Bausparen in Österreich – Vergleich, Tarife, Zinsen, Bausparkassen, Bausparprämie 2020

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Wichtig: Möglichst viele Angebote einholen & Höhe der Bauzinsen in Österreich vergleichen! Stockfoto-ID: 264138634 Copyright: ingae/Bigstockphoto.com

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Bausparer sind Gewinner. Und das gleich in mehrerlei Hinsicht. Sicherheit geht Hand in Hand mit einer planbaren Laufzeit und einem steuerfreien Geschenk des Staates, der Bausparprämie. Das macht den Bausparer zu einem der angesehensten und beliebtesten Sparprodukte in Österreich.
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Trotz Niedrigzinsphase nutzen seit Jahren konstant über vier Millionen Konsumenten den Bausparer, um Geld sicher und rentabel auf die hohe Kante zu legen. Gleichzeitig sichern sie sich das Anrecht auf ein günstiges Bauspardarlehen für den Traum vom Eigenheim.

  • Info: Die Bausparprämie 2020 in Österreich liegt bei 18 €

Der Bausparer – Tradition, Sicherheit, Prämie

Warum Bausparen in Österreich sich größter Beliebtheit erfreut und auch Sie überlegen sollten, aktiv zu werden, lässt sich relativ einfach auf den Punkt bringen:

Bausparen in Österreich ist sicher, einfach, flexibel und für jeden geeignet.

Sie als Konsument entscheiden, welchen Betrag Sie sparen möchten und in welchem Turnus Sie sparen. Und gleich, welche Variante Sie wählen: Der Staat unterstützt Sie bei Ihren Bemühungen mit der KESt-freien Bausparprämie.

Wichtig ist vor allem, dass Sie den Bausparer ganz flexibel an Ihre Bedürfnisse und Möglichkeiten anpassen können. Sie haben die Möglichkeit

  • monatlich
  • jährlich oder
  • einmalig

Geld auf den Bausparvertrag einzuzahlen. Die meisten Verbraucher entscheiden sich für die monatliche Zahlung der Sparrate. Wie hoch der Betrag ist, den Sie sparen, bleibt weitgehend Ihnen überlassen.

In der Regel sind es mindestens 20 oder 25 Euro pro Monat, die von den Bausparkassen in Österreich verlangt werden. Beachten Sie bitte: Um die Bausparprämie in voller Höhe zu erhalten, müssen insgesamt 1.200 Euro im Jahr eingezahlt werden.

Der Vorteil: Wenn Sie im laufenden Jahr bislang nur 500 Euro in Ihren Bausparer gezahlt haben, können Sie die Differenz zum prämienbegünstigten Höchstbetrag (in dem Fall 700 Euro) bis Ende des Jahres noch ein- bzw. nachzahlen.

Für alle, die mehr als 1.200 Euro im Jahr sparen, etwa durch einen Einmalerlag, gilt: Die entsprechenden Vorauszahlungen werden in den Folgejahren prämienbegünstigt berücksichtigt. Das heißt, es ist unerheblich, ob sie monatlich oder einmalig einzahlen: Die Bausparprämie erhalten Sie auf jeden Fall.

Auszahlung Bausparvertrag – den Bausparvertrag auflösen

Sobald die Mindestbindungsfrist von sechs Jahren erreicht ist und Sie den vereinbarten Betrag eingezahlt bzw. gespart haben, dürfen Sie sich auf das Geld freuen. Die Auszahlung des Bausparvertrags erfolgt allerdings nicht automatisch.

Sie müssen entscheiden, ob Sie Ihren Bausparvertrag für eine Bausparfinanzierung nutzen und ein Bauspardarlehen aufnehmen möchten. Das ist möglich für den Hausbau, den Wohnungskauf, Bildung und die Pflege. Oder Sie entscheiden sich, den Bausparvertrag auszahlen zu lassen. Wie Sie den Bausparvertrag ordnungsgemäß auflösen, erklärt die jeweilige Bausparkasse. Üblicherweise gibt es für die Kündigung des Bausparvertrages ein Formular, das Sie online abrufen oder anfordern können.

