Fonds ohne Ausgabeaufschlag kaufen – Fondsarten, Rendite, Steuern

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Inhalt

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Ratgeber Fonds ohne Ausgabeaufschlag – was bedeutet das?

Investments an der Börse zählen 2020 womöglich zu den Anlagemöglichkeiten, die als besonders volatil wahrgenommen werden können. Das bedeutet konkret, dass an der Börse derzeit viele Bewegungen vorhanden sind.

Während man bei einem Investment in Einzelaktien vollkommen auf einen Titel fixiert ist und von den konkreten Entwicklungen des Unternehmens abhängig ist, kann dies bei einem Fonds anders sein.

  • Wer in einen Aktienfonds investiert, investiert sein Geld nicht in eine einzelne Aktie einer Firma. Das bedeutet konkret, dass ein Fonds oftmals in mehrere Firmen und Titel investiert und somit eine gewisse Streuung anbietet.
  • Der Fonds bietet somit unter Umständen mehr Sicherheit und auch mehr Diversifikation, als wenn man sich mit einem Investment in einzelne Aktien befasst. Grundsätzlich haben sich in den vergangenen Jahren viele Trader dazu entschieden, nicht nur in einzelne Aktientitel zu investieren, sondern auch in Fonds zu investieren.

Welche Arten von Fonds werden an der Börse gehandelt?

Grundsätzlich muss erwähnt werden, dass das Angebot an Fonds mehr als umfangreich ist. Das bedeutet, dass es tausende verschiedener Fonds gibt. Diese werden grundsätzlich in aktive und passive Fonds differenziert.

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Fonds mit Fonssparen oder Einmalkauf – Langfristiges Investment kann sinnvoll sein – Stockfoto-ID: 314442817
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Das bedeutet konkret, dass es Fonds gibt, bei denen das Geld aktiv durch einen Fondsmanager verwaltet wird und Fonds, bei denen kein Fondsmanager aktiv ist. Sollte ein Fondsmanager aktiv den Fonds verwalten und z.B. die Titel analysieren, hinzufügen oder entfernen, werden meist minimale Gebühren für die Fondsverwaltung durch den Broker fällig.

Ebenfalls gibt es Fonds, bei denen Gewinne ausgeschüttet werden und welche, bei denen die Gewinne thesauriert werden, also im Fonds bleiben, wodurch der Wert der Anteile deutlich steigen kann.

  • Aktive und passive Aktienfonds
  • Ausschüttende und thesaurierende Fonds
  • Fonds mit und ohne Ausgabeaufschlag

Wer sich für ein Investment in Fonds interessiert, kann problemlos in verschiedene Fonds investieren – zum Beispiel in Fonds, die den gesamten Markt abdecken, oder aber auch spezielle Branchen. So gibt es Fonds, die zum Bespiel eine Spezialisierung auf die Energiebranche bieten. Andere Fonds haben den Schwerpunkt Arzneimittel, Pharma und Medizintechnik oder sie bilden einen kompletten Index ab.

  • Wer in Fonds investiert, muss in der Regel einen so genannten Ausgabeaufschlag bezahlen. Es gibt jedoch auch Ausnahmen, bei denen kein Ausgabeaufschlag bezahlt werden muss.
  • Die AAV Fondsvermittlung, die bereits seit 1988 existiert hat sich darauf spezialisiert, Fonds zu vermitteln, die keinen Ausgabeaufschlag verlangen. Das bedeutet, dass man hier zu besonders günstigen Konditionen in Fonds investieren kann.

Die Auswahl an Fonds ohne Ausgabeaufschlag ist bei der AAV Fondsvermittlung recht umfangreich. Das bedeutet konkret, dass zum Beispiel offene Investmentfonds, aber auch Riester-Fonds sowie Rürup Fonds angeboten werden.

Bei den Fonds kann man mit 100% Rabatt auf den Ausgabeaufschlag sowie 100% Rabatt auf die Depotgebühren rechnen. Da es sich um einen Direktrabatt handelt, ist dieser zu 100% steuerfrei. Beim Fondskauf ist kein Spread vorhanden, was aus Sicht der Käufer ebenfalls positiv zu bewerten ist.

Wie kann ich Fonds kaufen?

