Handytarife Vergleich 2021 in Österreich

Kaum ein anderer Markt scheint für Konsumenten so undurchsichtig, wie der Wald aus unterschiedlichen Handytarifen, in dem sich kaum die wahren Kosten erkennen lassen. Das gilt nicht mehr nachdem unser simpler Überblick genutzt wurde und die Beschreibung der wichtigsten Kriterien kann als Wegweiser durch diesen Tarife-Dschungel dienen.

Der passende Handytarif muss nämlich genau auf die individuellen Bedürfnisse abgestimmt sein, um kosteneffizient und trotzdem praktisch zu wirken. Unser Vergleich der Handytarife 2021 in Österreich ist jederzeit aktuell – Finden Sie den günstigsten Anbieter!

Handytarife in Österreich im Vergleich



Welche Unterschiede bestehen zwischen den Tarifen?

Eine ganze Reihe von Kriterien können die einzelnen Tarife und ihre Anbieter voneinander abgrenzen. Dabei haben die diversen Merkmale je nach Kunden eine unterschiedliche Gewichtung bzw. Bedeutung:

  • Grundgebühr
  • Freiminuten
  • Freie SMS
  • Datenvolumen
  • Internet Übertragungsgeschwindigkeit
  • Netzabdeckung
  • Vertragsbindung und Handy
  • Roaming Gebühren

Hinweis: Wegen all dieser Kriterien gibt es nicht DEN objektiv besten Tarif, aber durch entsprechende Analyse des Marktes lässt sich DER subjektiv beste Tarif sehr wohl finden.

Wie hoch ist die Grundgebühr?

Schon alleine an dieser Kennzahl scheiden sich die Geister und viele weitere Merkmale hängen von dieser Zahl ab. Es gibt auf der einen Seite Verträge bzw. Wertkarten ohne jegliche Grundgebühr. In diesen Paketen sind jedoch kaum Freiminuten inkludiert und die Gesprächszeit fällt oft teurer aus. Ähnliches gilt für das Internet am Handy. Auf der anderen Seite existieren auch Verträge mit sehr hoher Grundgebühr und sehr vielen kostenlosen Leistungen bis hin zu Flatrates.

Nur stellt sich hier die Frage, ob all die Freiminuten oder freien SMS tatsächlich auch genutzt werden. Im Hinblick auf den Effektivpreis schneiden Verträge mit rund 10 bis 15 € Grundgebühr am Besten ab. Handytarife ohne Grundgebühr fallen bezüglich der effektiven Kosten durch, können aber trotzdem für bestimmte Konsumenten interessant sein. Vor allem wenn das Handy sehr wenig genutzt wird, kann es sich rentieren auf Tarife ohne Grundgebühr zurück zu greifen.

Quelle & Tarifvergleich: https://www.welcher-handytarif.at

Wie viele Freiminuten sind beim jeweiligen Tarif inkludiert?

Bei Wertkarten lautet die Antwort hier meistens null. Innerhalb der eigenen Netze, also beispielsweise von A1 zu A1, kann eine unendliche Zahl von Freiminuten im Vertrag vorgesehen sein. Standard sind jedoch 1000 oder 2000 Freiminuten pro Monat. Wenn die Grundgebühr im Gegenzug sehr hoch ist und eigentlich nur hundert Minuten pro Monat genutzt werden, dann übervorteilt der Tarif den Kunden und die Kosten sind zu hoch. Mittlerweile existieren aber auch Anbieter, die nicht genutzte Minuten oder SMS für das kommende Monat gutschreiben.

Tarif-Tipp: Der neue Tarif „Spusu 5000“ bietet diese Option an und zählt auch in Sachen Effektivkosten zu den österreichischen Spitzenreitern. Es existiert keine Bindung und es ist kein Handy im Tarif inkludiert. Die Internetverbindung erfolgt über das UMTS Netz (3G) von Drei mit einer maximalen Übertragungsrate von 42 Mbit/s (technische Begrenzung für die dritte Generation des Mobile Internet). Dieses Gesamtpaket gehört unbestreitbar zu den besten Tarifen derzeit (Stand Juli 2016) in Österreich.

Wie viele freie SMS sind inkludiert?

Bei dieser Fragen gelten die gleichen Grundsätze, wie bei den Freiminuten. Nur eine Ausnahme lässt sich immer wieder erkennen. Selbst bei Wertkarten sind oft ein paar hundert kostenlose SMS inkludiert. Standardmäßig sind auch hier 1000 Stück pro Monat.

Wie viel Datenvolumen ist frei verfügbar?

