Brokerage 2020 – warum ein Depot weiter an Stellenwert gewinnt

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Inhalt

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Im Jahr 2020 spielen Wertpapiere für viele Menschen eine wichtigere Rolle, als es noch 2010 oder gar im Jahr 2000 der Fall gewesen ist. Im Zuge der Digitalisierung setzen immer mehr Broker darauf, smarte Angebote im Bereich Online Brokerage und Depot anzubieten.

  • Das bedeutet, dass man als Trader mit dem Smartphone oder mit dem Tablet problemlos und langfristig Aktien und Wertpapiere traden kann – von überall dort, wo man Zugang zum Internet hat.
  • Vor 20 Jahren war das Brokerage Geschäft zwar schon digital, aber komplett anders aufgebaut und charakterisiert, als es heute der Fall gewesen ist. Der Handel über das Internet hat sich gerade erst entwickelt und die ersten Direktbanken haben ihre Produkte online vermarktet.

Das Banking per App, wie wir es heute kenne, war im Jahr 2000 noch in den Kinderschuhen. Grundsätzlich sind es heute deutlich mehr Trader, die per App aktiv sind, als es noch vor wenigen Jahren der Fall gewesen ist. Brokerage wird individueller, persönlicher und moderner – und vor allem günstiger!

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Tipp: Aktuelle Online Broker Aktionen & Angebote vergleichen und Aktienkurse beobachten! – Stockfoto-ID: 344108557
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Die Kosten für ein Depot sind inzwischen deutlich niedriger geworden. Die Depotführung wird bei vielen Brokern kostenfrei angeboten und das Traden selbst ist ebenfalls günstiger geworden. Darüber hinaus haben sich die Produkte deutlich geändert.

Welche Produkte werden in digitalen Depots gehandelt?

In den digitalen Depots sind es längst nicht mehr nur einzelne Aktien und Titel, die gehandelt werden.

  • Das bedeutet, dass man sich immer mehr dafür entscheidet, auch Fonds oder ETFs zu handeln.
  • In den vergangenen Jahren ist die Auswahl der Fonds deutlich gestiegen. Einige Broker bieten ein sehr großes Portfolio an Fonds an, wie es zum Beispiel bei ebase und anderen Brokern der Fall ist.

Der Vorteil bei Fonds besteht darin, dass man auch mit geringen Summen eine sehr breite Streuung im Depot erreichen kann. Das bedeutet, dass man bei einem Investment von beispielsweise 100 Euro in einen Fonds, der einen Index abbildet davon profitiert, dass diese 100 Euro anteilig in zahlreiche Aktien investiert.

Der Trader wird nicht vollkommen von einer einzelnen Aktie abhängig gemacht, sondern hat den großen Vorteil, dass er in mehrere Produkte investieren kann und von einer stabilen Entwicklung profitiert.

Sollte man sich für einen aktiven Fonds entscheiden bedeutet dies, dass ein Fondsmanager darauf achtet, dass die Zusammensetzung des Fonds angepasst wird. Werte, die schlecht performen werden gegen Werte ausgetauscht, die eine gute Performance und gute Chancen haben. Langfristig gesehen ist es möglich, dass der Fonds somit nicht nur stabil aufgestellt ist, sondern sogar stark wachsen kann.

  • Fonds haben in den vergangenen Jahren stark an Bedeutung gewonnen und bieten eine starke Streuung an
  • ETFs eignen sich ideal, um z.B. in Rohstoffe investieren zu können

Neben den Fonds sind es zunehmend auch ETFs, die von den Tradern sehr gerne gehandelt werden. Ein ETF kann verschiedene Produkte abbilden. Ein Beispiel dafür sind Rohstoffe. Wer in Öl oder Silber sowie Gold investieren möchte, wird dazu keine direkten Aktien am Markt finden. Das bedeutet, dass man in andere Produkte wie z.B. einen ETF investieren kann.

Der ETF bildet die Entwicklung der Rohstoffe ab und hat somit den Vorteil, dass er in jedem Fall einfach gezeichnet werden kann. Dies kann unter Umständen deutlich einfacher sein, als zum Beispiel Goldbarren oder Silberbarren zu erwerben und zu Hause oder in einem Schließfach bei der Bank zu lagern.