Wer Anteile an Fonds kaufen möchte, kann diese entweder über einen so genannten Einmalkauf erwerben, oder aber auch regelmäßig durch kleinere Käufe realisieren. Das bedeutet konkret, dass man als Kunde die Chance hat, die Anteile an den Fonds in monatlichen Käufen zu erwerben.

  • Über einen so genannten Sparplan kann man jeden Monat eine gewisse Summe in Fonds investieren.
  • Die meisten Broker bieten an, dass man bereits ab einer Summe in Höhe von 20 oder 25 Euro jeden Monat in Fonds investieren kann. Somit ist es möglich, dass man mit dieser Summe jeden Monat einen Anteil am Fonds erwerben kann und langfristig eine finanzielle Vorsorge durch dieses Vorgehen aufbauen kann.

Fakt ist, dass die Höhe der Summe, die jeden Monat in den Kauf von Fonds investiert werden kann, individuell festgelegt werden darf. Das bedeutet, dass man in der Regel nur eine gewisse Summe jeden Monat als Mindestsumme nutzen muss. Nach oben gibt es meist kaum eine Grenze, so dass man auch mehrere hundert Euro für den Kauf von Fonds nutzen kann.

Über einen Zeitraum von mehreren Jahren hat man die Chance über diese Art von Investment in jedem Fall einen gewissen Anteil an Fonds zu erwerben. Es besteht auch die Chance, dass man Anteile von verschiedenen Fonds gleichzeitig erwirbt und somit auch im Sektor der Fonds eine gewisse Diversifikation erlebt.

Warum sind Fonds gerade als Sparmaßnahme mit Vorsorgeeffekt sehr beliebt?

Ein großer Vorteil an Fonds besteht darin, dass sie als sehr stabil und ausgeglichen gelten. Das bedeutet konkret, dass die Fonds ohne Probleme auch stabil bleiben, wenn sich einzelne Unternehmen negativ entwickeln.

Sollte jedoch die gesamte Wirtschaft sich negativ entwickeln, kann dies auch negative Folgen für den Fonds haben. Generell steht man mit einem Fonds Investment jedoch deutlich breite aufgestellt dar, als wenn man sich dazu entscheidet, in einzelne Aktientitel zu investieren.

Börsen News & Quellen

Welches Risiko besteht bei einem Investment in Fonds?

Das Risiko bei einem Fonds ist meist vergleichbar mit dem allgemeinen Marktrisiko. Das bedeutet konkret, dass wenn man sich für einen Fonds auf den DAX oder auf den ATX entscheidet, dieser sich meist so entwickelt, wie es auch beim Markt der Fall ist.

Sollte sich beispielsweise der gesamte Markt negativ entwickeln, ist es sehr wahrscheinlich, dass sich auch der Fonds negativ entwickelt. Mitunter können im Crash Fall ohne Probleme negative Entwicklungen von 20 bis 50% erfolgen, sofern der komplette Markt sich in einer negativen Bewegung befindet.

  • Risiko der Streuung und Diversifikation
  • Risiko der Fähigkeit des Fondsmanagers
  • Risiko der Währungen in welcher investiert wird

Sollten jedoch z.B. im DAX 30 Unternehmen gelistet sein und sich nur 2 von diesen 20 Unternehmen negativ entwickeln und der Markt generell eine positive Entwicklung annehmen, so wird sich der Fonds ebenfalls positiv entwickeln. Einzelentwicklungen spielen hier deutlich weniger eine Rolle, als es bei großen Entwicklungen der Fall ist.

Anders sieht es aus, wenn man sich für einen Fonds entscheidet, sich für eine bestimmte Branche entscheidet. Wer zum Beispiel in einen Fonds mit Energie und Öl-Werten investiert dürfte bei einer allgemeinen Ölpreis Krise schnell Probleme mit dem Fonds bekommen.

  • Das bedeutet, dass man bei niedrigen Ölpreisen damit rechnen sollte, dass auch der Wert des Fonds deutlich niedriger sein sollte, als es regulär der Fall ist.
  • Wenn jedoch ein einzelner Ölkonzern massiv an Wert verliert dürfte dies keine große Auswirkung auf den Fonds haben, da die anderen Titel im Fonds meist wie eine Stütze wirken und dazu beitragen, dass der Fonds ohne Probleme weiter funktioniert.

Bei internationalen Fonds kann es passieren, dass ein gewisses Währungsrisiko besteht. Wer zum Beispiel in einen Fonds in der Währung US-Dollar investiert wird feststellen, dass es hier zu starken Schwankungen des Wertes kommen kann.

