Klare Absage für mögliche Brexit-Fristverlängerung

Stockfoto-ID: 257595847 Copyright: tanaonte, Bigstockphoto.com
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Nach den ersten Verhandlungen über die künftigen Beziehungen zwischen Großbritannien und der Europäischen Union scheint die Stimmung auch weiterhin zwischen den Parteien hektisch zu sein.

Die geführten Gespräche verliefen zunächst äußerst schleppend, eine eventuelle Verlängerung der Übergangsphase des Brexits ist nach Charakterisierung der EU-Kommission anscheinend gänzlich vom Tisch. So haben die Briten haben am vergangenen Freitag ihre Ablehnung zu der Verlängerung nochmals bekräftigt.

  • Die Zeichen der kommenden Verhandlungen um das Ausscheiden Großbritanniens aus der Europäischen Union erschienen bereits von Beginn eher nicht optimal. Zwar ist das Land Großbritannien schon mit dem 31. Januar offiziell ausgetreten, viele der Fragen zu den ausgedehnteren Beziehungen stehen allerdings noch offen.
  • Bis zum Jahresende ist das Königreich noch ein Teil des Binnenmarktes sowie auch der Zollunion.
  • Wenn es nun bis dahin zu keiner Einigung kommt, dann droht ein „harter Brexit“ mit ökonomischen teils drastischen Folgen. Alsbald zu Beginn jener Gespräche ärgerte sich der EU-Chefverhandler Barnier dagegen bereits über das ungenügende Engagement der Politik in Großbritannien.

Während die Vertreter der Union Europas zuerst für eine Verlängerung der Übergangsphase des Brexits über das Jahresende plädierten, ist eine derartige nach Einschätzung der EU-Kommission jetzt endgültig vom Tisch. Das Land Großbritannien hat am vergangenen Freitag in einer Sitzung des zuständigen Gremiums das Nein zu der Fristverlängerung noch einmal bekräftigt, bestätigte Vizepräsident Šefčovič. Nach seiner Einschätzung ist es definitiv das Ende dieser Debatte.

Somit wächst der Druck, noch bis zum Jahresende ein geregeltes Abkommen zustande zu bringen.

Gelingt nun in der Übergangsphase kein alleiniges Abkommen, wird ein harter wirtschaftlicher Ausbruch mit Zöllen und weiteren Handelshemmnissen erwartet. Der britische Unterhändler Gove hätte in der Ablehnung sich nicht deutlicher äußern können.

Dies hatte der Politiker damit begründet, dass die Wahlkampfversprechen an die Bürger Großbritanniens eingehalten werden sollten. Gove erklärt auf Twitter, er hat im Dialog mit Šefčovič „förmlich bestätigt“, dass das Land Großbritannien jene Übergangsphase nicht verlängern wird.

Es kam nun die letzte reguläre Sitzung des Ausschusses der Union Europas und Großbritanniens, bevor die Entscheidung zur Verlängerung am Ende des Monats endgültig ausläuft. Möglich ist auch eine einmalige Verlängerung für ein oder auch zwei Jahre.

Die Spitzen der EU haben bereits für Montag eine Konferenz mit dem Premierminister Johnson vereinbart, um so eine Zwischenbilanz für die Verhandlungen über das Handels- und das Partnerschaftsabkommen ziehen zu können. Einig sind sich alle beide Seiten jedoch in jenem Punkt, dass bislang kaum etwas erreicht worden ist.

David Reisner

David Reisner

Ich bin 1987 in Graz geboren und ebenfalls in Graz wohnhaft. Seit 2003 beschäftige ich mich mit der Gestaltung von Finanz-Informationsseiten und setze mich tagtäglich mit einem breiten Spektrum an Themen auseinander. Neben Fokus auf Finanzen interessieren mich auch Nachrichten aus den verschiedensten Bereichen wie Kryptowährungen und Aktienkurse sowie die Entwicklung der Wirtschaft in Österreich. Als Betreiber von finanzer.at liegt mein Fokus darauf, Informationen für LeserInnen aufzubereiten und mit aktuellen Vergleichen dabei zu helfen, die besten Produkte und Lösungen zu finden.