DAX Prognose 2020 – Aktie Kaufempfehlung & Aktienideen in Zeiten von Coronavirus

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Ratgeber DAX Prognose 2020 und Aktienideen in Zeiten von Corona

Der Corona Virus ist allgegenwärtig. Zahlreiche Anleger sind verunsichert und die Kurse in DAX, ATX sowie der Dow Jones haben kräftig an Wert verloren. Wie es 2020 weitergeht und welche Auswirkungen die Corona Krise noch auf die Wirtschaft haben wird, bleibt abzuwarten. Fakt ist, dass der Virus derzeit dafür sorgt, dass die Kurse an den Börsen deutlich abrutschen.

Vor wenigen Wochen wurde noch darüber diskutiert, ob der Leitindex DAX es schafft, die Marke von 14.000 Punkten zu erreichen. Damals stand der Leitindex noch bei 13.500 Punkten, heute steht er bei gerade einmal 12.400 Punkten und es ist durchaus noch mehr Abwärtspotential vorhanden.

  • Die Sorgen vor den Auswirkungen des Corona Virus auf die Weltwirtschaft sind gestiegen – in Europa und inzwischen auch in den USA.
  • Bereits jetzt warten viele Menschen an der Seitenlinie, um wertvolle Aktien günstig nachkaufen zu können, oder um eine erste Position zu eröffnen.

Wie lange der Abwärtstrend weiter geht, ist derzeit vollkommen offen und eine bekannte Börsenweisheit sagt nicht umsonst aus, dass man „nicht ins fallende Messer“ greifen sollte. Viele Experten raten dazu eine Bodenbildung an der Börse abzuwarten, bevor man einzelne Titel nachkauft oder eine erste Position bildet.

Welche Aktien im Leitindex DAX haben durch die Corona Panik bereits an Wert verloren?

Die Aktie der Allianz Versicherung notierte vor kurzem noch bei rund 230 Euro je Titel auf ihrem Allzeithoch. Der Konzern verkündete für 2019 ein Rekordergebnis und kündigte an, die Dividende erneut steigern zu wollen.

Die neue Dividende soll 9,60 Euro je Aktie betragen und liegt damit über 6% höher, als es im Jahr zuvor der Fall gewesen ist. Dennoch wurde die Aktie durch die Corona Panik an der Börse abgestraft und bietet derzeit einen Kaufpreis von rund 200 Euro an. Damit ist die Allianz Aktie deutlich günstiger, als in den vergangenen Wochen der Fall gewesen ist

Allianz SE

  • Kurs von 230 auf rund 200 Euro gesunken
  • Für 2019 wurde ein Rekordergebnis verkündet
  • Die Dividende wird um 6,7% auf 9,60 Euro je Aktie gesteigert

Die Zahlen sind top, jedoch greifen die Anleger derzeit bei der Allianz SE nicht so gerne zu. Dies gilt auch für die Münchener Rückversicherung, einen der größten Versicherer weltweit, die auf dem Markt sind.

Hier wurden ebenfalls gute Ergebnisse verkündet und das Unternehmen bietet eine attraktive Dividende an, die bereits seit vielen Jahren gesteigert wird. Dennoch ist der Kurs der Aktie deutlich gefallen. Vor kurzem notierte die Münchener Rück Aktie noch bei rund 280 Euro je Schein. Heute notiert das Unternehmen bei nur noch 240 Euro je Aktie und damit deutlich niedriger. Es wird erwartet, dass die Dividende angehoben wird.

Munich RE

  • Kurs von 280 auf rund 240 Euro gesunken
  • Für 2019 wurde der Umsatz deutlich gesteigert
  • Die Dividende wird seit Jahren leicht erhöht

Die beiden größten und bekanntesten deutschen Versicherer könnten in den kommenden Monaten noch günstiger werden.

Dies ist jedoch auch von der Corona Panik weltweit abhängig und davon, wie sich die Märkte entwickeln. Generell ist es möglich, dass man beim Leitindex DAX durchaus damit rechnen kann, dass die Kurse noch etwas nachgeben. Fakt ist jedoch auch, dass es bei positiven News schnell zu einer Trendwende kommen kann.

Was habe ich bei der aktuellen Coronavirus Entwicklung zu beachten?

Viele Entwicklungen rund um den Coronavirus und die Auswirkungen auf die Märkte wird man erst in ein paar Monaten merken. Das liegt daran, dass die Unternehmen erst dann ihre Quartalszahlen publizieren.

Wenn das erste Quartal 2020 durch die negativen Zahlen deutlich schlechter als erwartet wird kann dies dazu führen, dass die Kurse in jedem Fall sehr stark nachgeben werden.

Es ist also möglich, dass z.B. die Kurse der großen Big Oil Firmen weiter sinken werden, wenn negative Quartalszahlen bekanntgegeben werden. Durch den derzeit niedrigen Ölpreis könnten die Zahlen in den kommenden Quartalen durchaus schlechter als gewohnt ausfallen.

Deutsche Lufthansa Aktie notiert nur noch bei 12 Euro – warum?

Der Kurs der Deutschen Lufthansa Aktie ist in den vergangenen Tagen deutlich unter Druck geraten. Wer sich die Performance der Deutschen Lufthansa AG anschaut wird feststellen, dass diese in jedem Fall nicht so berauschend sein wird, wie es in den vergangenen Jahren der Fall gewesen ist.