Bausparvertrag vorzeitig kündigen

Im Idealfall erfolgt die Auflösung des Bausparvertrages erst, nachdem die sechs Jahre und damit die Mindestbindungsfrist verstrichen sind. Doch manchmal geht es nicht anders und möchten man den Bausparer vorzeitig kündigen. Das kann ganz unterschiedliche Gründe haben, etwa finanzielle Probleme.

Den Bausparvertrag frühzeitig zu kündigen, hat jedoch massive Nachteile. Die s Bausparkasse schreibt, es sei „nicht empfehlenswert“, den Bausparvertrag vor Ablauf der sechsjährigen Mindestbindungsfrist zu kündigen.

Denn dadurch entstehen Kosten, die Sie als Konsument tragen müssen. Das sind zum einen Verwaltungskosten. Zum anderen wird auch der Zinsertrag gekürzt.

Wichtig: Wenn Sie eine widmungsgemäße Verwendung nachweisen können und das Guthaben für Wohn-, Pflege- oder Bildungsmaßnahmen nutzen, bleibt Ihnen die Bausparprämie erhalten.

Anderenfalls wird sie komplett gestrichen und Sie erhalten bei einer Kündigung des Bausparvertrags oft weniger zurück als Sie eingezahlt haben. Daher sollten Sie sich gut überlegen, ob Sie Ihren Bausparer vorzeitig auflösen.

Tipp: Klären Sie von Anfang an, welcher Bausparer für Sie optimal ist und welchen Betrag Sie sparen können. Dann profitieren Sie auf lange Sicht von allen Vorteilen Ihres Bausparers.

Bausparkassen in Österreich

Stellt sich die Frage: Wo kann ich einen Bausparer abschließen? Hier haben Sie die freie Wahl zwischen vier Bausparkassen in Österreich:

  • Wüstenrot Bausparen
  • Raiffeisen Bausparkassen
  • s Bausparkasse
  • start (ABV) Bausparkasse

Jede dieser Bausparkassen bietet Ihnen eigene Tarife mit unterschiedlichen Konditionen. Gemeinsam ist allen Verträgen die hohe Sicherheit – unter anderem dank der österreichischen Einlagensicherung – und die Bausparprämie.

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Ansonsten gibt es viele kleine, aber feine Unterschiede. Das betrifft in erster Linie die Verzinsung des Vertrages. Doch auch die Kontoführungsgebühren und die übrigen Bedingungen variieren.

Das ist der Grund, warum Sie vor Abschluss immer einen Bausparer-Vergleich nutzen sollten. Damit gehen Sie auf Nummer sicher, das für Sie bestmögliche Sparprodukt zu erhalten. Entscheidend ist dabei vor allem, was am Ende unter dem Strich steht. Wie hoch ist Ihre ganz persönliche Rendite? Davon können Sie sich mit einem Bausparvergleich binnen weniger Sekunden einen ersten Eindruck verschaffen. Sie müssen dazu lediglich entscheiden, ob Sie monatlich, jährlich oder einmalig einzahlen möchten und wie hoch der Betrag sein soll. Danach erhalten Sie sofort das Ergebnis und können die Variablen anschließend ganz nach Ihren Wünschen anpassen.

Übrigens: Wenn Sie Ihren Bausparer online abschließen, profitieren Sie bisweilen von besseren Konditionen und teilweise auch von kleinen Boni.

Schon allein deshalb rentiert sich der Bausparvergleich. Nutzen Sie die Möglichkeit, die Bauspartarife in Österreich zu vergleichen. Damit gehen Sie auf Nummer sicher, das beste Produkt für Geld zu finden.

Bausparen – die Geschichte

Bausparen ist eine Erfolgsgeschichte, schon seit Jahrhunderten. Die Grundlage bildet der kollektive Spargedanke. Mehrere Personen zahlen in einen gemeinsamen Topf ein, um später Wohneigentum finanzieren zu können.

