Hausbau Kosten – Wie viel kostet ein Haus?

Wichtig: Förderungsantrag rechtzeitig stellen!

Inhalt

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Es gibt zahlreiche unterschiedliche Kosten und Gebühren, die bei einem Hausbau auf einen zukommen und daher bei der Hausfinanzierung beachtet werden sollten. Zu den wichtigsten Kosten gehören dabei:

  • Die Grundstückspreise
  • Die Baukosten
  • Die Notarkosten und Eintragung ins Grundbuch
  • Die Kosten der Versicherungen
  • Die Bezahlung für Architekten oder Bauingenieur

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In den nun folgenden Textabschnitten wird beschrieben für was diese benannten Gebühren anfallen und mit welchen Geldbeträgen die Bauherren rechnen müssen. Somit können sich alle Interessen ein gutes Bild darüber machen, wie teuer der Hausbau in Österreich ausfallen kann.

 

Der Kauf von einem passenden Grundstück

Wichtig bei den Grundstückspreisen zu wissen ist, dass es hier keine einheitlichen Preise pro Quadratmeter gibt. Vielmehr berechnen sich die Gebühren je nach Lage für den gewünschten Hausbau. Auf dem Land ist es als Beispiel durchaus möglich, ein Grundstück mit einem Quadratmeterpreis von unter 100 Euro erwerben zu können.

Bei einer Toplage der Häuser in einer Großstadt wie Wien beginnen die Quadratmeterpreise hingegen erst ab 500 Euro. Entsprechend der benötigten Baufläche können die Anschaffungskosten für das Grundstück durchaus hoch ausfallen.
Wer hingegen schon ein Grundstück besitzen sollte, muss unter Umständen auf Abrisskosten, Gebühren für einen Schuttcontainer oder auch auf die Preise für das Fällen von Bäumen achten, um das Grundstück bebaubar zu machen. Diese Gebühren richten sich nach Arbeitsaufwand und den Preisen der jeweils engagierten Firmen.

Die Baukosten für ein Haus

Wichtig: Kosten vorab genau kalkulieren

Bei der Errichtung von einem neuen Wohngebäude werden Richtwerte genutzt, die jeweils den Preis pro Kubikmeter an umgebauten Raum oder die Gebühren für Quadratmeter an Nutzfläche angeben.

Die Höhe von dem jeweiligen Richtwert richtet sich dabei vor allem nach der gewünschten Ausstattung von den Bauherren. Bei den Kosten für das Volumen von einem Raum können mit Preisen zwischen 250 und 400 Euro pro Kubikmeter liegen.

Bei den flächenmäßigen Richtwerten bewegen sich die Kosten hingegen wischen 1.100 Euro und 1.700 Euro pro Quadratmeter und Ausstattung. Anhand dieser Kosten und der geplanten Wohnfläche kann die Summe für die reinen Baukosten von einem Gebäude recht einfach berechnet werden. Baunebenkosten und die Gebühren für eine Außenanlage werden natürlich nicht mitgerechnet.

Die Gebühren für einen Notar und die Grundbucheintragung

Die Kosten von einem Notar und dem Grundbucheintrag werden als Baunebenkosten bezeichnet, und können vergleichsweise hoch ausfallen. Bei den Notarkosten kann im Allgemeinen davon ausgegangen werden, dass diese rund 1,5 Prozent von dem Grundstückspreis betreffen.

Bei dem Kauf von einem Baugrund im Wert von 60.000 Euro müssen entsprechend Notargebühren von 900 Euro bezahlt werden.
Bei den Gebühren für den Grundbucheintrag verhält es sich ähnlich. Die hierbei anfallenden Kosten richten sich nach dem Eintragungswert von dem Grundstück. Mitunter muss der Wert dabei vorher von einem Experten ermittelt werden. Je nach Wert des Grundstücks müssen so mit anderen Preisen gerechnet werden, hierbei gilt:

  • Grundstückswert von 20.000 Euro – 150 Euro für Grundbucheintrag
  • Grundstückswert von 50.000 Euro – 270 Euro für Grundbucheintrag
  • Grundstückswert von 80.000 Euro – 355 Euro für Grundbucheintrag

Wer diese Preise als Richtwert nimmt, kann recht einfach die Gebühren für den Notar und den Grundbucheintrag bestimmen.