Dies gilt natürlich nicht nur für einen Fonds in US-Dollar, sondern auch für einen Fonds in der Währung russische Rubel. Einzelne Fonds haben zum Beispiel den russischen Markt im Visier. Sofern der Rubel deutlich an Wert verliert kann dies schnell dazu führen, dass auch die Fonds stark an Wert verlieren, weil ein gewisses Währungsrisiko vorhanden ist.

Welche Alternativen kann ich zu einem Investment in Fonds wählen?

Wer nicht nur in Fonds investieren möchte, kann auch in Einzeltitel sowie in ETFs investieren. Bei so genannten Einzeltiteln kauft man direkt die Aktie eines Unternehmens. Das bedeutet, dass man das volle Risiko trägt, wenn sich das Unternehmen negativ entwickelt. Sollte es zu einer positiven Entwicklung kommen, kann man aber auch besonders intensiv davon profitieren.

  • Direkte Investments in Aktien und Unternehmen
  • Investments in Rohstoffe via ETF
  • Klassische Geldanlagen wie z.B. Tagesgeldkonto und Festgeldkonto

Interessant sind auch Investments in so genannte ETFs. Dabei handelt es sich um Produkte, die z.B. Rohstoffe abbilden. Wer in Öl oder Gold investieren möchte, muss dieses nicht direkt physisch erwerben, sondern kann einen ETF auf Öl oder Gold nutzen, um sein Geld anzulegen.

Sollte der Preis für Öl oder Gold steigen hat dies einen direkten Einfluss auf die Entwicklung des Preises des ETFs. Ebenso gibt es eine direkte Partizipation, wenn der Preis fällt und man davon ausgehen kann, dass der Ölpreis oder der Goldpreis sich einem Tiefpunkt nähert.

Klassische Geldanlagen wie Tagesgeldkonten oder Festgeldkonten zählen zu den Produkten, die besonders interessant sind und die in jedem Fall ein hohes Maß an Sicherheit bieten. Das bedeutet konkret, dass viele Investoren nicht nur in riskante Anlagen wie Aktien oder ETFs investieren, sondern auch dazu übergehen, in klassische Investitionsmöglichkeiten mit Sicherheit zu investieren.

  • Tagesgeldkonten bieten eine gesetzliche Einlagensicherung
  • Der Risikomix (Aktien, Fonds, ETF, Tagesgeld) muss persönlich gefunden werden

Tagesgeldkonten bieten zwar derzeit nur eine vergleichsweise geringe Rendite, haben aber in jedem Fall die Chance durch eine gesetzliche Einlagensicherung zu profitieren. Somit ist es möglich, dass man viel Geld relativ risikoarm anlegen kann.

Der Mix zwischen risikoreichen und risikoarmen Geldanlagen muss von jedem Investor selbst definiert werden. Es ist möglich, dass zum Beispiel 10 bis 20% des Kapitals in Aktien und Fonds investiert werden und ein großer Teil in sicheren Anlagen wie Tagesgeldkonten angelegt wird.

Wie muss ich Renditen und Gewinne aus Aktien und Fonds versteuern?

Grundsätzlich ist es notwendig, dass Gewinne und Renditen aus Aktien und Fonds versteuert werden. Natürlich kann auch der jährliche Freistellungsauftrag, der in Deutschland über 801 Euro zur Verfügung steht, auf die Gewinne und Renditen angewandt werden. Das bedeutet, dass darüber automatisch die Gelder versteuert werden. Dies gilt auch für Gewinnausschüttungen z.B. in Form von Dividenden.

David Reisner

David Reisner

Ich bin 1987 in Graz geboren und ebenfalls in Graz wohnhaft. Seit 2003 beschäftige ich mich mit der Gestaltung von Finanz-Informationsseiten und setze mich tagtäglich mit einem breiten Spektrum an Themen auseinander. Neben Fokus auf Finanzen interessieren mich auch Nachrichten aus den verschiedensten Bereichen wie Kryptowährungen und Aktienkurse sowie die Entwicklung der Wirtschaft in Österreich. Als Betreiber von finanzer.at liegt mein Fokus darauf, Informationen für LeserInnen aufzubereiten und mit aktuellen Vergleichen dabei zu helfen, die besten Produkte und Lösungen zu finden.