Die Verträge werden zu unterschiedlichen Zeiten zuteilungsreif und zur Auszahlung gebracht. Man erhält dann seine Einzahlung zurück und ein Darlehen, das man in den gemeinsamen Topf zurückzahlt. In anderen Worten: Weil viele Personen sich beteiligen, kann der Einzelne sich schneller den Traum vom Eigenheim verwirklichen.

Start in Österreich: 1929

Erste Gesellschaften, die auf diesem Prinzip beruhen, wurden in China bereits im dritten Jahrhundert vor Christus gegründet. In Europa fiel der Startschuss 1775 mit der Kettley´s Building Society. Allerdings waren diese Gesellschaften zeitlich begrenzt, bis jedes Mitglied sein Eigenheim hatte. Als dauerhaft Einrichtung wurden die ersten Bausparkassen in Deutschland etabliert. In Österreich machte 1929 die „Bauspar- und Realkreditkasse von gewerblichen Erwerbs- und Wirtschaftsgenossenschaften Österreichs“ den Anfang, heute besser bekannt als start:Bausparkasse.

Von da ab nahm Bausparen in Österreich eine durchweg positive Entwicklung. Den Weg auf den Thron der beliebtesten Finanzprodukte schaffte der Bausparer jedoch erst 1972 dank des neuen Einkommensteuergesetzes. Jedem Bausparer steht seither die staatliche Bausparprämie zu. Seinerzeit standen noch 4,5 Prozent zu Buche. 1998 wurde eine Spanne von 1,5 bis 4,0 Prozent festgelegt.

Bausparprämie Österreich

Die Bausparprämie ist das Zuckerl beim Bausparer. Mit ihr versüßt der Staat die Bemühungen, Geld auf die hohe Kante zu legen. Eingeführt wurde die Bausparprämie in Österreich 1973. Dabei handelt es sich um einen staatlichen Zuschuss, der rein rechtlich eine Erstattung der Einkommensteuer darstellt.

Das heißt: Jeder Bausparer erhält einen Teil seiner Lohnsteuer erstattet. Maßgeblich ist dabei der Betrag, der in den Vertrag eingezahlt wurde.

Anfangs galt für die Förderung eine Obergrenze von 1.000 Euro pro Jahr. Mit der Novellierung des Bauspargesetzes wurde der Betrag auf 1.200 Euro angehoben. Oder anders ausgedrückt: Wer in seinen Bausparvertrag monatlich 100 Euro einzahlt, nutzt die Bausparprämie in Österreich optimal aus.

Doch auch mit einer niedrigeren monatlichen Sparrate rentiert sich die Bausparprämie, zumal jederzeit die Möglichkeit besteht, zusätzlich Geld in den Bausparvertrag einzuzahlen. Denn für die Bausparprämie in Österreich ist ausschließlich die im laufenden Jahr eingezahlte Summe relevant. Gezahlt wird die Prämie stets im Nachhinein am 31. Jänner.

Wie hoch ist die Bausparprämie?

Die Höhe der Bausparprämie in Österreich richtet sich nach dem Kapitalmarkt. Das heißt, der Wert ist nicht für die gesamte Laufzeit eines Bausparvertrages garantiert, sondern kann sich im Laufe der Zeit durchaus ändern – sowohl in die eine als auch in die andere Richtung. Damit Konsumenten bei eher schwachen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen nicht leer ausgehen, wurde ein Rahmen festgelegt, innerhalb dessen sich die Prämie bewegt.

Die Untergrenze sind 1,50 Prozent. Nach oben hin ist die Bausparprämie in Österreich bei 4,0 Prozent gedeckelt.

Aktuell gilt ein Wert von 1,5 Prozent. Wer den förderfähigen Höchstbetrag von 1.200 Euro einzahlt, erhält demnach 18 Euro auf seinem Bausparer gutgeschrieben.

Bei einer Laufzeit von sechs Jahren ergibt sich eine Gesamtförderung des Bausparvertrags in Höhe von 108 Euro. Das ist eine durchaus stattliche Summe, zumal man dafür „nur“ sparen muss.

