Bitpanda – Verkauf von BEST-Token spült 44 Millionen Euro in die Kassen

Es sind Gutschein-Token, mit denen Kunden sich Tokens und Coins günstiger kaufen können. Mit einem Verkauf der BEST-Token im Zusammenhang mit dem Initial Exchange Offerings hat das Krypto-Unternehmen Bitpanda aus Österreich nach eigenen Angaben etwa 44 Millionen Euro verdient.

Der Verkauf startete am 9. Juli und ein Monat später sind 500 Millionen BESt-Token nahezu ausverkauft. BEST ist die Abkürzung für „Bitpanda Ecosystem Token“.

Der Token-Verkauf läuft derzeit täglich bis 13 Uhr und so hat das Wiener Startup eine ordentliche Summe in knapp einem Monat verdient. Bei diesem Verkauf der Token handelt es sich um eine Vorfinanzierung des sogenannten Launchpads für kommende IEOs, die noch 2020 starten sollen und zugleich um ein Kundenbindungsprogramm.

  • Jene BEST-Token sollen den Käufern wie als Gutschein zur Verfügung stehen, um hiermit die Trading-Gebühren auf der folgenden Exchange des Unternehmens Bitpanda zu zahlen.
  • Ab dem vierten Quartal 2020 gibt es insgesamt 25 Prozent Rabatt für alle Inhaber der BEST-Token auf die bestehenden Trading-Gebühren.
  • Die Krypto-Börse, welche später Bitpanda Global Exchange heißt, soll am 7. August starten und wird mit DigiFinex, Binance, OKEx und anderen Web-Diensten um neue Anleger werben, welche mit Kryptowährungen handeln möchten.

Shareholder beim IEO

Es sind jedoch nicht nur Bitpanda-Anleger, welche sich die BEST-Token gekauft hatten, sondern auch die bereits bestehenden Shareholder des Unternehmens Bitpanda. Dies sind vor allem die Gründer Klanschek, Demuth und Trummer, die zusammen 87 Prozent des Unternehmens innehaben. Zudem gibt es noch eine ganze Reihe kleiner Anteilshaber aus den USA, Deutschland, den Niederlanden oder der Schweiz.

Bitpanda spricht bei seinem eigenen IEO von Europas aussichtsreichstem Initial Exchange Offering. Nach dem vorangegangenen Hype rund um die ICOs gelten die IEOs als die nächste große Sache bei der Finanzierung der Krypto-Projekte. Auch OKEx und Binance haben die Internet-Plattformen für die IEOs begonnen.

Planungen zum Launchpad

Das Launchpad der Marke Bitpanda, dessen Entwicklung mit den gewonnnen 44 Millionen Euro finanziert werden soll, soll dem Wiener Unternehmen zugleich als Plattform für die IEOs dienlich sein. Hier soll es ab 2020 den Anlegern möglich sein, mit BEST-Token in Unternehmen zu investieren und auch in größere Immobilienprojekte, bei welchen die Assets tokenisiert sind.

Langfristig geht es Bipanda vor allem darum, Alternativen für IPOs zu bieten. Dies erklärte auch Bitpanda-Gründer Demuth. Das Launchpad ist eher für die Finanzierungen des Wachstums und eher weniger für Startup- oder Seed-Finanzierungen geeignet.

Info: In unserem Ratgeber zum Thema Bitpanda Test & Erfahrung haben wir uns das Angebot der Kryptobörse näher angesehen.

Investitionen von Unternehmen erst später geplant

Unternehmen in Österreich, die die Größe von Signa oder KTM besitzen, sollen es verwenden können. Die Shareholder hatten von Anfang an geplant, sich selbst mit eigenem Kapital am IEO zu beteiligen, da sie natürlich selbst am meisten daran glauben. Der Plan war es, 100 Millionen Token zu kaufen, bzw. das was übrig bleibt, wenn es weniger ist. Bipanda möchte nun damit aber warten, damit jeder, der möchte, auch die Chance hat, hierin zu investieren.

David Reisner

David Reisner

Ich bin 1987 in Graz geboren und ebenfalls in Graz wohnhaft. Seit 2003 beschäftige ich mich mit der Gestaltung von Finanz-Informationsseiten und setze mich tagtäglich mit einem breiten Spektrum an Themen auseinander. Neben Fokus auf Finanzen interessieren mich auch Nachrichten aus den verschiedensten Bereichen wie Kryptowährungen und Aktienkurse sowie die Entwicklung der Wirtschaft in Österreich. Als Betreiber von finanzer.at liegt mein Fokus darauf, Informationen für LeserInnen aufzubereiten und mit aktuellen Vergleichen dabei zu helfen, die besten Produkte und Lösungen zu finden.