Führerscheinbehörden in Österreich

Tipp: Behördenwege direkt erledigen & Führerschein erhalten

Inhalt

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Wenn man in Österreich einen Führerschein beantragen oder umschreiben möchte, muss man einige Sachen beachten. Für die meisten Fahranfänger schein es auf den ersten Blick ein wenig kompliziert, aber wenn man alle Voraussetzungen erfüllt hat und alle Dokumente zusammen hat, ist der Weg einfach.

In Österreich werden alle EU-Führerscheine anerkannt, das heißt diese müssen nicht umgeschrieben werden. Wird eine Umstellung beantragt, dann wird diese auch genehmigt, aber meist ist es nicht notwendig. In Österreich gibt es sogenannte Lenkberechtigungen.

Sie suchen eine Führerscheinbehörde in Österreich in ihrer Nähe? Auf help.gv.at gibt es die Liste sortiert nach Bundesländern mit den jeweiligen Behörden.

Das heißt, wer in Besitz eines österreichischen Führerscheins ist, hat auch gleichzeitig eine Lenkberechtigung für die jeweilige Führerscheinklasse. Unterschiede gibt es bei der Lenkberechtigung für die Klassen C oder D. Das heißt, wenn diese Lenkberechtigungen in einem anderen EWR-Staat erteilt wurden, sind diese in Österreich höchstens 5 Jahre gültig, wenn sie nicht umgeschrieben wurden. Die Umschreibung kann aber nur erfolgen, wenn der Wohnsitz nach Österreich geändert wurde.

Tipp: Behördenwege direkt erledigen & Führerschein erhalten
Tipp: Behördenwege direkt erledigen & Führerschein erhalten

Ist jemand nicht in Besitz eines EU- bzw. EWR Führerscheins, der seinen aktuellen Wohnsitz nach Österreich verlegt, so muss der Führerschein innerhalb einer bestimmten Frist umgeschrieben werden. Diese ausländische Lenkbescheinigung muss innerhalb von 6 Monaten in die österreichische Lenkbescheinigung umgeschrieben werden.

Im Gegensatz zu anderen Staaten der EU muss in Österreich bei der Umschreibung eine neue praktische Fahrprüfung absolviert werden. Dafür muss auch die Vorrausetzung gegeben sein, dass der Antragsteller ein geeignetes Fahrzeug für die Prüfung zu Verfügung stellen muss. Ist der Antragsteller aus Serbien, dann muss immer eine praktische Fahrprüfung absolviert werden.

Für ausländische Führerscheine folgender Länder bedarf es keine praktische Fahrprüfung:
– Für alle Klassen aus Andorra, Japan, Jersey, Schweiz, Guernsey, Insel Man, Monaco und San Marino;
– Für die Klassen B aus Australien, Bosnien-Herzegowina, Honkong, Israel, Kanada, Mazedonien, Südafrika, Südkorea, USA, Vereinigte Arabische Emirate.

Natürlich gilt auch für Österreicher, die im Ausland den Führerschein erworben haben, die Pflicht, den Führerschein umschreiben zu lassen und gegebenenfalls nochmals eine praktische Fahrprüfung absolvieren zu müssen. Zu beachten ist dabei auch, dass die Österreicher mindestens 6 Monate im Ausland gelebt haben müssen, um diesen Führerschein anerkennen und umschreiben lassen zu können. Eine wichtige Vorrausetzung für das Umschreiben ist auch die Vollendung des 18. Lebensjahres. Die zuständigen Führerscheinbehörden findet man in Wien und Linz oder in den örtlich ansässigen Verkehrsämtern.

Wie sieht der Ablauf der Verfahren im Einzelnen aus?

Um den Führerschein dementsprechend umschreiben zu lassen, muss bei der zuständigen Führerscheinbehörde einen schriftlichen auf Austausch des ausländischen Führerscheins stellen. Alle erforderlichen Formularen und Unterlagen kann man sich im Netz herunterladen oder sich beim zuständigen Verkehrsamt abholen.

Um den bisherigen ausländischen Führerschein umschreiben zu lassen, hat man verschiedene Möglichkeiten:
1. Der ausländische Führerschein wird abgegeben;
2. Der alte Führerschein wird behalten.

