Berufsunfähigkeitsversicherung in Österreich

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Was passiert wenn etwas passiert? Diese Frage sollten sich viele Österreicher stellen. Sie tun es aber nicht. In Österreich sind nur ca. zwischen 15 und 20 % der Erwerbstätigen gegen Berufsunfähigkeit versichert.

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Dabei ist das Risiko durch Arbeitsunfähigkeit den Arbeitsplatz zu verlieren bzw. die Tätigkeit als Selbständiger nicht mehr ausüben zu können ziemlich hoch.

Die einzige Aufgabe einer Berufsunfähigkeitsversicherung ist es, für den Fall, dass man den Beruf nicht mehr ausüben kann, die finanzielle Lücke zwischen dem Arbeitseinkommen und der gesetzlich vorgesehenen staatlichen Versicherung zu schließen.

Unterschied zwischen Berufs- und Erwerbsunfähigkeit

Wenn man sich mit dem Thema Berufsunfähigkeit beschäftigt, sollt man sich den Unterschied zwischen Berufsunfähigkeit und Erwerbsunfähigkeit vor Augen halten.

Von Berufsunfähigkeit spricht man, wenn man den erlernten oder zuletzt ausgeübten Beruf keine vier Stunden täglich ausgeübt werden kann. Erwerbsunfähigkeit bedeutet, dass man überhaupt keiner Beschäftigung, auch keiner sog. leichten Tätigkeit nachgehen kann. Beispiel: ein Installateur erleidet einen Unfall, er kann nicht mehr als Installateur tätig sein, ist also berufsunfähig, er kann aber sehr wohl z. B. als Portier arbeiten, und ist somit erwerbsfähig.

Gründe für Berufsunfähigkeit

Bis vor einigen Jahren waren besonders jene Berufsgruppen von Berufsunfähigkeit betroffen, die mit schwerer körperlichen Anstrengung verbunden waren. Dieses Bild hat sich grundlegend geändert.

Psychische Erkrankungen, die unter dem Begriff Burnout zusammengefasst werden, sind im Vormarsch. In Österreich sind über 30 % aller Berufsunfähigkeitsfälle auf psychische Erkrankungen zurückzuführen. Weitere Gründe können sein Erkrankungen des Bewegungsapparates, Herz- und Kreislauferkrankungen sowie alle Krebsformen.

Verzicht auf das abstrakte Weisungsrecht

In allen Berufsunfähigkeitsverträgen findet sich die Klausel, die das abstrakte Weisungsrecht regelt. Dieses Weisungsrecht bedeutet, dass der Versicherer vom Versicherten bei Eintritt ein Berufsunfähigkeit verlangen kann, eine andere Tätigkeit auszuüben und so keinen Anspruch auf Zahlungen aus der Berufsunfähigkeitsversicherung zu haben.

Die Erwerbsfähigkeit wäre in einem solchen Fall gegeben. Um sofort bei Berufsunfähigkeit in den Genuss der Erwerbsunfähigkeitsversicherung zu kommen ist es also unbedingt notwendig, auf dieses abstrakte Weisungsrecht zu verzichten.

Berechnung der Prämienhöhe

Wie bei allen anderen Versicherung, ist die Höhe der Prämie von verschiedenen Faktoren abhängig. Der wichtigste Punkt ist der ausgeübte Beruf. Die meisten Versicherungen haben die verschiedenen Berufsgruppen in sog. Gefahrengruppen eingeteilt. Außerdem wird das Alter des Versicherten, die Laufzeit der Versicherung, bestehende Vorerkrankungen, Höhe der Berufsunfähigkeitsrente berücksichtigt.

Höhe der Rente

Versicherungsexperten geben den Rat, die Rentenhöhe am derzeitigen Nettoeinkommen anzugleichen. Das bedeutet, hat ein Antragssteller ein Nettoeinkommen von 2.500 Euro ist es sinnvoll die Höhe der Rente mit diesem Betrag festzusetzen.

Laufzeit der Rente

Die Standardangebote gehen in der Regel von einer Laufzeit von 10 Jahren aus. Besser ist es, die Laufzeit so zu wählen, dass die Berufsunfähigkeitsversicherung bis zum Erreichen des Pensionsalters läuft.

Wer sollte eine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen?

Die Berufsunfähigkeitsversicherung ist für alle wichtig, die über ein Einkommen verfügen, das es abzusichern gilt. Dabei ist es unerheblich ob ein Einkommen aus selbständiger Arbeit oder aus einem Angestellten- oder Arbeiterverhältnis erzielt wird.

Prognosezeitraum & Anspruch

Der Prognosezeitraum ist für den Versicherten von großer Bedeutung. Um eine Zahlung aus der Berufsunfähigkeitsversicherung in Anspruch nehmen zu können, ist die Bestätigung durch einen Arzt oder Sachverständigen notwendig. Bei diesem Gutachten wird festgestellt, wie lange die Arbeitsunfähigkeit dauern wird. Es wird ein Prognosezeitraum von 6 Monaten empfohlen. Ein längerer Prognosezeitrum kann sich sehr nachteilig für den Versicherten auswirken.

Der österreichische Versicherungsmarkt ist nicht gerade transparent. Die fünf größten Versicherungsunternehmen Österreichs sind:

1. Uniqa 14,32 % Marktanteil
2. Wiener Städtische 13,62 % Marktanteil
3. Generali Versicherung 13,44 % Marktanteil
4. Allianz Elementar 05,66 % Marktanteil
5. Sparkassen Versicherung 05,02 % Marktanteil

Um die richtige Berufsunfähigkeitsversicherung zu finden, empfiehlt es sich, zuerst im Internet einen Vergleich zu starten. Zusätzlich empfiehlt es einen individuellen Vergleich durch einen Versicherungsmakler durchführen zu lassen.

David Reisner

David Reisner

Ich bin 1987 in Graz geboren und ebenfalls in Graz wohnhaft. Seit 2003 beschäftige ich mich mit der Gestaltung von Finanz-Informationsseiten und setze mich tagtäglich mit einem breiten Spektrum an Themen auseinander. Neben Fokus auf Finanzen interessieren mich auch Nachrichten aus den verschiedensten Bereichen wie Kryptowährungen und Aktienkurse sowie die Entwicklung der Wirtschaft in Österreich. Als Betreiber von finanzer.at liegt mein Fokus darauf, Informationen für LeserInnen aufzubereiten und mit aktuellen Vergleichen dabei zu helfen, die besten Produkte und Lösungen zu finden.