Coronavirus in Österreich – Baubranche & Baugewerbe – Maßnahmen, Kurzarbeit, Baustellen Schließung?

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Der aktuelle Corona Einfluss auf die Baubranche in Österreich

Die Baubranche in Österreich dürfte der Corona Virus besonders hart treffen. Bereits jetzt klagen viele Einzelunternehmer oder Kleinstunternehmen wie z.B. Familienbetriebe durch die Corona Belastungen. Wir informieren zu den Themen Baubranche & Baugewerbe in Zeiten von Coronavirus, Maßnahmen zu Kurzarbeit & Härtefonds sowie zum Thema „Baustellen Schließung“ in Österreich.

  • Weniger Aufträge bzw. Stornierungen von Aufträgen, Probleme mit der Beschaffung von Materialien und gleichzeitig Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die bezahlt werden möchten. Grundsätzlich arbeitet man in Österreich daran, Hilfe für die betroffenen Unternehmen leisten zu können.
  • Dazu werden komplett neue Pakete und Maßnahmen vorbereitet, die die bisherigen Möglichkeiten ergänzen sollen.

Der Nationalrat in Österreich hat vor kurzem ein neues Modell ins Leben gerufen, dass auf Grund von COVID-19 Kurzarbeit ermöglichen soll. Dabei wurde eine Förderrichtlinie in Abstimmung mit den Sozialpartnern und dem AMS entworfen, die auch z.B. ein Antragsformular beinhaltet.

Müssen Baustellen aufgrund von Corona Virus schließen? – Baustellen Schließung/Sperre?

  • Aktuell ist das Baugewerbe und die Baubranche noch im vollen Einsatz.
  • Details, ob Baustellen geschlossen werden müssen/ob es hier weitere Maßnahmen aufgrund dem Corona Virus in Österreich gibt bleibt abzuwarten.

Betrieben, die mit der aktuellen Situation an ihre Grenzen stoßen, können entsprechend Kurzarbeit beschließen und werden dabei durch den Staat unterstützt. Es spielt keine Rolle, ob es sich dabei um einen kleinen oder um einen großen Betrieb handelt. Auch Familienbetriebe können die Kurzarbeit anordnen und die entsprechenden Anträge ausfüllen.

Ist Kurzarbeit im Baugewerbe in Österreich wegen Coronavirus möglich?

  • Die Kurzarbeit wird vorläufig für einen Zeitraum von 6 Monaten ermöglicht und zwar vollkommen unabhängig von der Branche, in der der Betrieb tätig ist. Das bedeutet, dass auch mittelständische und kleinere Unternehmen aus der Baubranche davon profitieren können.
  • Die Arbeitszeit und auch das Entgelt können während der Zeit um maximal 90% reduziert werden.
  • Das bedeutet, dass man mehrere Wochen mit 0 Arbeitsstunden planen kann und einige Wochen mit reduzierter Arbeitszeit. Generell arbeitet man derzeit an einer Lösung in Form von Direkthilfen. Diese sollen dann greifen, wenn die bisherigen Hilfeleistungen wie z.B. die Kurzarbeit nicht ausreichen, oder unpassend sind.

Härtefonds mit Direkthilfen werden in Österreich geplant

Die Härtefonds mit Direkthilfen eignen sich für kleinere Betriebe. Sie erhalten Geld, welches sie nicht zurückzahlen müssen und für ihr wirtschaftliches Überleben nutzen können. Darüber hinaus ist es möglich, dass man die vielseitigen bereits etablierten Möglichkeiten wahrnehmen kann:

  • Stundung von Steuerzahlungen
  • Anordnung von Kurzarbeit
  • Überbrückungsleistungen
  • Nutzung der zwei Härtefonds (in der Mache!)

Generell reagiert der Staat in Österreich im aktuellen Fall relativ schnell. Das bedeutet, dass man davon ausgehen kann, dass bereits in wenigen Tagen die entsprechenden Maßnahmen zur Verfügung stehen und beantragt werden können – auch vom Baugewerbe in Österreich

Welche Sorgen haben die Baubetriebe in Österreich?

  • Fakt ist, dass viele Betriebe Angst davor haben, dass sie durch einen gesetzlichen Erlass nicht mehr arbeiten dürfen.
  • Das bedeutet konkret, dass die Baustellen stillgelegt werden. Bereits jetzt haben viele kleinere Handwerker das Problem, dass gerade private Kunden den Kontakt abbrechen und vorerst keine Leistungen mehr in Anspruch nehmen wollen, aus Angst, sich mit Corona zu infizieren.

Ein anderes Problem, dass irgendwann auftreten könnte wäre die Versorgung mit Baumaterialien. Das bedeutet, dass es in der Produktion von Materialien zu Engpässen kommen kann, wenn man entsprechende Anordnungen durch die Politik bekanntgegeben werden. Dies könnte auch dazu führen, dass sich deutlich weniger tut und dass man in der Branche mit einem weiteren Rückgang der Aufträge und Umsätzen rechnen kann.

  • Sorgen vor einem Rückgang der Auftragslage (Stornierungen durch Kunden)
  • Sorgen für Infektionen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
  • Sorgen nicht mit Baumaterialien versorgt zu werden

Grundsätzlich haben die Unternehmen in Österreich im Baugewerbe das Risiko einer Infektion zu tragen. Das bedeutet, dass das Personal der Betriebe sich natürlich auch mit Corona infizieren kann. Durch den Kontakt mit Kunden sowie als auch der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter untereinander kann es hier zu Infektionen kommen. Aus diesem Grund sollte die Hygiene derzeit großgeschrieben werden und gleichzeitig sollten die Menschen mehr Distanz zueinander aufbauen.

David Reisner

David Reisner

Ich bin 1987 in Graz geboren und ebenfalls in Graz wohnhaft. Seit 2003 beschäftige ich mich mit der Gestaltung von Finanz-Informationsseiten und setze mich tagtäglich mit einem breiten Spektrum an Themen auseinander. Neben Fokus auf Finanzen interessieren mich auch Nachrichten aus den verschiedensten Bereichen wie Kryptowährungen und Aktienkurse sowie die Entwicklung der Wirtschaft in Österreich. Als Betreiber von finanzer.at liegt mein Fokus darauf, Informationen für LeserInnen aufzubereiten und mit aktuellen Vergleichen dabei zu helfen, die besten Produkte und Lösungen zu finden.