Heutzutage sollte der erste Blick auf diese Kennzahl fallen. Schließlich ermöglichen moderne Smartphones das schreiben von getippten Nachrichten über Programme wie WhatsApp oder das telefonieren per Skype. Aber all dies benötigt Datenvolumen. So gesehen sind Freiminuten und Freie SMS sogar unbedeutend, wenn im Vertrag genügend freies Datenvolumen inkludiert und die Übertragungsgeschwindigkeit hoch genug ist. Derzeit sind 3 GB Standard, aber einige Verträge bieten immer noch nur 1 GB. Bei einer Überschreitung kann es sehr schnell teuer werden. Pro zusätzlichem Megabyte können bis zu 25 Cent anfallen.

Achtung: Gerade das updaten von Apps kann schnell viel Datenvolumen verschlingen.

Tarif-Tipp: Wer unlimitiertes Datenvolumen sucht, ist derzeit bei YESSS sehr gut aufgehoben. Dort gibt es unlimitiertes Volumen für nur 25,99 Euro Grundgebühr im Monat. Nur wird bei diesem Tarif die Geschwindigkeit etwas gedrosselt. Obwohl YESSS ansonsten bis zu 50 Mbit/s im LTE Netz (4G) ermöglicht, gelten bei unlimitiertem Volumen nur 10 Mbit/s.

Wie viel Übertragungsgeschwindigkeit bietet der Vertrag?

Gleich nach dem Datenvolumen achten viele Konsumenten auf diesen Wert. Gerade Menschen die viel unterwegs sind, benötigen schnelle Übertragungsraten. Zu einer Kostenfalle kann dieser Punkt aber nur werden, wenn für hohe Geschwindigkeit gezahlt wird, diese aber nie zur Anwendung kommt. In der heutigen Zeit muss an dieser Stelle zwischen der dritten Generation (3G) und der vierten Generation (4G) unterschieden werden. UMTS Netze gehören in den 3G Bereich mit maximal 42 Mbit/s. LTE Netze (4G) sind noch um einiges schneller.

Hinweis: Obwohl die vierte Generation bis zu 300 Mbit/s ermöglicht, finden sich derzeit kaum Handytarife, die diesen Maximalwert ihren Kunden einräumen. Der Konkurrenzdruck wird aber auch in dieser Hinsicht bald zuschlagen.

Welche Netzabdeckung gewährleistet der Anbieter?

Vor allem in ländlichen Gebieten stellt sich diese Frage immer sehr drängend. Wer beruflich viel auf dem Land unterwegs ist, braucht nicht nur gute Netzabdeckung zum Telefonieren, sondern ebenfalls zum Surfen bzw. zum Versenden von Daten. Die Anbieter stellen aber Informationen zur eigenen Netzabdeckung zur Verfügung, die immer eingesehen werden sollte, bevor ein Tarif ausgewählt wird.

Welche Vertragsbindung herrscht vor und gibt es dafür ein Handy?

Dieser Punkt sollte sehr gut überlegt sein. Mit den neuesten Handys werden immer wieder Kunden geködert eine lange Vertragsbindung einzugehen und mit dem wechseln zum besten Tarif sieht es dann schlecht aus. SIM Only heißt an dieser Stelle das Stichwort. Die günstigsten Tarife sind in diesem Bereich zu finden und ein gutes Smartphone gibt es auch schon für die einmalige Investition von 300 bis 800 Euro. Wer 24 Monate nur 25 Euro zu viel zahlt, könnte sich nur dafür jetzt das neueste iPhone leisten.

Tarif-Tipp: Mit 1000 Freiminuten, 1000 freien SMS und 4 GB Datenvolumen besticht der „Tele.Ring Tarif M SIM“. Für günstige, monatliche 12,50 Euro Grundgebühr lässt sich dieser Handytarif preislich attraktiv sehen.

Welche Roaminggebühren sind im Ausland zu zahlen?

Nach all den diversen Unterschieden folgt zum Abschluss eine gute Nachricht. Innerhalb der EU sind die Roaminggebühren einheitlich geregelt und folglich müssen sich alle Tarife an gewisse Obergrenzen halten. Außerhalb der EU kann es jedoch Abweichungen geben, die beachtet werden sollten, wenn viele Reisen in Drittländer unternommen werden. Hier gilt nicht der Schutz der europäischen Richtlinien für die Verbraucher.

Tipp: Für den jährlichen Urlaub reicht ein Wertkartenhandy um die Kosten im Auge zu behalten!

David Reisner

David Reisner

Ich bin 1987 in Graz geboren und ebenfalls in Graz wohnhaft. Seit 2003 beschäftige ich mich mit der Gestaltung von Finanz-Informationsseiten und setze mich tagtäglich mit einem breiten Spektrum an Themen auseinander. Neben Fokus auf Finanzen interessieren mich auch Nachrichten aus den verschiedensten Bereichen wie Kryptowährungen und Aktienkurse sowie die Entwicklung der Wirtschaft in Österreich. Als Betreiber von finanzer.at liegt mein Fokus darauf, Informationen für LeserInnen aufzubereiten und mit aktuellen Vergleichen dabei zu helfen, die besten Produkte und Lösungen zu finden.