Bedingt durch die knapp 60 Flugverbindungen, die bereits nach China jede Woche ausfallen und durch zahlreiche andere Probleme im Bereich Flugverbindungen und Reisen dürfte der Umsatz bei der Deutschen Lufthansa AG deutlich gesunken sein.

Das bedeutet, dass es durchaus erneut dazu kommen kann, dass die Dividende bei dem Unternehmen gestrichen wird. Nicht zum ersten Mal könnten die Aktionäre mit dieser Konsequenz zu rechnen haben.

Deutsche Lufthansa AG

  • 60 Flüge pro Woche nach China wurden gestrichen
  • Der Umsatz dürfte Corona bedingt sinken
  • Dividende erscheint nicht unbedingt sicher

Fakt ist, dass die Aktie vor einigen Jahren nach der erfolgreichen Übernahme von Air Berlin noch bei etwa 28 bis 30 Euro notierte – ein absolutes Hoch und ein Rekordstand. Derzeit sieht es eher danach aus, als ob die Aktie in den kommenden Monaten weiter an Wert verlieren wird.

Die Deutsche Lufthansa zählt zu den Unternehmen, die in jedem Fall gut aufgestellt ist, die jedoch mächtig unter Druck gerät, wenn die Airline keine Kunden mehr hat, weil Corona bedingt immer weniger Flüge stattfinden werden.

Welche Auswirkungen hat die Corona Krise auf die Ölmärkte und Aktien?

Gerade die Ölmärkte sind in den vergangenen Wochen stark unter Druck geraten. Das liegt daran, dass weltweit durch die Krise deutlich weniger Öl konsumiert wird. Zahlreiche Industrien in China sind vom Öl abhängig und da diese derzeit nicht mehr aktiv sind sinkt der Ölverbrauch deutlich.

Da die OPEC derzeit jedoch noch nicht beschlossen hat, dass die Förderung von Öl reduziert wird bedeutet dies gleichzeitig, dass immer mehr Öl auf den Markt kommt und die Kurse für Öl deutlich sinken. Heizöl ist derzeit deutlich günstiger, als es in den vergangenen Jahren der Fall gewesen ist.

Da die Umsätze vieler Ölunternehmen an die Förderung und auch an den Verkaufspreis des Öls gebunden sind fällt der Kurs der Aktien zum Teil deutlich, wenn auch der Ölpreis fällt. Dies trifft vor allem jene Firmen, die sich primär auf Öl konzentrieren und die nicht z.B. mit dem Gasgeschäft ein zweites Standbein haben.

  • Occidental Petroleum bietet über 9% Dividendenrendite p.a.
  • Shell und BP bieten etwa 7,5 bis 8,5% Dividendenrendite p.a.
  • Shell hat die Dividende seit über 70 Jahren nicht mehr gesenkt
  • BP steigert die Dividende regelmäßig

In den USA ist die Aktie des Unternehmens Occidental Petroleum deutlich unter Druck geraten. Das bedeutet, dass der Kurs der Aktie inzwischen auf knapp unter 30 Euro gesunken ist. Vor einigen Monaten notierte der Kurs noch im Bereich von 40 bis 60 Euro und damit deutlich höher.

Das Unternehmen hat 17 Jahre lang in Folge die Dividende erhöht. Ob dies auch in der Zukunft der Fall sein wird, ist derzeit fraglich. Bei Occidental Petroleum hängt das Geschäft sehr stark am Ölpreis, jedoch werden auch Chemikalien produziert und vertrieben.

Ebenfalls sind die Kurse der Unternehmen Shell und British Petrol deutlich unter Druck geraten. Beide Unternehmen notieren derzeit auf einem Wert, der eine Dividende von etwa 7,5 bis 8,5% p.a. verspricht. Bei Shell ist man besonders stolz auf die Dividende, die seit 1945 nicht mehr gesenkt worden ist. Bei British Petrol wird die Dividende ebenfalls seit vielen Jahren gesteigert, was natürlich sehr interessant für ein Investment ist.

Eine andere Branche, die ebenfalls stark unter Druck geraten ist und zwar auch unabhängig von der Entwicklung der Ölpreise ist die Tabakbranche. Die Kurse von Altria, Imperial Brands und auch British American Tobacco sowie Philip Morris sind zum Teil stark unter Druck geraten.

Dennoch sind alle Unternehmen tadellose Dividendenzahler, die diese schon seit vielen Jahren erhöhen. Bei Imperial Brands sind derzeit etwa 12% Dividende p.a. zu erwarten, bei Altria sind es um die 8% p.a. was mehr als interessant ist, denn Altria erhöht seit genau 50 Jahren die Dividende. Dieser Trend dürfte in der Zukunft auch fortgesetzt werden.

David Reisner

David Reisner

Ich bin 1987 in Graz geboren und ebenfalls in Graz wohnhaft. Seit 2003 beschäftige ich mich mit der Gestaltung von Finanz-Informationsseiten und setze mich tagtäglich mit einem breiten Spektrum an Themen auseinander. Neben Fokus auf Finanzen interessieren mich auch Nachrichten aus den verschiedensten Bereichen wie Kryptowährungen und Aktienkurse sowie die Entwicklung der Wirtschaft in Österreich. Als Betreiber von finanzer.at liegt mein Fokus darauf, Informationen für LeserInnen aufzubereiten und mit aktuellen Vergleichen dabei zu helfen, die besten Produkte und Lösungen zu finden.