Das heißt, wenn der alte Führerschein bei der Beantragung bei der Führerscheinbehörde abgegeben wird, erhält man direkt einen neuen vorläufigen Führerschein. Der neue Führerschein wird dann gegen eine Gebühr per Post zugestellt. Die Gebühr richtet sich je nach Aufwand und Stadt. Nach Bezahlung der zu entrichtenden Gebühr wird der neue Führerschein binnen zehn Tagen an den Führerscheininhaber verschickt.

Behält der Antragsteller den alten Führerschein, wird der neue gegen Gebühr ausgestellt und der Antragsteller kann den neuen Führerschein innerhalb von 5 bis 10 Tagen gegen Bezahlung der Gebühr abholen. Bei Abholung des neuen Führerscheins muss der alte Führerschein bei der Behörde abgegeben werden.
Um das Verfahren allerding zu beschleunigen, gibt es auch die Möglichkeit der Expressherstellung. Das heißt, der Antragsteller muss einen Mehrkostenaufwand von ca. 17,88 Euro zahlen und bekommt dann seinen Führerschein innerhalb von 2 Tagen.

Natürlich beziehen sich diese genannten Fristen lediglich auf die Führerscheinerstellung und deren Zustellung. Wie lange das Verfahren des Umschreibens an sich dauert, kann nicht genau abgeschätzt werden, denn das liegt am Einzelfall. Einige Umschreibeverfahren können durch kriminaltechnische oder polizeiliche Untersuchen verzögert werden. Am besten ist immer, wenn man sich direkt bei der Führerscheinbehörde informiert und direkt nachfragt.

Wissenswert ist auch, dass der vorläufige Führerschein nur begrenzt gültig ist und auch bestimmte Beschränkungen und Auflagen beinhaltet, das heißt:
– der Führerschein ist maximal 4 Wochen gültig ab Ausstellungsdatum;
– diese Frist kann nicht verlängert werden;
– der Führerschein ist nur in Verbindung mit dem gültigen Lichtbildausweis gültig und
– der Führerschein ist lediglich in Österreich gültig.
Bekommt der Antragsteller dann seinen neuen österreichischen Führerschein ausgehändigt, muss der vorläufige Führerschein bei der Führerscheinbehörde abgegeben werden.

Welche Unterlagen sind für den Antrag des österreichischen Führerscheins wichtig?

Alle Führerscheinbehörden in Österreich verlangen bei der Beantragung eines neuen Führerscheins immer Originaldokumente und eine Kopie der Dokumente. Diese Papiere werden verglichen und die Kopie der Dokumente ist für den Verbleib in der Behörde bestimmt. Wichtige Dokumente, die bei der Beantragung des österreichischen Führerscheins grundsätzlich vorzulegen sind, sind:
– Reisepass oder Personalausweis;
– Bisheriger ausländischer Führerschein;
– Foto (35 mm x 45 mm), worauf der Besitzer eindeutig zu erkennen ist;
– Auszug der Führerscheinkartei des Ausstellungslandes mit Übersetzung und
– Meldebestätigung, dass der Antragsteller in Österreich lebt.

Die Kosten für den Austausch des Führerscheins belaufen sich bei 60,50 Euro. Kosten die bei einer eventuellen praktischen Fahrprüfung anfallen, sind in dieser Gebühr nicht enthalten, sondern müssen gesondert bei der Prüfung entrichtet werden.

David Reisner

David Reisner

Ich bin 1987 in Graz geboren und ebenfalls in Graz wohnhaft. Seit 2003 beschäftige ich mich mit der Gestaltung von Finanz-Informationsseiten und setze mich tagtäglich mit einem breiten Spektrum an Themen auseinander. Neben Fokus auf Finanzen interessieren mich auch Nachrichten aus den verschiedensten Bereichen wie Kryptowährungen und Aktienkurse sowie die Entwicklung der Wirtschaft in Österreich. Als Betreiber von finanzer.at liegt mein Fokus darauf, Informationen für LeserInnen aufzubereiten und mit aktuellen Vergleichen dabei zu helfen, die besten Produkte und Lösungen zu finden.