Kinderbeihilfe 2020 – Anspruch, Höhe und Voraussetzungen, Indexierung, Familienbeihilfe Rechner

Inhalt

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Wer sich für eine Familie entscheidet, ist sich des finanziellen Mehraufwandes bewusst.

Mit der Einführung einer Gesetzesgrundlage für die Kinderbeihilfe unterstützt der Staat Österreich seine Familien. Jetzt zur Höhe der Familienbeihilfe 2020 in Österreich informieren. Tipps zu Anspruch, Höhe, Voraussetzungen & Neuerungen bei der Kinderbeihilfe 2020.

Ziel der Einführung dieser sozialen Leistung ist es, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu fördern. Für Familien steht die finanzielle Unterstützung an oberster Stelle. Sichert sie doch die Lebenserhaltung und trägt zur gefühlten Sicherheit bei. In diesem Ratgeber informieren wir über die Kinderbeihilfe 2016/2017. Beachten Sie hierbei auch die Änderungen durch das Kinderbetreuungsgeldkonto ab dem 1.03.2017.

Mit dem Einzug des eigenen Nachwuchses in das Leben kommen unweigerlich finanzielle Fragen und Sorgen auf. Mit dem Höhe der Kinderbeihilfe – Ratgeber Kinderbeihilfe (W-Fragen) erhalten Eltern ausführliche und wichtige Antworten.

Kinderbeihilfe Höhe 2020 in Österreich – Familienbeihilfe

Quelle: eltern-forum.at

Wer hat Anspruch auf Kinderbeihilfe?

Grundsätzlich haben die Eltern Anspruch auf Kinderbeihilfe. Bei der Berechnung des Auszahlungsbetrages bleibt das Einkommen der Eltern – anders als bei sonstigen staatlichen Leistungen – unberücksichtigt.

Allgemeine Voraussetzungen:

  • Der ständige Aufenthaltsort der Familie ist in Österreich,
  • das Kind lebt mit den Eltern in einem gemeinsamen Haushalt.
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Tipp: Kinderbeihilfe im Haushaltsbudget sinnvoll einplanen

Welcher Elternteil erhält die Kinderbeihilfe?

Anspruchsinhaber ist immer der Elternteil, der den Haushalt führt – gemeinhin wird davon ausgegangen, dass das in der Regel die Mutter ist. Die Mutter kann jedoch zugunsten des Vaters auf den Bezug der Kinderbeihilfe verzichten.

Bis zum Erreichen der Volljährigkeitsgrenze wird die Kinderbeihilfe an den anspruchsberechtigten Elternteil ausgezahlt. Seit September 2013 besteht die Möglichkeit der direkten Auszahlung an das volljährige Kind.

Ist das Kind Vollwaise oder kommen die Eltern ihrer Unterhaltsverpflichtung nicht nach, kann ausnahmsweise sogar das Kind selbst anspruchsberechtigt sein.

Bestreiten die Eltern den Löwenanteil am Unterhalt für ihre Kinder und leben diese nicht mehr im gemeinsamen Haushalt besteht weiterhin ein Anspruch auf Kinderbeihilfe. Als „Eltern“ im rechtlichen Sinne können sowohl Groß-, Stief-, Adoptiv- und Pflegeeltern gelten. Sie alle sind dem Grundsatz nach potentiell anspruchsberechtigt.

Kommt eine andere, mit dem Kind nicht verwandte Person für die Unterhaltung desselben auf und lebt das Kind nicht (mehr) bei den Eltern, kann auch diese dritte Person einen Anspruch auf Kinderbeihilfe inne haben.

Wie hoch ist der monatliche Auszahlungsbetrag?

Info: Die Kinderbeihilfe 2018 erhöht sich ab 1.1.2018 um 1,9 %.

Alle Eltern erhalten pro Kind einen Grundbetrag in Höhe von aktuell 114 € zuzüglich einem Kinderabsetzbetrag in Höhe von 58,40 €. Anspruch auf den Kinderabsetzbetrag hat jeder Steuerpflichtige oder jede Steuerpflichtige, der oder die Kinderbeihilfe bezieht.