Fonds und ETFs über Sparpläne regelmäßig besparen

Durch so genannte Sparpläne ist es möglich, dass Fonds und auch ETFs regelmäßig bespart werden können. Dadurch lässt sich einfach ein Guthaben, bzw. ein Anteil an den Produkten aufbauen. Meist können Sparpläne ab einer Summe in Höhe von 25 Euro ausgeführt werden und zwar auf monatlicher Basis.

  • Das bedeutet, dass ein Dauerauftrag über die Sparpläne läuft und jeden Monat das Geld eingezogen wird. Dieses Geld wird dann automatisch in einen Fonds oder in einen ETF investiert. Über einen Zeitraum von mehreren Jahren hinweg kann man damit automatisch Anteile an einem Produkt erhöhen und somit z.B. die Ausschüttungen erhöhen.
  • Fakt ist, dass man Fonds und ETFs bei vielen Brokern auf diese Art und Weise günstig besparen kann. Darüber hinaus bieten viele Broker auch an, dass so genannte Einzeltitel bespart werden können.

Warum sind Aktien derzeit als Investment interessant?

Aktien sind derzeit für viele Investoren interessant, weil sie attraktive Renditen versprechen. Das bedeutet konkret, dass durch den Handel mit Aktien die Chance besteht, dass deutlich bessere Renditen erzielt werden können, als es bei klassischen Anlagen der Fall ist.

Tipp: In unserem Ratgeber zum Thema Aktien kaufen für Anfänger gibt es einen Brokervergleich & aktuelle Tipps zum Kauf der ersten Aktien.

Wer in Aktien investiert, kann durch höhere Kurse und den Verkauf von Wertpapieren Gewinne erzielen. Hinzu kommt, dass viele Titel eine Dividende ausschütten. Diese kann ebenfalls dazu genutzt werden, eine attraktive Rendite zu erwirtschaften.

Im Bereich der Dividendentitel gibt es viele Geschäftsfelder, in denen zum Teil seit Jahren eine lukrative Rendite gezahlt wird. Das liegt auch daran, dass die Unternehmen gute Gewinne schreiben, die in den kommenden Jahren noch weiter steigen dürften. Wer sich für Dividendentitel interessiert wird feststellen, dass er mit einigen Aristokraten aus den USA arbeiten kann.

  • Aktien können eine interessante private Altersvorsorge darstellen
  • Mit Aktien können sich hohe Gewinne erzielen lassen
  • Dividendentitel bringen regelmäßige Erträge und Renditen

Wer sich im Bereich der privaten Altersvorsorge umschaut wird feststellen, dass viele Produkte auf Aktien und Fonds basieren. Das bedeutet, dass Personen, die zum Beispiel eine eigene Rente aufbauen wollen, gerne auf Wertpapiere setzen.

Tipp: Einen Überblick über Aktien mit hoher Dividende 2020 gibt es im Ratgeber von VKNN zum Nachlesen.

Wer sich für ausschüttende Fonds interessiert, kann mit diesen langfristig betrachtet in jedem Fall Gewinne und Renditen erzielen. Sollte man sich dafür interessieren, zum Beispiel Aktien zu kaufen, die für attraktive Dividenden zuständig sind, ist es ebenfalls möglich, dass man passende Renditen erzielen kann.

  • Im Energiesektor ist es ohne großen Aufwand möglich, vergleichsweise „sichere“ Dividendenzahler zu identifizieren, bei denen man auf eine Rendite von etwa 5 bis 6% p.a. kommt – und das schon seit vielen Jahren.
  • Einige Unternehmen haben einen langen Track Record, wenn es darum geht, dass die Dividende gezahlt wird. So werden die Dividenden häufig seit vielen Jahrzehnten regelmäßig erhöht, oder auf dem gleichen Niveau belassen. Dies sorgt dafür, dass bei Anlegern Vertrauen gewonnen werden kann und zwar auch in schlechten Zeiten.

In der Finanzkrise 2008 und 2009 haben viele Menschen sich dazu entschieden, von Aktien die Finger zu lassen. Aus heutiger Sicht war diese Krise jedoch sehr interessant und eine echte Chance, Qualitätsaktien besonders preiswert zu bekommen.

Wer die Nerven hatte und hochwertige Unternehmen damals günstig gekauft hat und sie auch heute noch hält, könnte unter Umständen eine Rendite von mehr als 10% p.a. allein durch die Dividende erhalten. Mitunter kann es sich lohnen, Aktien über mehrere Jahrzehnte zu halten und von steigenden Kursen und Dividenden zu profitieren.

