zur Verfügung gestellt, wenn es darum geht, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter telefonisch erreicht werden müssen.

Viele Menschen arbeiten mit einem Laptop von zu Hause aus. Dieses wird in der Regel durch den Arbeitgeber gestellt. Die notwendigen Softwarelösungen wie z.B. ein VPN Client, sowie ein E-Mail Programm und ein Messenger Programm werden meist von den Firmen aufgespielt und können durch die Admins verwaltet werden. Somit ist man technisch gesehen arbeitsfähig und kann von zu Hause arbeiten.

Hardware für das Home Office

  • Laptop/Computer
  • Smartphone
  • Headset
  • Externer Monitor und externe Tastatur sowie z.B. Docking Station
  • Internetzugang

Software für das Home Office

  • VPN Client
  • E-Mail Programm
  • Messenger Programm

Idealerweise kann ein externer Monitor dabei helfen, Auswertungen am Computer auf einem großen Display zu erledigen. Zum Teil werden sogar zwei Monitore für das Arbeiten im Home Office ermöglicht.

Ebenso ist es denkbar, dass man zum Beispiel mit der Hilfe einer Docking Station sehr einfach das Laptop an den Monitor sowie an eine externe Tastatur angeschlossen werden können. Auch eine externe bzw. separate Maus zur Bedienung des Computers kann genutzt werden.

Basis IT-Ausstattung für das Home Office

  • Laptop
  • Smartphone
  • Headset

Premium IT-Ausstattung für das Home Office

  • Laptop
  • Smartphone
  • Headset
  • Docking Station
  • Zusätzlicher Monitor
  • Externe Tastatur
  • Externe Maus

Ergonomie und Gesundheit im Home Office

Wer im Home Office arbeitet, sollte natürlich darauf achten, dass er gesund arbeiten kann. Das bedeutet konkret, dass es wichtig ist, dass ein ordentlicher Schreibtisch sowie ein passender Stuhl vorhanden sind. Nur so kann sichergestellt werden, dass ein ergonomisches Sitzen und Arbeiten ermöglicht wird.

Diese Form der Hardware kann unter Umständen durch den Arbeitgeber zur Verfügung gestellt wird. In der Regel ist es jedoch der Arbeitnehmer, welcher sich um Schreibtisch und Stuhl selbst kümmern muss. In den Betriebsvereinbarungen wird meist definiert, dass entsprechende Stühle und Tische vorhanden sein müssen, um ergonomisch im Home Office arbeiten zu können und auf Dauer keine Schäden z.B. am Rücken zu entwickeln.

  • Schreibtisch und Stuhl für ergonomisches Arbeiten müssen vorhanden sein
  • Betriebsvereinbarungen regeln, was im Büro zu Hause vorhanden sein muss

Zu empfehlen ist es, dass man an einem hellen Ort im Haus oder in der Wohnung arbeitet. Tageslicht und frische Luft sorgen dafür, dass wir uns wohl fühlen. Das Home Office im Keller sorgt in der Regel nicht dafür, dass wir hier dauerhaft entspannt und flexibel arbeiten.

Fakt ist, dass man für das Arbeiten im Home Office auch Platz haben sollte. Wer dauerhaft oder regelmäßig von zu Hause aus arbeiten möchte, der sollte in jedem Fall einen eigenen Raum bzw. ein eigenes Büro haben, dass für die Arbeiten genutzt werden kann.

Welche Vorteile bietet das Home Office den Arbeitnehmern?

  • Das Home Office kann den Arbeitnehmern eine Menge an Vorteilen bieten. Wichtig ist es, dass die Vorteile gegenüber den Nachteilen abgegrenzt werden.
  • Zu den wesentlichen Vorteilen besteht, dass das Maß an Flexibilität deutlich höher ist.
  • Das bedeutet konkret, dass man als Arbeitnehmer in jedem Fall davon profitiert, dass man häufig selbst entscheiden kann, wann man mit der Arbeit beginnt und wann man sie pausiert, bzw. beendet. Bei vielen Firmen gibt es so genannte Kernarbeitszeiten, die zu beachten sind. Das bedeutet, dass man in diesen Zeiten verfügbar ist.