Kinder bis zu einem Alter von 3 Jahren bekommen somit 114,- Euro, Kinder zwischen 3 und 10 Jahren erhalten in Österreich 121,90 Euro monatlich. Ab einem Alter von 10 Jahren werden 141,50 Euro ausbezahlt und über 19 jährige junge Erwachsene erhalten 165,10 Euro.

Quelle: https://www.eltern-forum.at/ratgeber-news/kinderbeihilfe-in-oesterreich/

Hinzutreten ab einer gewissen Zahl von Geschwisterkinder jeweils monatliche Beträge in Höhe von:

  • 2 Kinder 7,10 €
  • 3 Kinder 17,40 €
  • 4 Kinder 32 €
  • 5 Kinder 35,70 €
  • 6 Kinder 34,30 €
  • 7 und mehr Kinder 52 €

Einen weiteren Zuschlag in Höhe von monatlich 155, 90 € erhalten Eltern, deren Kind erheblich behindert ist.

Überschreitet das zu versteuernde Familieneinkommen einen bestimmten Betrag nicht, besteht für jedes dritte und weitere Kind ein Mehrkinderzuschlag in Höhe von 20,00 €.

Für alle Kinder im Alter zwischen 6 und 15 Jahren wird einmal jährlich im September ein Schulstartgeld in Höhe von 100,00 € ausgezahlt. Diese Auszahlung bedarf keiner gesonderten Antragstellung.

Welche Voraussetzungen müssen in Bezug auf das Kind erfüllt sein?

  • Voraussetzung: Das Kind hat das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet.
    Anspruch: Es besteht voller Anspruch auf Kinderbeihilfe.
  • Voraussetzung: Das Kind befindet sich in der Ausbildung.
    Anspruch: Es besteht bis zum vollendeten 24. Lebensjahr ein Anspruch auf Kinderbeihilfe.
  • Voraussetzung: Das Kind befindet sich seit seinem vollendeten 19. Lebensjahr in einem auf mindestens 10 Semestern ausgelegten Studium.
    Anspruch: Der Bezug von Kinderbeihilfe kann bis auf das 25. Lebensjahr ausgeweitet werden.
  • Voraussetzung: Das Kind absolviert bei einem gemeinnützigen Träger der freien Wohlfahrt mit Einsatzstelle im Inland eine Hilfstätigkeit
    Anspruch: Der Bezug von Kinderbeihilfe kann bis auf das 25. Lebensjahr ausgeweitet werden.
  • Voraussetzung : Das Kind hat das 18. Lebensjahr vollendet und sein jährliches Gesamteinkommen überschreite die Grenze von 10.000,00 € nicht.
    Anspruch: Es besteht voller Anspruch auf Kinderbeihilfe.
  • Voraussetzung: Das Kind befindet sich in einem Präsenz-, Ausbildungs- oder Zivildienst.
    Anspruch: Es besteht kein Anspruch auf Kinderbeihilfe

Wie und wo kann man Familienbeihilfe beantragen?

Der Antrag auf Familienbeihilfe ist beim örtlich zuständigen Wohnsitzfinanzamt schriftlich zu stellen. Für die Antragstellung benötigt der Sachbearbeiter folgende Unterlagen:

  • Geburtsurkunde des Kindes,
  • Meldezettel des Kindes,
  • Meldezettel der/des Antragstellerin/Antragstellers.

Eventuell werden weitere Unterlagen benötigt:

  • Berufsausbildungsvertrag, Studienerfolgs- oder Studienverzögerungsnachweis bei volljährigen Kindern,
  • Ausländische Staatsbürger müssen einen Nachweis über den rechtmäßigen Aufenthalt im Land führen,
  • Nachweise über den Ausbildungs-, Präsenz- oder Zivildienst,
  • sofern ein Doktortitel gehalten wird, ist die Promotionsurkunde vorzulegen,
  • andere Staatsbürgerschaftsnachweise, ggf. durch Vorlage des Reisepasses.

Das Wohnsitzfinanzamt gibt im Vorfeld der Antragstellung auch telefonisch Auskunft über die erforderlichen Unterlagen.

