Gewinnfreibetrag 2021 – Freibetrag für investierte Gewinne

In Österreich spielt der Gewinnfreibetrag 2016 eine wichtige Rolle bei allen Menschen, die selbstständig arbeiten und sich Gedanken über die Steuern und die Steuerentlastung machen. Fakt ist, dass der Grundfreibetrag aktuell bis 30.000 Euro liegen darf. Wenn ein Unternehmer einen Gewinn (Einnahmen – Ausgaben = Gewinn) erzielt, ist es möglich, dass ohne weitere Voraussetzungen 13% dieser Summe steuerlich geltend gemacht werden darf.

UPDATE: Ab 2021 soll die Grenze bei GWGs sogar auf 1.000 € angehoben werden. Die unechte Befreiung von der Umsatzsteuer in Form der sogenannten Kleinunternehmerbefreiung soll von derzeit 30.000 € (Nettoumsatzgrenze) auf den unionsrechtlichen Höchstbetrag von 35.000 €angehoben werden.

Sofern der Gewinn 30.000 Euro beträgt, ist es möglich, dass 3.900 Euro (= exakt 13%) des Gewinns steuerlich geltend gemacht werden darf. Wenn der Gewinn im Jahr 2016 bei lediglich 20.000 Euro lag, ist es möglich, dass steuerlich 2.600 Euro geltend gemacht werden dürfen.

Tipp: Nutzen Sie den Gewinnfreibetrag 2018/2019 rechtzeitig zum Steuer sparen!

Mit welchen Fonds den Gewinnfreibetrag 2021 nutzen?

Im aktuellen Ratgeber von Trend.at gibt es einen Überblick bei welchen Fonds es am sinnvollsten ist zu investieren, um den Gewinnfreibetrag zu nutzen. Der Artikel ist auf https://www.trend.at/geld/gewinnfreibetrag-mit-fonds-sie-ihre-steuer-8562940 abrufbar. Durch den Kauf von geeigneten Fonds können Sie neben einer Teilnahme an Wertsteigerungen ihres Investments auch Steuern sparen.

 

Änderungen beim Gewinnfreibetrag 2017

Für Selbständige gibt es mit 2017 eine erfreuliche Änderung bei der Investition des Gewinnfreibetrages. Ab 2017 darf auch wieder in sonstige Wertpapiere gemäss § 14 Abs. 7 Z 4 EStG investiert werden. Diese Änderung wurde vom Finanzministerium bereits bestätigt. Dies betrifft nun bestimmte Anleihen, die Investition in ausgewähtle Investmentfonds und Garantiezertifikate. Wen Sie den Freibetrag nützen wollen sollten Sie vor einer Investion Kontakt mit ihrem Steuerberater und evtl Bankbetreuer/Vermögensberatung aufnehmen.

Was passiert, wenn der Gewinn über 30.000 Euro im Jahr 2021 liegt?

Sollte der Gewinn über 30.000 Euro liegen ist es möglich, dass zusätzlich ein investitionsbedingter Freibetrag geltend gemacht werden darf.

Hier sind ebenfalls 13 Prozent des Gewinns absetzbar, wobei es sich um wirkliche Investitionen handeln muss, die auch nachgewiesen werden müssen und zwar um die Summe, die abgesetzt werden soll.

Wie ist der Gewinnfreibetrag zu verstehen? – Rechenbeispiele und Erklärungen

Wer in Österreich selbstständig arbeitet kann jedes Jahr seinen Betriebsgewinn berechnen.

Dazu ist es erforderlich, dass alle Einnahmen, bzw. alle Umsätze addiert werden. Von dieser Summe werden dann die Betriebsausgaben abgezogen. Das Ergebnis dieser simplen Rechnung ist der Gewinn, der dem Unternehmen bleibt, bzw. welcher dann versteuert werden muss.

Wie berechne ich als Unternehmer meinen Betriebsgewinn?

Der Gewinn, oder aber auch Betriebsgewinn wird von einem Unternehmer mit der folgenden Rechnung vollzogen:
Einnahme – Ausgaben = Gewinn

Anzumerken ist, dass diese Rechnung einmal im Jahr für die Steuererklärung gemacht werden muss, so dass genau fest steht, wie hoch der Gewinn für ein Geschäftsjahr gewesen ist.

  • Szenario a: Sollte der Gewinn bei bis 30.000 Euro liegen, können pauschal 13% als Ausgaben abgezogen werden. Wer z.B. 28.000 Euro Einnahmen, kann pauschal 13% davon abziehen und kommt auf eine Summe von 3.640 Euro. Es bleibt eine Summe von 24.360 Euro, welche dann versteuert werden muss.
  • Szenario b: Wenn das Unternehmen einen Gewinn von über 30.000 Euro erzielt hat, gestaltet es sich anders. Sollte der Gewinn bei 38.000 Euro liegen und es wurden keine Ausgaben gemacht, darf eine Summe in Höhe von 3.900 Euro (13% von 30.000 Euro) steuerlich geltend gemacht werden. 38.000 Euro – 3.900 Euro ergeben 34.100 Euro, welche letztendlich versteuert werden müssen.
  • Szenario c: Sollte der Gewinn bei 38.000 Euro liegen ist es möglich, dass maximal 4.940 Euro abgesetzt werde können. Anzumerken ist dabei, dass 3.900 Euro ohne Nachweis abgesetzt werden können. Für die darüber hinaus abzusetzenden 1.040 Euro ist es erforderlich, dass entsprechende Investitionen getätigt wurden und diese auch nachgewiesen werden.
  • Szenario d: Wenn der Gewinn bei 38.000 Euro liegt können maximal 4.940 Euro abgesetzt werden. Es ist möglich, dass 3.900 Euro ohne Nachweis abgesetzt werden können (siehe Szenario c). Sollten über die weiteren möglichen 1.040 Euro nicht als Investition vorliegen, sondern z.B. nur 500 Euro nachgewiesen werden, können insgesamt auch nur 3.900 + 500 Euro insgesamt steuerlich geltend gemacht werden.

