Automatische Geldanlage mit Robo Advisor

Hohe Rendite-Chancen beim Forex Trading

Inhalt

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Die Idee für eine automatisierte Anlagestrategie entstammt direkt der theoretischen Finanzmathematik. Sogar Professoren an den Universitäten leiten diesen Grundsatz aus der Portfoliotheorie von Markowitz und noch mehr von Bachliers Random Walk Theorem ab.

Durch die technischen Fortschritte musste diese Idee irgendwann auf den nächsten, praktischen Level gehoben werden und genau das sind die Robo-Advisors. Doch zunächst widmen wir uns der reinen Theorie, denn schon dadurch offenbart sich der Vorteil dieser modernen Art des Trading.

Robo Advisor Vergleich Österreich

Vom Random Walk zum Robo Advisor

Ein Laie geht von mysteriösen Finanzmärkten aus, welche nur von Profis mit viel Erfahrung durchschaut werden können. Wissenschaftlich betrachtet, hält dieses Vorurteil keineswegs stand.

Schon zum Beginn des 20. Jahrhunderts stellte ein verkannter, französischer Mathematiker namens Louis Bachelier fest, dass sich Kursverläufe einfach nicht vorhersagen lassen – sie bewegen sich absolut zufällig (Random Walk). Erst in den 50iger Jahren wurde seine Arbeit wieder entdeckt und gilt bis heute als wichtiger Grundstein der Portfoliotheorie.

Theorethisches Konzept zur EMH

Aus den Überlegungen der Portfoliotheorie ging die Effizienzmarkthypothese (EMH) hervor. Diese besagt in ihrer semi-starken und starken Form, dass bereits alle vorhanden Informationen in den Kursverläufen verarbeitet sind, bevor diese dem Markt zur Verfügung stehen.

Erfolgreiche Anlage
Erfolgreiche Anlage

In der starken Form wird diese Annahme sogar auf Insider-Informationen ausgeweitet. Wenn das stimmen würde, hätte unter vereinfachten Annahmen kein Finanz-Guru bessere Chancen auf dem Aktienmarkt als ein blutiger Anfänger oder gar ein Schimpanse, der rein zufällig auf Kursverläufe setzt. So lautet zumindest das theoretische Konzept (ohne Bayes und andere Theoretiker miteinzubeziehen).

Welchen Vorteil bringt automatisches Trading?

Wenn diese These durch die Praxis belegt sein würde, dann wäre es sogar schädlich selbst zu traden. Schließlich benötigt es Zeit und Geld um Informationen zu akquirieren, welche am Ende keinen Vorteil brächten.

Dazu müssen wir nur an ein die Kosten für das Abo der Financial Times und die Zeit sie zu lesen denken. Unter dem Strich wäre der Profit also höher, wenn diese Kosten weg fallen würden und wegen dem rein zufälligen Verlauf der Kurse, die Gewinne identisch wären. Automatisch traden zu lassen ist folglich profitabler!

Jetzt lässt sich diese Idee nicht uneingeschränkt auf die Praxis ummünzen. Manche Studien geben ihr recht, während andere sie widerlegen. Aber diese Idee macht klar, warum ein Robo Advisor eine mehr als geniale Idee darstellt.

Wie arbeitet der Robo Advisor?

Nachdem wir nun die theoretischen Grundlagen erläutert haben und daraus eine Empfehlung für diese neue Art des Tradings ableiten konnten, wollen wir nun die grundsätzliche Funktionsweise erklären. Selbstverständlich unterscheidet sich die Arbeitsweise der einzelnen Anbieter, aber das grundsätzliche Vorgehen haben doch die meisten Robo Advisors gemeinsam.

Analyse zum Trading mittels Fragebogen zur Risikobereitschaft

Zuerst wird von dem Anleger ein Fragebogen ausgefüllt. Damit wird in erster Linie die Risikobereitschaft ermittelt. Dieses Vorgehen kann auf die sogenannte Tobin-Seperation zurückgeführt werden. Diese besagt, dass nur ein effizientes Marktportfolio und eine sichere Geldanlage (meist AAA Anleihen) notwendig sind, um jeder Risikobereitschaft zu genügen.

Es muss nur das Verhältnis aus Marktportfolio und risikoloser Anlage gewählt werden. Risikoaverse Anleger stecken mehr Kapital in die sicheren Anleihen und risikofreudige Anleger investieren mehr in die Zusammenstellung aus Aktien.

  • Hinweis: Ein effizientes Marktportfolio definiert sich dadurch, dass keine andere Zusammenstellung aus Aktien mehr Rendite bei gleichem Risiko oder ein geringes Risiko bei gleicher Rendite bietet!

Achtung: Obwohl es theoretisch möglich wäre allen Investoren das gleiche effiziente Portfolio anzubieten und entsprechend den Anteil der risikolosen Anlage anzupassen, wird dies in der Praxis nicht immer so umgesetzt. Das liegt unter anderem an den unterschiedlichen Eingrenzungen der Märkte. Wenn jemand nur in den ATX investieren möchte, ergibt sich ein anderes effizientes Portfolio als bei der Investition in DAX und ATX usw.

Wie investiert der Robo Advisor?

Der Robo Advisor verwendet dann die erhobenen Präferenzen um in ein entsprechendes Gesamtportfolio zu investieren. Für den privaten Anleger gleicht dies dann der Investition in einen ganz individuellen, persönlichen Fonds, der eben von dem Programm zusammengestellt wurde. Bezüglich Risiko und Rendite verhält es sich auch wie mit einem Investmentfonds, der eben auf die entsprechenden Präferenzen abgestimmt wurde.

Wie hoch sind die Gebühren?

Vergleichen Sie die Kosten aber immer mit dem Zeitaufwand, den Sie ansonsten für das Studium der Märkte und die Recherche verwenden würden. Im direkten Vergleich erscheinen die Gebühren für den Robo Advisor immer gering, da der sonstige Zeitaufwand ohne automatisierte Abläufe Stunden verschlingen kann.

  • Tipp: Anfänger sollten unbedingt Ausschau nach einem Robo Trader halten, der ein Portfolio auf Basis eines großen Index (DAX, Dow Jones etc.) anbietet!
David Reisner

David Reisner

Ich bin 1987 in Graz geboren und ebenfalls in Graz wohnhaft. Seit 2003 beschäftige ich mich mit der Gestaltung von Finanz-Informationsseiten und setze mich tagtäglich mit einem breiten Spektrum an Themen auseinander. Neben Fokus auf Finanzen interessieren mich auch Nachrichten aus den verschiedensten Bereichen wie Kryptowährungen und Aktienkurse sowie die Entwicklung der Wirtschaft in Österreich. Als Betreiber von finanzer.at liegt mein Fokus darauf, Informationen für LeserInnen aufzubereiten und mit aktuellen Vergleichen dabei zu helfen, die besten Produkte und Lösungen zu finden.