Ein weiterer Vorteil, von dem Arbeitnehmer und auch die Umwelt profitieren ist der Fakt, dass in jedem Fall die Fahrt zur Arbeit entfällt. Das bedeutet, dass man zum einen eine Zeitersparnis erlangt und zum anderen eine Ersparnis an Kosten nutzen kann. Fakt ist, dass das Home Office somit mehrere Vorteile vereint.

Sollten Kinder oder Angehörige zu Hause leben, die z.B. gepflegt werden müssen, ist es möglich, dass auch dies mit der Arbeit von zu Hause vereint werden kann. Sofern der eigene Beruf also von zu Hause ausgeübt werden kann, ist es durchaus von Vorteil, wenn dies funktioniert.

Welche Nachteile sind mit dem Home Office verbunden?

Mitunter können auch Nachteile entstehen, wenn man im Home Office arbeitet. Das bedeutet konkret, dass es vielen Menschen schwerfällt, alleine und zu Hause zu arbeiten. Wer die soziale Interaktion braucht, um mit anderen Menschen arbeiten zu können, dürfte unter Umständen Probleme bekommen, im Home Office zu arbeiten.

  • Hinzu kommt, dass viele Menschen Schwierigkeiten damit haben, dass sie privates und berufliches trennen sollen. In diesem Fall ist es wichtig, sich an klare Regeln zu halten und zum Beispiel eine räumliche Distanz zwischen dem Privaten und der Arbeit aufzubauen.
  • Häufig gelangen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in die Situation, dass sie länger arbeiten, als es nötig ist, wenn sie im Home Office aktiv sind. Aus diesem Grund sollte klar darauf geachtet werden, dass man sich an die Arbeitszeiten hält.

Auch die Pausenzeiten werden im Home Office nicht jedes Mal eingehalten. Das bedeutet, dass die Mittagspause häufig nicht genutzt wird, sondern man durcharbeitet. Dies gilt es jedoch zu vermeiden, denn auch zu Hause braucht man Abstand und Ruhe. Im Idealfall geht man in der Mittagspause zum Beispiel Spazieren und genießt die Natur. Dies kann von Vorteil sein und helfen, wirklich abzuschalten und die Sonne zu genießen.

Wer von zu Hause arbeitet muss lernen, was es bedeutet, Feierabend zu haben. Das heißt, dass man in der Lage sein muss, den Computer auszuschalten und auch das Smartphone auf lautlos zu stellen. Am Abend nochmal auf die E-Mails zu schauen ist nicht wirklich zu empfehlen und sorgt definitiv nicht dafür, dass das Home Office in Österreich erfolgreich und gesund gemeistert werden kann.

Home OfficeArbeiten im Büro
VorteileFlexibles Arbeiten ist möglichKontakt zum Team oder zum Kunden
Zeitersparnis (kein Verkehr)Besser informiert sein (Flurfunk)
Kostenersparnis (kein Verkehr) Idealere Arbeitsbedingungen (z.B. Technik)
Mehr Zeit für die Familie
NachteileArbeitszeit und Freizeit können manchmal nicht getrennt werden Häufige Störung der Arbeit durch andere Personen
Kein persönlicher Kontakt zu KollegenHöherer Zeit- und Kostenaufwand (Verkehr)
  Schwierigkeiten abzuschalten und Feierabend zu machen

Datenträger und das Home Office – was darf ich mitnehmen?

Oftmals ist es notwendig, dass Datenträger, oder so genannte Geschäftsunterlagen mit in das Home Office genommen werden müssen, um sie dort auszuwerten. Dies ist nicht einfach so zulässig, sondern bedarf genauen Regelungen. Die Sicherheit der Dokumente und Datenträger muss gewährleistet sein.