Die Entwicklung der Bausparprämie in Österreich

Jahr Bausparprämie in Prozent

  • 2000 3,5
  • 2001 4,5
  • 2002 4,5
  • 2003 4,0
  • 2004 3,5
  • 2005 3,5
  • 2006 3,0
  • 2007 3,5
  • 2008 4,0
  • 2009 4,0
  • 2010 3,5
  • 2011 3,0
  • 2012 1,875 (bis 1.4.: 3,0 %, anschließend: 1,5 %
  • 2013 1,5
  • 2014 1,5
  • 2015 1,5
  • 2016 1,5
  • 2017 1,5
  • 2018 1,5
  • 2019 1,5

Die Bausparprämie wurde bis zum Jahr 2008 für jährliche Einzahlungen von bis zu 1.000 Euro gewährt. Seit 2009 werden maximal 1.200 Euro pro Jahr gefördert, was einer monatlichen Einzahlung von 100 Euro in den Bausparvertrag entspricht.

Vorteil: Die Bausparprämie ist KESt-frei

Während für Zinsen und Co. normalerweise 25 Prozent Kapitalertragssteuer (KESt) verlangt werden, ist die Bausparprämie in Österreich KESt-frei. Oder anders ausgedrückt: Die Gutschrift wird nicht durch Steuern geschmälert. Lediglich auf den Zinsertrag, den der Bausparvertrag regulär abwirft, müssen Konsumenten Kapitalertragssteuer zahlen.

Kurzum: Die Bausparprämie sorgt dafür, dass sich Bausparen in Österreich rentiert. Mit aktuell 1,50 Prozent Förderung ist die Prämie deutlich höher als jeder Zins auf dem Sparbuch. Wer regelmäßig sparen möchte und bereit ist, sich sechs Jahre zu binden, kann mit einem Bausparer also nur gewinnen. Damit auch die übrigen Vertragskomponenten passen, raten wir zu einem Bausparvergleich, damit Sie sich die besten Konditionen sichern.

Bausparverträge in Österreich: variabel, fixe und Einmalerlag

Eines der wichtigsten Kriterien beim Bausparvergleich sind zweifelsohne die Zinsen. Diesbezüglich gibt es eine Vielzahl an Möglichkeiten, wie das Guthaben auf dem Bausparvertrag verzinst wird. Doch auch bei den übrigen Konditionen stehen mehrere Variablen zur Wahl.

  • Bausparer mit variablen Zinsen: Eine der klassischen Vertragsversionen ist der Bausparer mit variablem Zins. Die Höhe der Verzinsung richtet sich nach der Entwicklung am Markt und wird dementsprechend angepasst. Dabei arbeiten alle Banken mit einem Zinsrahmen, der im Schnitt von mindestens 0,1 bis maximal 4,0 Prozent reicht.
  • Bausparer mit fixen Zinsen: Dass bei einem Bausparvertrag für die gesamte Laufzeit ein fester Zinssatz garantiert wird (Fixzins), ist eher die Ausnahme. Angeboten wird ein solcher Tarif zum Beispiel von der Raiffeisen Bausparkasse mit dem Relax Bausparen. Hier erhalten Konsumenten den Fixzins für volle sechs Jahre.
  • Bausparer mit Mix-Zins: Inzwischen ist der Mix-Zins das gängige Modell für Bausparverträge. Die Bausparkasse verspricht für die ersten Tage, Monate oder Jahre einen fixen Zins. Im Anschluss greift dann der variable Zins mit einer Spanne von 0,1 bis etwa 4,0 Prozent – abhängig davon, wie sich der Zinsmarkt entwickelt.
  • Bausparer mit Einmalerlag: Sie möchten nicht Monat für Monat sparen, sondern den gesamten Betrag – bei den meisten Bausparkassen in Österreich liegt die Obergrenze bei 8.400 Euro – auf einmal einzahlen: kein Problem. Es gibt Bausparer mit Einmalerlag. Auch hier erhalten Sparer jährlich die Bausparprämie gutgeschrieben.
  • Bausparer für Kinder und Jugendliche: Für Bausparer gibt es keine Altersbegrenzung. Sie können zum Beispiel Ihren Kindern oder Enkeln einen Bausparer schenken. Denn auch der Nachwuchs erhält die Bausparprämie und damit eine sichere Rendite. Hinzu kommt, dass Kinder und Jugendliche oft bessere Konditionen und/oder kleine Geschenke erhalten.

