Höhe der Maklerprovision 2020 in Österreich – Kosten

Inhalt

+
-

Wer professionelle Hilfe bei der Auswahl von einem Haus oder einer Wohnung, zum Kaufen beziehungsweise Mieten in Anspruch nimmt, muss dem engagierten Makler eine Provision zahlen. Dasselbe gilt natürlich auch, wenn ein Makler engagiert wird, um einem Verkäufer oder Vermieter dabei zu helfen, den passenden Kunden für sein Angebot zu finden.

Die Gebühren für die Dienstleistungen von dem Fachmann entsprechend einem Teil des Kaufs-, Verkaufs- oder Mietwertes der jeweiligen Immobilie. Tipp: Die aktuellen Konditionen für die Maklerprovision 2020 in Österreich können Sie bequem mit dem Rechner für Maklerprovision für Mietwohnungen über die Arbeiterkammer (hier verfügbar) berechnen.

Die Kunden oder Verkäufer müssen die Provision dabei zusätzlich zu den anderen Kosten begleichen, die bei dem Immobilienkauf oder dem Mieten anfallen. Aus diesem Grund ist es sinnvoll, sich schon vorher über die möglichen Maklerprovisionen zu informieren, um die Gebühren besser einschätzen zu können.

  • Info: In letzter Zeit kam es zu Diskussionen rund um das Thema Maklerprovision 2020 in Österreich und mögliche Änderungen. Aktuell sind uns aber noch keine konkreten Änderungen zum Thema Maklerprovision 2020 in Österreich bekannt.

Wann muss die Provision für den Makler gezahlt werden?

In ganz Österreich ist es beim Engagieren von einem Makler so, dass die jeweilige Provision erst dann gezahlt werden muss, wenn ein rechtsgültiger Miet- oder Kaufvertrag abgeschlossen wurde.

Entsprechend ist es möglich, sich mehrere Häuser oder Wohnungen von dem Makler zeigen zu lassen, ohne dafür Geld zahlen zu müssen, wenn der Kunde keine richtige Immobilie für sich finden konnte.

Auch für den Verkäufer oder Mieter gilt, dass die Provision erst dann gezahlt werden musste, wenn er seine Immobilie veräußern oder vermieten konnte. Eine Ausnahme bei dieser Regel stellt der Alleinvermittlungsauftrag da, bei dem die Kunden die Maklerprovision immer zahlen müssen.

Wie hoch fallen die Kosten für den Makler in Österreich aus?

Je nachdem, was für eine Immobilie gekauft oder auch verkauft wurde, müssen die Kunden oder Verkäufer mit unterschiedlich hohen Provisionskosten rechnen. Bei dem Verkauf von einer Immobilie über 35.000 Euro, verlangt der Makler eine Provision die 4 Prozent des Verkaufswerts entspricht. Bei Immobilien von über 48.000 Euro, liegt der Anteil für den Makler nur noch bei 3 Prozent.
Bei dem Mieten von einer Immobilie wird die Provision anders berechnet. Sollte der Makler für die Vermittlung von einem Haupt- oder Untervertrag zum Mieten von Wohn- oder Geschäftsräumen engagiert worden sein, entspricht die Provision 3 Bruttomonatsmieten. Sollte hingegen ein befristeter Mietvertrag abgeschlossen werden, gilt für den Mieter:

  • Frist von weniger als 2 Jahren – 1 Bruttomonatsmiete als Provision
  • Frist zwischen 2 und 3 Jahren – 2 Bruttomonatsmieten als Provision
  • Frist von 3 Jahren – 3 Bruttomonatsmieten als Provision

Wenn der Vermieter den Makler für das Vermitteln der Mietimmobilie engagiert haben sollte, muss dieser hingegen immer 3 Bruttomonatsmieten zahlen, auch bei befristet Verträgen.

Ausnahmen und Sonderregeln bei den Maklerprovisionen

In einigen Fällen können auch niedrigere Reglungen von nur 2 oder sogar 1 Prozent bei dem Kauf einer Immobilie mit dem Makler ausgehandelt werden. Weiterhin kann es aber auch dazu kommen, dass der Makler nur die gesetzliche Provision von 3 Prozent von dem Verkäufer verlangt und dann komplett auf die Zahlung einer Provision von dem Käufer verzichtet. Letztlich ist noch zu benennen, dass die Verlängerung von einem Mietverhältnis dazu führt, dass eine Ergänzungsprovision an den Makler gezahlt werden muss. Diese entspricht meist einer Bruttomonatsmiete.

Welche Steuern fallen bei der Vermittlungsprovision an?

In Österreich ist die Vermittlungsprovision bei einer Immobilie umsatzsteuerpflichtig. Dies bedeutet, dass bei allen Vermittlungen, die Mehrwertsteuer gezahlt werden muss. Hiervon betroffen sind unter anderem:

  • Hauptverträge
  • Nebenverträge
  • Private Häuser
  • Geschäftliche Häuser
  • Die Mietung von Immobilien
  • Der Kauf von Immobilien

Die Mehrwertsteuer beträgt dabei 20 Prozent von der jeweiligen Maklerprovision. Sollte die Mehrwertsteuer bei der Auswahl von einem Makler nicht genannt werden, verschweigt der Dienstleister diese Pflichtkosten meist absichtlich, um die Kunden mit günstigen Angeboten zu locken. In diesem Fall sollte der Makler nicht engagiert werden.

Die Absicherung der Maklerprovision durch einen Vertrag

Um eine unangenehme Überraschung bei der späteren Zahlung der Maklerprovision zu vermeiden, ist es sinnvoll, wenn die Kunden die Provision und die Mehrwertsteuer in einem Vertrag festhalten. Dieser Vertrag ermöglicht es den Kunden, nicht mehr zahlen zu müssen, als vorher von dem Makler angegeben wurde, sobald ein Haupt- oder Nebenvertrag abgeschlossen wurde.

David Reisner

David Reisner

Ich bin 1987 in Graz geboren und ebenfalls in Graz wohnhaft. Seit 2003 beschäftige ich mich mit der Gestaltung von Finanz-Informationsseiten und setze mich tagtäglich mit einem breiten Spektrum an Themen auseinander. Neben Fokus auf Finanzen interessieren mich auch Nachrichten aus den verschiedensten Bereichen wie Kryptowährungen und Aktienkurse sowie die Entwicklung der Wirtschaft in Österreich. Als Betreiber von finanzer.at liegt mein Fokus darauf, Informationen für LeserInnen aufzubereiten und mit aktuellen Vergleichen dabei zu helfen, die besten Produkte und Lösungen zu finden.