Das bedeutet konkret, dass darauf geachtet werden muss, dass zum Beispiel nicht unbefugte Personen Zugang zu den Daten erlangen können. Datenträger können zu diesem Zwecke z.B. verschlüsselt werden. Eine Verschlüsselung von Datenträger ist unter Umständen auch dann sinnvoll, wenn man sie z.B. verlieren sollte.

  • Ausweise für Geschäftsunterlagen und Datenträger können durch den Arbeitgeber zur Verfügung gestellt werden
  • Auf einem Magnetstreifen können Seriennummern von z.B. Laptop oder USB Sticks hinterlegt werden
  • Schriftliche Dokumente, ausgestellt vom Vorgesetzten, können die Mitnahme von Daten und Unterlagen erlauben

Oftmals werden von Seiten des Unternehmens schriftliche Erlaubnisse ausgestellt, wenn man Datenträger oder Materialien mit nach Hause nehmen darf. Das bedeutet konkret, dass man ohne Probleme ein unterschriebenes Dokument des Arbeitgebers bekommen kann, welches einem versichert, dass man befugt ist, die Datenträger und Dokumente mitzunehmen.

Oft erhalten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in großen Unternehmen einen so genannten Datenträgerausweis. Auf diesem Ausweis wird genau definiert, welche Arten von Datenträgern mitgenommen werden dürfen.

Das bedeutet konkret, dass zum Beispiel die Mitnahme von Geschäftsunterlagen sowie als auch von Datenträgern zulässig ist. Auch Hardware darf mitunter mitgenommen werden, wenn dies auf dem Datenträger vermerkt ist.

Zu beachten ist, dass die Ausweise meist zeitlich limitiert sind und wieder erneuert, bzw. verlängert werden müssen. Somit wird dafür gesorgt, dass regelmäßig geprüft werden kann, ob die notwendigen Berechtigungen noch erforderlich sind.

Bei einigen Ausweisen für Datenträger und Geschäftsunterlagen ist sogar eine Magnetstreifen vorhanden. Dieser Streifen soll dafür sorgen, dass zum Beispiel Seriennummern von Geräten hinterlegt werden können. Wer ein Laptop mit in das Home Office nehmen möchte, kann den aktuellen Laptop mit Seriennummer auf seinem Ausweis vermerken lassen.

Datentransfer aus dem Home Office in die Firma – wie wird die Sicherheit gewährleistet?

Wer im Home Office arbeitet und Daten an die Firma transferieren muss, der sollte auch darauf achten, dass ein gewisses Maß an Sicherheit gewährleistet wird.

Ob eine Verschlüsselung für den Daten Transfer notwendig ist, oder nicht, muss durch die Firma oder durch die Abteilung definiert werden. Es kann durchaus möglich sein, dass es sinnvoll ist, die Daten zu verschlüsseln und somit dafür zu sorgen, dass Hacker und Datendiebe keine Probleme haben.

  • Dateien können lokal verschlüsselt werden und passwortgeschützt versandt werden
  • Es können verschlüsselte Datenverbindungen für den Transfer genutzt werden

Viele Firmen bieten eine digitale Verschlüsselungstechnik an. Die Dienste können für einen sicheren Transfer von Dateien verwendet werden. Oftmals wird die Datei mittels einer Software lokal auf dem Computer geschützt und kann dann in die Firma gesendet werden, wo sie mit Hilfe eines Codes entpackt wird. Ebenfalls ist es möglich, dass zum Beispiel eine verschlüsselte Verbindung genutzt werden kann, um die Daten sicher an den Arbeitsplatz zu transferieren.

Arbeitsleistung im Home Office – wie geht man während Corona damit um?

Das Thema Ergebnisse und Arbeitsleistung in Zeiten von Corona spielt für viele Menschen eine wichtige Rolle. Gerade im Home Office kann es zu unterschiedlichen Auffassungen kommen. Aus diesem Grund haben einige Arbeitgeber in Österreich, aber auch in Deutschland und in anderen Ländern Schreiben an ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verfasst.