Bauspartarife in Österreich – die Konditionen

Raiffeisen Bausparkassen

klassisches Bausparen

  • Fixzins für zwölf Monate
  • anschließend marktkonforme Verzinsung – mindestens 0,2 und maximal 4,0 Prozent
  • monatliche, jährliche oder Einmalerlag
  • Sparbetrag bis 8.400 Euro

Jugend Bausparen

  • Fixzins für ein Jahr – höher als beim klassischen Bausparen
  • anschließend marktkonforme Verzinsung – mindestens 0,2 und maximal 4,0 Prozent
  • Sparbetrag bis 8.400 Euro

Mixzins Bausparen

  • Fixzins für drei Jahre
  • anschließend marktkonforme Verzinsung – mindestens 0,2 und maximal 4,0 Prozent
  • Sparbetrag bis 8,400 Euro

Relax Bausparen

  • Fixzins für sechs Jahre
  • ausschließlich Einmalerlag
  • Sparbetrag bis 8.400 Euro

Wüstenrot Bausparkassen

Smart Bausparen

  • optimale Laufzeit von 10 Jahren
  • kann nach sechs Jahren beendet werden
  • Grundverzinsung (fix) für sechs Jahre
  • anschließend bis zum Ende des zehnten Jahres ebenfalls Fixzins
  • ab 25 Euro pro Monat

Flexibles Bausparen

  • Startzins (fix) für sechs Monate
  • anschließend marktgerechte Zinsen, mindestens 0,2 und maximal 4,0 Prozent jährlich

Flexibles Jugendbausparen

  • für alle unter 26 Jahren
  • Startzins (fix) für die ersten sechs Monate – höher als beim regulären Bausparen
  • anschließend marktgerechte Zinsen, mindestens 0,2 und maximal 4,0 Prozent jährlich

Bonus Bausparen

  • acht Jahre Sparzeit
  • ab 1.000 bis maximal 15.000 Euro Einmalerlag je Kunde
  • jährlich steigende Zinsen

start Bausparkasse

  • variabler Zins von mindestens 0,1 bis maximal 4,25 Prozent p.a.
  • Zins gilt für bis zu 9.500 Euro
  • Bonus bei Online-Vertrag

s Bausparkassen

Plus Bausparen

  • anfangs Fixzins für 200 Tage
  • anschließend variabel verzinst von 0,15 bis 4,25 Prozent jährlich
  • Laufzeit: sechs Jahre

Jugend Bausparen

  • anfangs Fixzins für 200 Tage
  • anschließend variabel verzinst von 0,15 bis 4,25 Prozent jährlich
  • Laufzeit: sechs Jahre
  • Aktionen beachten: Geschenke und Boni für Kinder und Jugendliche

Welche Vorteile hat ein Bausparer?

Einen Bausparer abschließen. Das klingt altbacken. Doch mit derzeit über 4,3 Millionen Verträgen ist Bausparen in Österreich nach wie vor sehr beliebt. Und das hat gleich mehrere Gründe. Denn Bausparen bieten viele Vorteile, die man bei anderen Finanzprodukten vergebens sucht. Hier die Vorteile von Bausparen in Österreich:

