Aktien aus Russland: Welches Potential haben Gazprom, Sberbank und der Stahlsektor?

Inhalt

+
-

Der russische Aktienmarkt ist für viele Anleger ein rotes Tuch. Aktionäre aus Europa meiden den russischen Markt häufig. Oftmals ist dies nur aus einem Bauchgefühl heraus begründet, denn russische Konzerne schütten zum Teil hohe Dividenden aus.

Hinzu kommt, dass das Kurs-Gewinn-Verhältnis mitunter deutlich niedriger ist, als es in Europa der Fall ist. Ebenfalls zu beachten ist, dass viele Konzerne eine enge Verknüpfung mit dem Staat pflegen und dieser als Anteilseigner Wert darauflegt, eine Dividende zu erhalten.
Russische Aktien können entweder direkt in Russland über entsprechende Börsen gekauft werden, oder in Form eines ADRs über die USA.

Der ADR Kauf wird von vielen Aktionären bevorzugt, da lediglich kleinere ADR Gebühren sowie die üblichen 15% Quellensteuer gezahlt werden müssen, die durch entsprechende Abkommen auf die Steuern in Österreich angerechnet werden können.

Hohe Ausschüttungsquote und regelmäßige Dividendenzahlungen locken nach Russland

Das Unternehmen Gazprom gilt als größter Öl- und Gas Konzern in Russland. Die Dividende wird einmal im Jahr ausgezahlt. In den vergangenen Jahren ist die Dividende anteilig am Gewinn des Unternehmens prozentual betrachtet deutlich gestiegen.

  • Auf der Gazprom Homepage (siehe Quelle Gazprom ) wird deutlich, dass die Dividende sich über die letzten Jahre sehr positiv entwickelt hat. Auch für die Zukunft wird mit attraktiven Zahlungen gerechnet, die nach der Corona Krise wieder steigen sollten. Bei der Sberbank wurde die Dividende in den vergangenen Jahren ebenfalls kräftig angehoben.
  • Mittlerweile werden 50% des Cash-Flows an die Aktionäre ausgeschüttet (siehe Statistik auf Sberbank Homepage ). Bedingt durch den Einstieg des Staats bei dem Unternehmen ist auch in der Zukunft mit einer attraktiven Rendite bzw. Ausschüttung zu rechnen.

Stahlkonzerne aus Russland zahlen hohe Dividendenrendite!

  • Die russischen Stahlkonzerne Novoliptesk, kurz NLMK sowie Serverstal, MMK und Evraz zählen zu den größten Stahlerzeugern des Landes. Die Stahl Produktion wird zum Teil im Inland z.B. für den Bau von Pipelines verwendet, aber auch im Ausland.
  • Die deutsche Automobilindustrie bezieht teilweise ihren Stahl aus Russland. Die Konzerne NLMK und Serverstahl schütten ihre Dividende quartalsweise aus und verfolgen eine attraktive Ausschüttungspolitik.
  • Auf der Serverstal Homepage (siehe Quelle Serverstal ) werden die letzten Dividendenzahlungen aufgelistet. Gleichzeitig informiert der Konzern darüber, wie die Dividendenpolitik sich in den vergangenen Jahren entwickelt hat. So lange die Verschuldung entsprechend gering ist, werden 100% des Free Cashflows an die Aktionäre ausgeschüttet.
  • Der Konkurrenz NLMK (siehe Quelle NLMK Homepage ) wirbt ebenfalls mit einer mehr als attraktiven Ausschüttungspolitik für die kommenden Jahre.
  • Häufig sind die russischen Stahlkonzerne in der Führung bekannter Oligarchen. So besitzt Roman Abramowitsch, dem auch der Fußball Club Chelsea London zugeschrieben wird einen nicht gerade unerheblichen Anteil am Stahlgiganten Evraz sowie am Nickelunternehmen Norilsk Nickel.
David Reisner

David Reisner

Ich bin 1987 in Graz geboren und ebenfalls in Graz wohnhaft. Seit 2003 beschäftige ich mich mit der Gestaltung von Finanz-Informationsseiten und setze mich tagtäglich mit einem breiten Spektrum an Themen auseinander. Neben Fokus auf Finanzen interessieren mich auch Nachrichten aus den verschiedensten Bereichen wie Kryptowährungen und Aktienkurse sowie die Entwicklung der Wirtschaft in Österreich. Als Betreiber von finanzer.at liegt mein Fokus darauf, Informationen für LeserInnen aufzubereiten und mit aktuellen Vergleichen dabei zu helfen, die besten Produkte und Lösungen zu finden.