Die Versicherungen bei einem Hausbau

Es ist mehr als sinnvoll eine sogenannte Rohbauversicherung abzuschließen, um Schäden am Haus bei der Bauphase abzusichern. Hinzu kommen eine Feuer-, eine Bauwesen-, eine Haftpflicht- und eine Baufertigstellungsversicherung. Weitere Versicherungen kommen dann noch hinzu, sobald das Haus bezogen wird. Die benannten Versicherungen sind zwar nicht vorgeschrieben, dafür aber durchaus zu empfehlen. Die Kosten dieser Schutzmaßnahmen richten sich dabei nach dem jeweiligen Versicherungsunternehmen. Durch einen Vergleich der ganzen Anbieter in Österreich kann durchaus einfach ein hochwertiger Anbieter mit fairen Preisen gefunden werden.

Die Architekt- oder Bauingenieurskosten

Die Arbeit von einem Architekten beginnt meist lange vor dem eigentlichen Bau von dem Haus. Dennoch sollten die Gebühren für diesen Experten zu den Baukosten hinzugerechnet werden. Dasselbe gilt für den Bauingenieur, der unter anderem dafür sorgt, dass alle nötigen Unterlagen erstellt und den Behörden vorgelegt werden.

Das Honorar für diese beiden Fachmänner richtet sich im Allgemeinen nach der Honorarleitlinie für Architekten (HOA). Wichtig hierbei zu wissen ist, dass er Architekt bei unterschiedlichen Leistungsphasen von dem Hausbau benötigt wird. Jede der 9. Phasen fügt sich zu einem Teil zu dem gesamten Honorar von dem Fachmann zusammen. Hierbei gilt:

  • 1. Grundlagenermittlung zu 3 Prozent
  • 2. Vorplanung zu 7 Prozent
  • 3. Entwurfsplanung zu 11 Prozent
  • 4. Genehmigungsplanung zu 6 Prozent
  • 5. Ausführungsplanung zu 25 Prozent
  • 6. Vorbereitung der Vergabe zu 10 Prozent
  • 7. Mitwirkung bei der Vergabe zu 4 Prozent
  • 8. Objektüberwachung zu 31 Prozent
  • 9. Objektbetreuung und Dokumentation zu 3 Prozent

Berechnet wird das Honorar dabei nach den Gesamtkosten von dem Vorhaben des Hausbaus. Bei einem Gesamtpreis von beispielhaften 286.000 Euro müssen für den Architekten rund 16.500 Euro gezahlt werden. Dies entspricht einem Prozentsatz von 5,6 Prozent der Gesamtkosten. Anschließend muss bei dem Honorar von dem Architekten noch die Mehrwertsteuer von 19 Prozent darauf gerechnet werden, sodass ein Gesamthonorar von knapp 20.000 Euro anfällt.

David Reisner

David Reisner

Ich bin 1987 in Graz geboren und ebenfalls in Graz wohnhaft. Seit 2003 beschäftige ich mich mit der Gestaltung von Finanz-Informationsseiten und setze mich tagtäglich mit einem breiten Spektrum an Themen auseinander. Neben Fokus auf Finanzen interessieren mich auch Nachrichten aus den verschiedensten Bereichen wie Kryptowährungen und Aktienkurse sowie die Entwicklung der Wirtschaft in Österreich. Als Betreiber von finanzer.at liegt mein Fokus darauf, Informationen für LeserInnen aufzubereiten und mit aktuellen Vergleichen dabei zu helfen, die besten Produkte und Lösungen zu finden.