  • Flexibilität: Sie allein entscheiden, ob Sie 20 oder 100 Euro im Monat, jährlich 1.200 Euro oder aber einmalig einen festen Betrag in den Bausparvertrag einzahlen. Selbst mit einem vergleichsweise kleinen Budget ist es also möglich, einen Bausparvertrag zu bedienen und sich langsam ein Vermögen aufzubauen. Welche Vertragsvariante am rentabelsten ist, können Sie über einen Bausparvergleich klären. Welche Option am besten zu Ihnen passt, richtet sich nach Ihren finanziellen Möglichkeiten. Sie haben beim Bausparer quasi die freie Wahl.
  • Sicherheit: Anders als bei Aktien oder Fonds gibt es bei einem Bausparer kaum Unwägbarkeiten. Die Zinsen sind – ebenso wie die staatliche Bausparprämie in Österreich – zwar variabel. Doch Sie wissen bei einem Bausparvertrag von Anfang an, mit welchem Betrag Sie am Ende rechnen können. Hier gibt es keine bösen Überraschungen, sondern einen planbaren Ertrag. Perfekt für Sie, wenn Sie Sicherheit und eine solide Verzinsung wünschen.
  • Laufzeit: Mindestens sechs Jahre. So lange muss man in einen Bausparvertrag einzahlen. Das ist ein überschaubarer und durchaus noch planbarer Zeitraum. Sie binden sich zwar längere Zeit, profitieren dafür aber von einer vergleichsweise hohen und dazu noch KESt-freien Bausparprämie. Wenn Sie bedenken, dass Sie in eine Lebens- oder Rentenversicherung bisweilen 30 oder mehr Jahre einzahlen, ist der Bausparer eher kurzfristig.
  • Bausparprämie: Wenn es ein Argument für Bausparen in Österreich gibt, dann ist es die Bausparprämie. Sie ist per Gesetz geregelt, wird pünktlich gutgeschrieben und sorgt für eine ordentliche Rendite. Aktuell spendiert der Staat 1,5 Prozent auf die im laufenden Jahr getätigten Einzahlung – bis zu einer Obergrenze von 1.200 Euro. Das sind 18 Euro als „kleines Geschenk“ für alle Bausparer.
  • Ein Produkt für Jedermann: Bausparen ist für jeden etwas. Abgesehen davon, dass man einen festen Wohnsitz in Österreich haben und unbeschränkt steuerpflichtig sein muss, gibt es keine Einschränkungen, um einen prämienbegünstigten Bausparvertrag abzuschließen. Weder das Einkommen noch die Bonität sind relevant. Es kommt einzig auf die Bereitschaft an, regelmäßig den vereinbarten Betrag zu sparen und sich mindestens sechs Jahre zu binden.
  • Für Kinder und Jugendliche geeignet: Der Bausparer ist auch insofern ein Produkt für jedermann, da selbst Kinder und Jugendliche gezielt Geld sparen können. Ob sie ihr Taschengeld einzahlen, der Opa, die Oma, der Onkel, die Tante oder die Eltern, ist zweitrangig. Tipp: Gerade für Kinder und Jugendliche rentiert sich in Österreich ein Bausparvergleich, weil es teils kleine Boni oder Geschenke gibt, die sich in Euro und Cent bezahlt machen.
  • Bauspardarlehen: Nicht zu vergessen: Wer einen Bausparvertrag abschließt, hat später die Möglichkeit, ein Bauspardarlehen abzuschließen. Ein solches Darlehen ist meist deutlich günstiger als andere Immobilienkredite. Darüber hinaus kann man das Kapital auch für die Ausbildung oder die Pflege Angehöriger nutzen.

Hat ein Bausparer auch Nachteile?

Neben den vielen Vorteilen, die Bausparen in Österreich hat, gibt es auch einige nachteilige Aspekte, die wir nicht verschweigen möchten. Dazu zählt die Laufzeit. Sechs Jahre sind zwar eher im kurz- und mittelfristigen Segment angesiedelt, aber nach wie vor ein langer Zeitraum.

Das Geld ist 72 Monate an den Bausparvertrag gebunden und steht nicht für andere Zwecke zur Verfügung. Auch die Kontoführungskosten fallen beim Bausparen ins Gewicht.

Gerade aus dem Grund rentiert es sich, einen Bausparvergleich zu nutzen. Denn dabei werden auch die Kosten für die Kontoführung berücksichtigt, die von Bausparkasse zu Bausparkasse unterschiedlich hoch sind.