Grundsätzlich sind die Erklärungen mit dem Gewinnfreibetrag 2016 für Selbstständige leicht zu verstehen. Es ist bis 30.000 Euro möglich, dass ohne Probleme 13% steuerlich geltend gemacht werden können. Wer mehr eingenommen hat und etwas steuerlich geltend machen möchte, muss darüber hinaus entsprechende Nachweise erbringen.

Alle Informationen können zusätzlich im Internet auf der Seite der Arbeiterkammer https://www.arbeiterkammer.at/beratung/steuerundeinkommen/freiedienstnehmerinnen/steuerrecht/Gewinnfreibetrag.html nachgelesen werden. Hier werden auch die Beispiele noch einmal erläutert und angeboten.

Was passiert, wenn ich deutlich höhere Gewinne erziele?

Wer in Österreich Selbstständig ist und einen Gewinn von bis zu 175.000 Euro im Jahr erzielt, kann ohne Probleme 13% vom Gewinn abziehen, wenn er die entsprechenden Nachweise hat. Es ist also möglich, dass bei einem Gewinn in Höhe von 175.000 Euro exakt eine Summe von 22.750 Euro abgezogen werden kann.

Sollte der Gewinn die Grenz von 175.000 Euro übersteigen ist es möglich, dass prozentual weniger abgesetzt werden kann. Für die Summe, die über 175.000 Euro als Gewinn verbucht werden ist es möglich, dass 7% steuerlich geltend gemacht werden können. Sollte der Gewinn also z.B. bei 200.000 Euro liegen, kann auf den Betrag von 175.000 bis 200.000 Euro, also exakt 25.000 Euro lediglich 7% steuerlich mit den entsprechenden Nachweisen geltend gemacht werden. Dies wäre eine Summe von exakt 1.750 Euro.

Wenn der Gewinn bei z.B. 500.000 Euro liegt, können in dieser Region gerade einmal 4% steuerlich geltend gemacht werden. Grundsätzlich können bis Gewinne von 175.000 Euro 13% steuerlich geltend gemacht werden und auf die nächsten 175.000 Euro an Gewinn exakt 7%. Auf die darauf folgenden 230.000 Euro Gewinn sind insgesamt 4,5% steuerlich möglich. Sollte der Gewinn bei über 580.000 Euro liegen, so gibt es für die darüber befindlichen Summen keine Möglichkeit mehr, entsprechende Gewinnfreibeträge zu nutzen.

Alle Informationen und Erklärungen rund um den Steuerfreibetrag 2016 in Österreich lassen sich problemlos im Internet recherchieren und sind auch auf den offiziellen Webseiten der Ämter ohne Probleme nachlesbar: https://www.bmf.gv.at/steuern/selbststaendige-unternehmer/betriebsausgaben/ba-gewinnfreibetrag.html

Natürlich gibt es auch Güter wie z.B. Segelyachten und Oldtimer, die pauschal nicht von der Steuer abgesetzt werden können. Es lohnt sich daher, in jedem Fall über das Netz vorher zu recherchieren, oder aber auch den eigenen Steuerberater zu fragen, welche Güter in Österreich von Selbstständigen steuerlich geltend gemacht werden können.

Es ist anzumerken, dass Selbstständige und Unternehmer natürlich auch bei ihrem Finanzberater jede Menge an Informationen rund um das Thema Steuern und Gewinnfreibetrag erhalten können. Das Steuerrecht in Österreich ist für Unternehmer recht attraktiv gehalten und sehr leicht zu verstehen. Die entsprechenden Formulare für die Steuererklärung finden sich inzwischen alle online im Internet wieder und können ohne Probleme binnen weniger Minuten ausgedruckt und ausgefüllt werden. Was die elektronische Steuererklärung angeht ist Österreich mehr als gut aufgestellt und bietet seine Bürgerinnen und Bürgern eine mehr als gute IT Struktur an.

Welche Tipps gibt es, um am Ende des Jahres keine Probleme mit dem Gewinnfreibetrag zu haben?

Es ist zu empfehlen, dass bestenfalls das gesamte Jahr über Quittungen und Nachweise über Ausgaben gesammelt werden. Dazu richten sich viele Unternehmer einen eigenen Ordner ein, in welchem dann die entsprechenden Papiere und Rechnungen abgeheftet werden können, bis sie dann für die Steuererklärung gebraucht werden. Grundsätzlich reicht es auch aus, wenn eine Kiste angelegt wird und hier das gesamte Jahr über die Quittungen und Belege für Ausgaben gesammelt werden. Im Anschluss sollte es bei einem kleineren Betrieb nur ein paar Stunden dauern, bis alles geordnet ist und genutzt werden kann, um damit die entsprechende Steuererklärung zu schreiben und beim Finanzamt in Österreich abzugeben.

David Reisner

David Reisner

Ich bin 1987 in Graz geboren und ebenfalls in Graz wohnhaft. Seit 2003 beschäftige ich mich mit der Gestaltung von Finanz-Informationsseiten und setze mich tagtäglich mit einem breiten Spektrum an Themen auseinander. Neben Fokus auf Finanzen interessieren mich auch Nachrichten aus den verschiedensten Bereichen wie Kryptowährungen und Aktienkurse sowie die Entwicklung der Wirtschaft in Österreich. Als Betreiber von finanzer.at liegt mein Fokus darauf, Informationen für LeserInnen aufzubereiten und mit aktuellen Vergleichen dabei zu helfen, die besten Produkte und Lösungen zu finden.