Covid-19 – AMS steigt ins Geschäft mit Antikörpertests ein

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Der Chip- und Sensorenhersteller ams aus der Steiermark steigt in das Geschäft mit Antikörpertests ein und nimmt sich hierfür auch verschiedene Partnerunternehmen mit ins Boot. Zusammen mit dem Unternehmen Senova aus Deutschland soll die Technologie für den dezentral angesiedelten „point-of-care“-Antikörpertest entwickelt werden, wie das Unternehmen ams am vergangenen Freitag bekanntgab.

  • Im Vergleich zu der bereits etablierten PCR-Methode kann dieses Testkit kostengünstig in den Arztpraxen und auch in anderen dezentralen Diagnostiksituationen verwendet werden.
  • Dies wurde am Freitag in der Aussendung dieses Unternehmens bekannt gegeben. Erste Test-Kids, bei denen die Auslesetechnologie des Unternehmens ams in Zusammenhang mit den Senova-Kits getestet worden sind, seien sehr erfolgreich gewesen.

Damit eine schnelle Massenproduktion gesichert werden kann, werde außerdem das US-Unternehmen Jabil Healthcare einbezogen. Hierbei handelt es sich um einen führenden Anbieter von Lösungen für das Gesundheitswesen. Das Unternehmen soll als Partner dazugeholt werden.

Bis zum September 2020 soll nun die Produktion aufgenommen werden, bestätigte das Unternehmen.Das Gemeinschaftsprojekt bietet eine großartige Gelegenheit, die neue Generation an dezentralen Tests zur allgemeinen Verfügung zu stellen, welche grundlegende Verbesserungen vor allem in der Genauigkeit bieten und gleichzeitig auch bedeutend besser gebraucht werden können.

Das digitale Antikörper-Testkit für den Virus Covid-19 wird das kommende wichtige Element sein, um alle Gesundheitsdienstleister auf der Welt in der derzeitigen Situation unterstützen zu können.

Jener an der Icahn School of Medicine in New York tätige Virologe Florian Krammer gehörte zu den ersten Forschern weltweit, welcher einen Test für den Nachweis von Antikörpern gegen das Coronavirus im menschlichen Blut entwickelt hat.

Somit lässt sich prüfen, ob ein Patient bereits die Covid-19-Erkrankung überstanden hat. Krammer und das Team legten die Herangehensweise an den serologischen Nachweisen mit jenem Ziel offen, dass es gleichzeitig auch von anderen Laboratorien fortgesetzt werden kann.

Dies hat auch ein Team um Grabherr vom Department für die Biotechnologie an der Universität für Bodenkultur in Wien getan. Zusammen mit Forschern der Veterinärmedizinischen Universität in Wien sowie der Medizinischen Universität Wien wurde auf den Arbeiten Krammers in wenigen Wochen ein solcher serologischer Test entwickelt, welcher den sensitiven und spezifischen Nachweis der SARS CoV-2-Antikörper im Blut zulässt, wie Wissenschaftler bei der Online-Podiumsdiskussion an der Boku erklärten.

Bereits Anfang April sei per Post von Krammer auch die Konstrukte für die Test-Antigene angekommen. So konnten hiermit schnell an der Boku selbst Proteine hergestellt werden und auch eigene Konstrukte. Diese Antigene sind nötig, um die bei der Immunantwort auf die Infektion gebildeten Antikörper zu erkennen und auch binden zu können. Forscher verfügen jetzt über zwei Test-Antigene, mit welchen vergangene Woche auch die ersten Prototypen für das nötige Equipment des Antikörpertests hergestellt wurden.

David Reisner

David Reisner

Ich bin 1987 in Graz geboren und ebenfalls in Graz wohnhaft. Seit 2003 beschäftige ich mich mit der Gestaltung von Finanz-Informationsseiten und setze mich tagtäglich mit einem breiten Spektrum an Themen auseinander. Neben Fokus auf Finanzen interessieren mich auch Nachrichten aus den verschiedensten Bereichen wie Kryptowährungen und Aktienkurse sowie die Entwicklung der Wirtschaft in Österreich. Als Betreiber von finanzer.at liegt mein Fokus darauf, Informationen für LeserInnen aufzubereiten und mit aktuellen Vergleichen dabei zu helfen, die besten Produkte und Lösungen zu finden.