Bitcoin: Bald auch bei der Deutschen Börse handelbar? – BETC Handel auf Xetra

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Der Bitcoin ist eine Internetwährung ohne zentrale Institution. Keiner kann regulieren, wie viele Währungseinheiten ausgeschüttet werden oder gar eine Inflation ankurbeln.

Die Besitzer der Bitcoins müssen sich Ihre Coins durch das „Proof of Work System“ erarbeiten. Üblicher ist es jedoch, Sie online bei dementsprechenden Anbietern zu erwerben. Kann ein solch notenbankunabhängiges Zahlungsmittel auf der Börse gehandelt werden?

Der Weg vom Bitcoin zur Börse

Viele Internetanbieter ermöglichen den Kauf von Kryptowährungen – vor allem dem Bitcoin. Hier werden die Bitcoins als Spekulationsmotiv gehandelt. Ganze 9.400 USD zahlt man momentan für das Gold des Internets. Jedoch werden keine Indexfonds oder ähnliches gehandelt. Es wird lediglich der Besitz überschrieben. Das soll sich aber in Zukunft ändern.

  • Nun soll der Bitcoin mit regulierten Wertpapieren auf der Börse gehandelt werden. Die britische ETC Group will demnächst die „Bitcoin Exchange Traded Crypto“, kurz „BETC“, auf den Markt bringen.
  • Interessant ist das nun für Leute, die zwar an Kryptowährungen interessiert sind, jedoch diese nicht handeln konnten oder durften. Bitcoins waren für Investoren schwer anzulegen. Der Kauf, die Aufbewahrung und das Handeln hatten viele komplizierten Hindernisse mit sich gebracht.

Bei der „BETC“ handelt es sich um eine börsennotierten Inhaberschuldverschreibung. Diese sei mit Bitcoins hinterlegt, welche bei der lizenzierten Aufbewahrungsstelle „BitGo Trust“ verwahrt und gelagert werden. Somit wäre eine zentrale Institution für die Bitcoins geschaffen, was einen börsennotierten Handel auf der deutschen Handelsplattform Xetra möglich macht.

Bitcoin auf der Börse – ein lukratives Geschäft?

  • Der Bitcoin wurde noch nie als Wertpapier gehandelt. Eine Interessanter Versuch könnte dieses Vorhaben auf jeden Fall werden. Das Allzeit-Hoch vom Bitcoin konnte seit 2017 nicht mehr geknackt werden. Durch eine hohe Nachfrage, könnte dies für viele Investoren sehr gewinnbringend enden.
  • Viele Anleger sind sehr stark daran interessiert, in Bitcoin zu investieren, können jedoch nicht auf die entsprechenden Tools zurückgreifen. Ein zentraler Zugang zu den Coins wäre somit geschaffen. Ob und wie sich das das dann auf den Wert der Kryptowährung ist auswirkt, ist dennoch offen.

Die Gefahren

Aber auch gewisse Gefahren und Risiken bringen solche Experimente mit sich. Der Wertverlust des Bitcoins ist hier jedoch nicht das einzige Problem für Anleger. Da nun eine zentrale Instanz die Ausschüttung der Wertpapiere vorgibt, ist natürlich auch ein Emittentenrisiko gegeben.

Wenn die verantwortliche Firma nun pleite geht, könnten die Wertpapiere auch unabhängig vom Bitcoin Kurs sinken, was einen Zwangsverkauf der Bitcoins mit sich bringen könnte. Zudem sind die Gebühren für den Handel mit ca. 2,0 % sehr hoch, im Vergleich zu den meisten Wertpapieren.

Ob sich der Bitcoin dauerhaft als Währung durchsetzen kann ist fraglich. Lange wartet man schon an der Börse, um mit den teils sehr gefragten Kryptowährungen, handeln zu können.

Ob sich dies dauerhaft durchsetzen wird, kann man natürlich nie im Vorhinein sagen. Der Bitcoin ist nun nach mehr als 10 Jahren stabil im Rennen unter den Kryptowährungen. Ein Börsennotierter Einstieg wäre da bestimmt eine weitere konstruktive Vorgehensweise.

David Reisner

David Reisner

Ich bin 1987 in Graz geboren und ebenfalls in Graz wohnhaft. Seit 2003 beschäftige ich mich mit der Gestaltung von Finanz-Informationsseiten und setze mich tagtäglich mit einem breiten Spektrum an Themen auseinander. Neben Fokus auf Finanzen interessieren mich auch Nachrichten aus den verschiedensten Bereichen wie Kryptowährungen und Aktienkurse sowie die Entwicklung der Wirtschaft in Österreich. Als Betreiber von finanzer.at liegt mein Fokus darauf, Informationen für LeserInnen aufzubereiten und mit aktuellen Vergleichen dabei zu helfen, die besten Produkte und Lösungen zu finden.