  • Oberste Priorität hat dabei, dass die Menschen gesund bleiben und sich nicht mit Corona infizieren. Fakt ist, dass viele Unternehmen ein erhöhtes Maß an Flexibilität bieten und auch von ihren Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern fordern.
  • Die Arbeitsergebnisse sind dabei nicht so wichtig, wie es sonst der Fall gewesen ist. Das bedeutet, dass viele Firmen ihren Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern klar gesagt haben, dass es normal ist, dass z.B. wegen der Betreuung der Kinder eine weniger hohe Arbeitsleistung erwartet werden kann.

In der aktuellen Corona Situation ist es auch nicht üblich, dass erwartet wird, dass die Arbeitsleistung hoch ist. Vielmehr ist es erforderlich, dass man erwartet, dass die Arbeit grundsätzlich funktioniert und erledigt wird und dass sich möglichst wenige Menschen mit Corona infizieren.

Wie wird sich das Home Office in der Zukunft entwickeln?

In Österreich ist das Home Office im EU Durchschnitt schon recht weit verbreitet. Das bedeutet, dass deutlich mehr Menschen im Home Office arbeiten, als es in anderen Ländern in Europa der Fall ist. Das Team von Statista hat eine Home Office Europa Statistik ausgearbeitet, die zeigt, dass das Home Office in Österreich deutlich weiter verbreitet ist, als es in anderen Ländern in Europa der Fall ist.

In den Niederlanden ist der Anteil mit fast 15% noch einmal deutlich höher, als es in Österreich der Fall ist – in Deutschland ist der Anteil mit gerade einmal 5% deutlich geringer. Zum Teil dürfte dies auch an der Mentalität der Menschen liegen. In Deutschland ist es zum Beispiel üblich, dass man auf der Arbeit Präsenz zeigt. Hier gibt es viele Vorgesetzte, denen es wichtig ist, dass sie ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter regelmäßig zu Gesicht bekommen.

  • In Österreich ist für 10% der Arbeitsplätze das Home Office möglich
  • In den Niederlanden können fast 15% der Arbeitnehmerinnen/Arbeitnehmer von zu Hause arbeiten, in Deutschland lediglich 5%
  • Österreich belegt einen der Spitzenplätze was das Home Office Angebot in Europa angeht.

Häufig erscheint dies jedoch auch ein so genanntes Generationenproblem zu sein. Das bedeutet, dass viele Menschen, die gerne im Home Office arbeiten, deutlich jünger sind. Während die Generation der 30 bis 40 Jahren deutlich häufiger und gerne im Home Office arbeitet, ist dies bei der Generation der 50 bis 60 Jährigen kaum bis selten der Fall.

In den kommenden Jahrzehnten könnte es also problemlos dazu kommen, dass noch mehr Menschen im Home Office arbeiten werden, als es jetzt der Fall ist.

Die Regelungen der Betriebe sind zudem lockerer und entspannter geworden. Das bedeutet, dass viel mehr Betriebe in Zukunft im Home Office Arbeitsplätze zur Verfügung stellen werden. Österreich dürfte sich dabei deutlich schneller, bzw. besser entwickeln, als es in anderen Ländern üblich ist, die bereits jetzt in der Digitalisierung nicht zu den Vorreitern zählen.

David Reisner

David Reisner

Ich bin 1987 in Graz geboren und ebenfalls in Graz wohnhaft. Seit 2003 beschäftige ich mich mit der Gestaltung von Finanz-Informationsseiten und setze mich tagtäglich mit einem breiten Spektrum an Themen auseinander. Neben Fokus auf Finanzen interessieren mich auch Nachrichten aus den verschiedensten Bereichen wie Kryptowährungen und Aktienkurse sowie die Entwicklung der Wirtschaft in Österreich. Als Betreiber von finanzer.at liegt mein Fokus darauf, Informationen für LeserInnen aufzubereiten und mit aktuellen Vergleichen dabei zu helfen, die besten Produkte und Lösungen zu finden.