Bisweilen werden auch die Zinsen für den Bausparvertrag als zu niedrig bewertet. Im Vergleich zu anderen Renditen trifft das ganz sicher zu. Doch dafür bietet ein Bausparer in Österreich die höchste Sicherheit. Abgesehen vom Risiko, dass die Zinsen weiter sinken, gibt es in dieser Hinsicht keine Nachteile. Das gilt auch für die Bausparprämie. Sie ist ein steuerfreies Geschenk des Staates mit derzeit 1,5 Prozent für maximal 1.200 Euro pro Jahr.

Das Bauspardarlehen in Österreich

Ursprüngliche war Bausparen buchstäblich als Sparen für den Bau eines Hauses gedacht. Inzwischen ist die Spannweite etwas größer. Bausparen kann auch dem Kauf einer Immobilie dienen oder der Sanierung respektive Modernisierung, inzwischen sogar der Bildung und der Pflege.

Dabei bildet der Bausparvertrag die Grundlage für das spätere Bauspardarlehen. Das heißt: Sie schaffen sich durch das regelmäßige Sparen selbst den Grundstock für den Traum von den eigenen vier Wänden.

Das Bauspardarlehen selbst ist – wie der Bausparvertrag – an strikte Regeln gebunden. Das betrifft gleich mehrere Aspekte:

  • den maximalen Betrag
  • den Darlehenszins
  • die maximale Laufzeit

Am wichtigsten dürfte für die meisten angehenden Hausbesitzer sein, mit welchem Betrag sie bei einem Bauspardarlehen in Österreich rechnen können. Hier wurde die Grenze bei 180.000 Euro pro Person gezogen.

Handelt es sich um ein Paar, beide mit eigenem Bausparvertrag, ergibt sich daraus ein Höchstbetrag für das Bauspardarlehen von 360.000 Euro. Damit stehen in der Regel alle Wege offen, um ein Haus zu kaufen, zu bauen, zu renovieren oder zu modernisieren.

Pluspunkt: niedrige Zinsen beim Bauspardarlehen

Bei derart hohen Beträgen spielt der Zins eine nicht zu unterschätzende Rolle. Auch hier hat der Gesetzgeber in Österreich für klare Bahnen gesorgt und damit dafür, dass Konsumenten bestmöglich planen können. Die Zinsen für ein Bauspardarlehen dürfen sich, abhängig von der Marktlage, zwischen 3,0 und 6,0 Prozent bewegen. Angesichts der anhaltenden Niedrigzinsphase wurde der untere Wert den Gegebenheiten angepasst und auf 1,5 Prozent korrigiert. Welche der Bausparkassen in Österreich aktuell die besten Konditionen bietet, sollte vorab mit einem Vergleich geklärt werden. Das spart auf lange Sicht viel Geld und macht sich in der Bau-Kasse angenehm bemerkbar.

Der entscheidende Punkt ist jedoch die Zinsobergrenze von 6,0 Prozent. Damit ist man auf der sicheren Seite, selbst dann, wenn die Bauzinsen über kurz oder lang wieder anziehen sollten. Bei anderen Immobilienfinanzierungen muss für diese Form der Planungssicherheit bezahlt werden. Die Laufzeit des Bauspardarlehens in Österreich beträgt übrigens maximal 25 Jahre.

Bedingungen für ein Bauspardarlehen in Österreich

Während es beim Bausparvertrag in Österreich kaum Bedingungen gibt, die Konsumenten erfüllen müssen, sieht es beim Bauspardarlehen etwas anders aus. Hier müssen Interessenten zum einen ihre Bonität nachweisen und zum anderen Unterlagen für das geplante Bau- oder Kaufvorhaben beibringen. Verlangt werden zum Beispiel Kaufverträge oder Pläne. Als Sicherheit dient der Bausparkasse das Haus.