Die Vor- und Nachteile im Überblick

Vorteile:

  • Fester monatlicher Bezugsbetrag zur Sicherung des Lebensstandards.
  • Mit dem Bezug von Kinderbeihilfe steigt die Tendenz zur Teilzeitarbeit des anspruchsberechtigten Elternteils.
  • Positive Beeinflussung der Geburtenrate.
  • Mit weniger finanziellen Sorgen können sich die Eltern ganz ihrem Nachwuchs zuwenden.
  • Verbesserung der Vereinbarkeit von Beruf und Familie.

Nachteile

  • Großer Kostenfaktor für den Staat.
  • Hoher bürokratischer Aufwand.
  • Bei Erwerbstätigkeit und Studium gibt es eine Vielzahl von Ausnahmeregelungen, die nur schwer zu überblicken sind.

Was ist Kinderbetreuungsgeld?

Das Kinderbetreuungsgeld in Österreich wurde im Jahr 2000 im Rahmen vom Kinderbetreuungsgeldgesetzt (KBGG) im Nationalrat beschlossen. Das Kinderbetreuungsgeld beeinhaltet eine monatliche Zahlung in der Höhe von ca. 436 Euro. Diese Summe ist in der Höhe ca. mit dem Erziehungsgeld in Deutschland gleichzusetzen. Das Ziel dieser finanziellen Unterstützung ist es, die Betreuung für das Kind bis zum Eintritt in den Kindergarten durch ein Elternteil zu ermöglichen.

Eine Änderung gab es mit 1.Jänner 2008. Damit gab es eine Änderung und neue Varianten und Karenzmodelle in Österreich. In jedem Fall ist es wichtig, sich vorab über die Leistungen und Höhe beim Kinderbetreuungsgeld zu informieren.

Familienbeihilfe – Wann wird überwiesen?

Die Auszahlung der Familienbeihilfe/Kinderbeihilfe in Österreich erfolgt seit dem September 2014 monatlich. Zusätzlich gibt es seit dem September 2013 die Möglichkeit für Empfänger bei Volljährigkeit das Geld direkt auf das eigene Konto (des Kindes) ausbezahlt zu bekommen. Dazu ist jedoch die Zustimmung der Eltern Voraussetzung.

Kinderbeihilfe – Indexierung/Indexanpassung bei der Familienbeihilfe im Ausland ab 2019?

Die Kinderbeihilfe/Familienbeihilfe bzw. das Kindergeld in Österreich hat auch 2019 mit neuen Regelungen zu tun. Die Maßnahme der „Indexierung“ bzw. einer Anpassung der Höhe der Familienbeihilfe an die Lebenshaltungskosten im jeweiligen Land wurde bereits beschlossen. Von dieser Änderung betroffen sind zum Großteil österreichische Arbeitnehmer mit Kindern, die im Ausland leben/arbeiten oder studieren.

Indexierung der Familienbeihilfe – Geplante Änderungen

Je nach Land in dem die Kinder leben kann es zu einer Kürzung der Familienbeihilfe kommen. Die Höhe der Beihilfe soll durch eine Indexierung an das jeweilige Land angepasst werden. Die Regierung wird durch diese Änderung voraussichtlich 114 Millionen Euro im Jahr einsparen.

Ab wann ist die Indexierung gültig?

Diese Maßnahme soll bereits im Jänner 2019 relevant werden.

Wer ist betroffen? > Besonders betroffen werden von der Änderung Kinder sein, die in den Oststaaten wie zum Beispiel Ungarn oder Rumanänien leben. Aktuell hatten im Jahr 2016 132.000 im Ausland lebende Kinder Anspruch auf Kinderbeihilfe/Familienbeihilfe.

David Reisner

David Reisner

Ich bin 1987 in Graz geboren und ebenfalls in Graz wohnhaft. Seit 2003 beschäftige ich mich mit der Gestaltung von Finanz-Informationsseiten und setze mich tagtäglich mit einem breiten Spektrum an Themen auseinander. Neben Fokus auf Finanzen interessieren mich auch Nachrichten aus den verschiedensten Bereichen wie Kryptowährungen und Aktienkurse sowie die Entwicklung der Wirtschaft in Österreich. Als Betreiber von finanzer.at liegt mein Fokus darauf, Informationen für LeserInnen aufzubereiten und mit aktuellen Vergleichen dabei zu helfen, die besten Produkte und Lösungen zu finden.