Wie viele Menschen besitzen in Deutschland und Österreich Aktien?

Grundsätzlich ist die Anzahl der Menschen, die in Deutschland und Österreich Aktien besitzen ähnlich hoch. In Bezug auf die Gesamtbevölkerung im Land liegt der Anteil der Aktionäre bei etwa bei 6 bis 7% und ist damit deutlich geringer, als es in anderen Ländern der Fall ist. Das dürfte auch daran liegen, dass es in Deutschland gesetzliche Rentenversicherungen und andere Formen der Altersvorsorge gibt.

  • Rund 6 bis 7% der Menschen in Deutschland und Österreich besitzen Aktien
  • Etwa 25% der Menschen in den USA besitzen Aktien
  • In der Schweiz besitzen etwa 20% der Menschen Aktien

Wenn man sich die Anzahl der Aktionäre in anderen Ländern ansieht, wird man feststellen, dass hier sehr viel mehr Privatpersonen auf Aktien setzen. Das liegt unter anderem daran, dass Aktien in anderen Ländern einen großen Anteil der Altersvorsorge darstellen.

Wer hier in Aktien investiert wird langfristig gesehen in jedem Fall dabeibleiben, wenn es eine regelmäßige Dividende gibt. Aus diesem Grund sind gerade Dividendenaristokraten in vielen Ländern weltweit so gefragt.

In den USA sind es etwa 25% der Menschen, die Anteile an Unternehmen besitzen. Rund ein Viertel und damit mehr als drei Mal so viele Menschen wie in Deutschland und Österreich besitzen damit Anteile an Unternehmen. In der Schweiz liegt der Anteil der Aktionäre ebenfalls bei 20% an der Gesamtbevölkerung und ist auch damit deutlich höher, als es in den Nachbarländern der Fall ist. Im vereinigten Königreich gibt es ebenfalls etwas weniger als 20% an Aktionären unter den Menschen in der Bevölkerung.

Warum sind Aktien hierzulande weniger beliebt?

In Österreich und auch in Deutschland sind die Menschen bei Finanzgeschäften sehr konservativ eingestellt. Das liegt daran, dass man hier sehr viel Wert auf Sicherheit und auf kontinuierliche Einnahmen legt.

Fakt ist, dass Tagesgeldkonten, Sparbücher und andere Anlageklassen, die über die gesetzliche Einlagensicherung abgedeckt werden in Österreich und Deutschland nach wie vor sehr gefragt sind. Ein großer Teil der Bevölkerung findet Aktien vollkommen uninteressant und investiert nicht in solche Produkte – aus Angst, einen Verlust zu erleiden.

In Europa gibt es vor allem in Skandinavien viele Menschen, die gerne in Aktien investieren. Hier liegt der Anteil der Aktionäre zum Teil ebenfalls bei 15 bis 20% und ist damit mehr als doppelt so hoch, wie es in Deutschland und Österreich der Fall ist. Die Menschen sind dort gegenüber Wertpapieren deutlich aufgeschlossener.

Das Risiko eines Verlustes und auch eines Totalverlustes ist bei Aktien in jedem Fall vorhanden. Das bedeutet jedoch nicht, dass man dieses Risiko nicht eingehen sollte. Auch bei Aktien muss auf eine Form der Diversifikation geachtet werden. Das bedeutet, dass man nicht bei einem Einzeltitel „all-in“ geht, sondern dass man seine Gelder verteilt und zwar auf mehrere Produkte und Titel.

David Reisner

David Reisner

Ich bin 1987 in Graz geboren und ebenfalls in Graz wohnhaft. Seit 2003 beschäftige ich mich mit der Gestaltung von Finanz-Informationsseiten und setze mich tagtäglich mit einem breiten Spektrum an Themen auseinander. Neben Fokus auf Finanzen interessieren mich auch Nachrichten aus den verschiedensten Bereichen wie Kryptowährungen und Aktienkurse sowie die Entwicklung der Wirtschaft in Österreich. Als Betreiber von finanzer.at liegt mein Fokus darauf, Informationen für LeserInnen aufzubereiten und mit aktuellen Vergleichen dabei zu helfen, die besten Produkte und Lösungen zu finden.