Österreich Bauspar-Tipps und FAQ

  • Laufzeit Bausparvertrag
    Die Mindestbindungsfrist beim Bausparer beträgt sechs Jahre. Einige Bausparkassen bieten auch Verträge bis zu zehn Jahre an – und dafür höhere Zinsen.
  • Welche Bausparkassen gibt es?
    In Österreich gibt es vier Bausparkassen: Raiffeisen Bausparkasse, s Bausparkasse, Wüstenrot Bausparkasse, start Bausparkasse. Jede hat unterschiedliche Tarife. Daher raten wir Ihnen zu einem Bausparvergleich.
  • Wie lange dauert die Auszahlung eines Bausparvertrags?
    Nach sechs Jahren (der Mindestbindungsfrist) entscheiden Sie, ob Sie eine Bausparfinanzierung oder eine Auszahlung wünschen. Dazu gibt es entsprechende Formulare der Bausparkasse. Die Auszahlung erfolgt nach der Prüfung Ihres Antrags.
  • Bausparvertrag vorzeitig auszahlen lassen
    Den Bausparvertrag vorzeitig auszahlen zu lassen, ist möglich, aber nicht ratsam. Zum einen verursacht die vorzeitige Kündigung des Bausparers Kosten. Zum anderen verlieren Sie unter Umständen die Bausparprämie. Die KESt-freie Prämie wird bei einer vorzeitigen Kündigung nur gewährt, wenn das Geld widmungsgemäß verwendet wird (Hausbau, Wohnungskauf, Bildung oder Pflege). Im Zweifelsfall sprechen Sie bitte mit Ihrer Bausparkasse.
  • Nachzahlung Bausparvertrag
    Eine Nachzahlung macht immer dann Sinn, wenn der höchstmögliche Betrag für die Bausparprämie im laufenden Jahr noch nicht erreicht wurde. Das sind derzeit 1.200 Euro. So sichern Sie sich den Anspruch auf die volle Prämie. Wie Sie Geld beim Bausparer nachzahlen können, erklärt Ihnen Ihre Bausparkasse.
  • Vertragssumme Bausparen
    Die Vertragssumme beim Bausparen wird von den meisten Bausparkassen nach oben hin gedeckelt. Um die Bausparprämie optimal zu nutzen, sind 1.200 Euro Jahr pro Jahr nötig. Das ergibt bei einer Mindestbindungsfrist von sechs Jahren einen Betrag von 7.200 Euro. Je nach Bausparkasse liegt die maximale Vertragssumme auch höher.
  • Für wen ist Bausparen sinnvoll?
    Bausparen ist für jeden sinnvoll, der Geld sicher und für einen überschaubaren Zeitraum anlegen möchte. Die Zinsen sind derzeit zwar eher niedrig, dafür belohnt der Staat die Bemühungen mit einer Bausparprämie. Möglich ist Bausparen auch für Kinder und Jugendlich – etwa als Geschenk von Oma, Opa oder den Eltern.
  • Tarifvergleich Bausparen
    Angesichts verschiedener Tarife und Optionen raten wir jedem zu einem Tarifvergleich Bausparen. Nur so gehen Sie sicher, den besten Tarif mit der höchstmöglichen Rendite zu erhalten. Nutzen Sie den Bausparvergleich – kostenlos und unverbindlich. Haben Sie den perfekten Vertrag gefunden, können Sie Ihnen direkt online abschließen.
David Reisner

David Reisner

Ich bin 1987 in Graz geboren und ebenfalls in Graz wohnhaft. Seit 2003 beschäftige ich mich mit der Gestaltung von Finanz-Informationsseiten und setze mich tagtäglich mit einem breiten Spektrum an Themen auseinander. Neben Fokus auf Finanzen interessieren mich auch Nachrichten aus den verschiedensten Bereichen wie Kryptowährungen und Aktienkurse sowie die Entwicklung der Wirtschaft in Österreich. Als Betreiber von finanzer.at liegt mein Fokus darauf, Informationen für LeserInnen aufzubereiten und mit aktuellen Vergleichen dabei zu helfen, die besten Produkte und Lösungen zu finden.