Amtliches Kilometergeld 2020 in Österreich

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Das amtliche Kilometergeld ist in Österreich eine Pauschalabgeltung für alle Kosten, welche durch die Nutzung eines privaten Kraftfahrzeug für Dienstfahrten entstehen. Das gilt für den Dienstangehörigen des Bundes, aber auch für Arbeitnehmer in der Privatwirtschaft und Selbstständige.

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Das Amtliche Kilometergeld 2020 in Österreich liegt bei 0,42 € pro KM für PKW.

Das amtliche Kilometergeld wird in folgenden Pauschalbeträgen im Jahr 2020 gewährt:

  • Für Fahrten mit einem PKW oder Kombi erhält der Fahrer 0,42 €/KM.
  • Für Fahrten mit dem Motorrad, das mehr als 250 ccm Hubraum hat, gibt es 0,24 €/KM.
  • Fahrten mit einem Motorrad oder einem Mofa, das weniger als 250 ccm Hubraum: 0,24 €/KM.
  • Pro Mitfahrer werden 0,05 €/KM gewährt.
  • Wer mit dem Fahrrad oder zu Fuß dienstlich unterwegs ist, der kann ab einer Strecke, die länger als 2 km ist, 0,38 €/KM erhalten. Wer sich für den amtlichen Kilometergeldsatz entscheidet, hat keinen Anspruch mehr auf einen höheren Satz. Davon ausgenommen ist der Nachweis höhere Kosten, so dass die Differenz beim Finanzamt geltend gemacht werden kann.

Kosten, die mit dem Kilometergeld abgegolten sind

  • Abschreibung und Werteverlust
  • Benzin- und Ölkosten
  • Wartung und Reparaturen, die durch den laufenden Betrieb entstehen.
  • Zusatzkosten, etwa für Winterreifen.
  • Kosten für das Autoradio
  • Steuern und Gebühren
  • Versicherungen
  • Mitgliedsbeiträge in Autofahrerclubs.
  • Kosten für Leasing- und Kreditraten.
  • Kosten für das Parkpickerl und andere Parkgebühren, sowie Mautgebühren.

Kilometergeld und Steuerfreiheit

In der Höhe in der das Kilometergeld gewährt wird, ist es steuerfrei. Es ist also eine steuerliche Höchstgrenze und alle Beträge, die freiwillig darüber gewährt werden, sind steuerpflichtig. Beispiel: Das amtliche Kilometergeld beträgt für einen PKW 0,42 €/KM. Der Arbeitgeber gewährt aber 0,50 €/KM. 0,08 €/KM sind zu versteuern.

Geregelt sind die Kilometergeldbeträge in der Reisegebührenvorschrift des Bundes. Es ist für Bundesbedienstete verpflichtend, wirkt aber auf die Privatwirtschaft, wo es als Richtlinie gilt und den Höchstbetrag für eine steuerfreie Auszahlung angibt.

In der Privatwirtschaft wird das Kilometergeld in Kollektivverträgen, Betriebsvereinbarungen und individuellen Verträgen geregelt.
Grundsätzlich gilt, dass nur die Pauschalbeträge als Werbungskosten angesetzt werden dürfen. Weitergehende Kosten sind bis auf wenige Ausnahmen nicht erlaubt. Dazu gehören Kosten für genau genannte Schäden.

Die Voraussetzungen für die Steuerfreiheit sind:

1. Es muss eine Dienstreise vorliegen.
2. Der amtliche Höchstsatz, wie oben genannt, darf nicht überschritten werden.
3. Der Arbeitnehmer muss für den Unterhalt des Fahrzeugs selbst aufkommen und um das zu beweisen ein Fahrtenbuch führen oder andere Unterlagen beibringen, die darlegen, wie viele Kilometer für das Unternehmen gefahren wurden.

Erhält der Arbeitnehmer von seinem Dienstgeber einen eigenen Kilometersatz, so gilt dieser als zusätzliches Einkommen.
Die oben genannten Beträge, die für einen zurückgelegten Kilometer gezahlt werden, werden nur für höchstens 30.000 Kilometer im Jahr steuerfrei gezahlt. Auch der Gesamtbetrag in Euro unterliegt einer Maximalgrenze, die nicht überschritten werden darf, soll das Kilometergeld steuerfrei bleiben.

Ein Sonderfall – Der Arbeitnehmer wird versetzt

Wird der Arbeitnehmer zu einem anderen Arbeitsort versetzt, verändert sich sein Weg von seinem Wohnort zu seiner Arbeitsstelle.
Die Veränderungen beim Kilometergeld können in zwei Fällen dargestellt werden:

  • Bei einer dauerhaften Versetzung, gilt ab der Versetzung der neue Weg zur Arbeitsstätte. Eine Dienstreise wird nicht angenommen. Ein amtliches Kilometergeld fällt nicht an.
  • Bei einer zeitlich begrenzten Versetzung gilt, dass bis zum Ende des Monats, in dem die Fahrten zum ersten Mal überwiegend stattfinden Kilometergeld gezahlt wird. Es sind danach Verkehrabsetzbetrag und Pendlerpauschale fällig.
David Reisner

David Reisner

Ich bin 1987 in Graz geboren und ebenfalls in Graz wohnhaft. Seit 2003 beschäftige ich mich mit der Gestaltung von Finanz-Informationsseiten und setze mich tagtäglich mit einem breiten Spektrum an Themen auseinander. Neben Fokus auf Finanzen interessieren mich auch Nachrichten aus den verschiedensten Bereichen wie Kryptowährungen und Aktienkurse sowie die Entwicklung der Wirtschaft in Österreich. Als Betreiber von finanzer.at liegt mein Fokus darauf, Informationen für LeserInnen aufzubereiten und mit aktuellen Vergleichen dabei zu helfen, die besten Produkte und Lösungen zu finden.