Abfertigung Neu in Österreich

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Arbeitnehmer,selbstständige Erwerbstätige und Freie Dienstnehmer sind der von der Abfertigung Neu berechtigte Personenkreis.
Die Abfertigung Neu gilt für Arbeitnehmer deren Arbeitsverhältnis ab dem 1. Jänner 2003 begann. Selbstständige Erwerbstätige und freie Dienstnehmer sind ab dem 1. Jänner 2008 zur Abfertigung Neu berechtigt.

Voraussetzung für den Anspruch auf die Abfertigung Neu ist für Arbeitnehmer ein Arbeitsverhältnis, das mindestens einen Monat dauert und der Pflichtversicherung nach dem ASVG unterliegt. Einbezogen werden auch Lehrlinge in die Abfertigung Neu. Unter bestimmten Voraussetzungen werden Zeiten des Kinderbetreuungsgeldes und des Zivil- und Präsensdienstes einberechnet.

Finanzierung und Beiträge durch Arbeitgeber

Der Finanzierung liegt ein Beitragssystem zugrunde, in dem der Arbeitgeber einen Beitrag in Höhe von 1,53 % des monatlichen Entgeltes des Arbeitnehmers zuzüglich der Sonderzahlungen, wie Urlaubs und Weihnachtsgeld einzahlt.

Die Einzahlung erfolgt bei den Abfertigungskassen. Zuerst geht der Beitrag an die Krankenkassen, die den Beitrag prüft und dann an die Abfertigungskassen, dass sind vom Arbeitgeber gewählte betriebliche Vorsorgekassen, weiterleitet.

Der Arbeitgeber muss Abfertigungsbeiträge für die Präsens und Zivildienstzeiten, den Mutterschutz, den Krankenstand und die Ausbildungszeit zahlen.
Der Familienlastenausgleichsfond zahlt für die Zeit des Kinderbetreuungsgeldbezug und der Arbeitsmarktservice für die Bildungskarenz.
Der Finanzierungsbeitrag wächst aufgrund dieses Systems kontinuierlich an, während der Betrag in der Abfertigung Alt in Sprüngen wächst.

Weil das Dienstverhältnis mindestens einen Monat bestanden haben muss, bevor eine Einzahlung erfolgt, aber der erste Monat mitgerechnet wird, ist der erste Monat des Arbeitsverhältnisses beitragsfrei.

Das Abfertigungskonto

Die Vorsorgekassen als Abfertigungskassen haben ein Konto für jeden Arbeitnehmer und jede Arbeitnehmerin anzulegen und zu führen, das als Grundlage der Berechnung der Abfertigung gilt.
Jedes Jahr zum Bilanzstichtag wird der Arbeitnehmer schriftlich über den erworbenen Abfertigungsanspruch und die Grundzüge der Veranlagungspolitik informiert. Das gilt auch, wenn das Arbeitsverhältnis beendet wurde.

Wer hat Anspruch?

Der Arbeitnehmer oder Dienstleister hat gegen die Abfertigungskassen einen Anspruch auf Auszahlung des angesparten Kapitals.
Das Kapital bleibt bei allen Arten der Beendigung des Arbeitsverhältnisses erhalten, was in der Abfertigung Alt nicht gegeben war. Hier verfiel bei einer Selbstkündigung das Kapital. Der Erhalt des Kapitals ist auch unabhängig von der Dauer des Arbeitsverhältnisses.

Der Anspruch auf Auszahlung besteht bei der Abfertigung Neu, wenn drei Einzahlungsjahre vorliegen oder, wenn mehrere Arbeitsverhältnisse oder Dienstleistungsverträge vorliegen, wenn drei Jahre nach Ablauf der ersten Beitragszahlungen oder der letzten Verfügung eingezahlt wurde. Beitragszeiten müssen bei mehreren Verhältnissen zusammengerechnet werden.

Auszahlungsansprüche entstehen auch, wenn durch den Arbeitgeber gekündigt wurde, eine ungerechtfertigte oder unverschuldete Entlassung vorliegt, ein berechtigter vorzeitiger Austritt des Arbeitsnehmers, etwa wegen Mutterschaft oder Vaterschaft vorliegt, der Arbeitsvertrag einvernehmlich aufgelöst wurde oder der Arbeitnehmer verstarb oder der Vertrag auslief.

Im Todesfall erhält der Ehegatte, eingetragene Partner oder die Kinder, für die Familienbeihilfe bezogen wird, den Anspruch. Die Auszahlung der Abfertigung im Todesfall muss binnen drei Monate schriftlich bei der Abfertigungskasse erklärt werden. Geht binnen drei Monate keine anspruchsberechtigte Meldung ein, fällt die Abfertigung in die Verlassenschaft.
Die Abfertigung, die in einer Rentenversicherung veranlagt ist, kann weitervererbt werden, wenn das vertraglich mit der Rentenversicherung vereinbart wurde.
Ging die Abfertigung an eine betriebliche Versicherung oder eine Pensionskasse, wird eine Hinterbliebenenversorgung gewährt, wie es die Vereinbarung vorsieht.

Verfügungsmöglichkeiten für den Arbeitnehmer

  • die Auszahlung der Abfertigung
  • die Weiterveranlagung der Abfertigung in der bisherigen Abfertigungskasse
  • Übertragung der Abfertigung in eine Abfertigungskasse eines neuen Arbeitgebers
  • die Überweisung der Abfertigung in eine Altersversorgeeinrichtung, wie die Pensionskasse

Der Arbeitnehmer teilt seine Verfügung der Abfertigungskasse schriftlich mit. Das muss binnen 6 Monate nach Ablauf des Arbeitsverhältnisses erfolgen. Die Kasse muss die Verfügung binnen fünf Werktage nach dem Ende des zweiten Kalendermonates nach der Geltendmachung erfüllen.

Ein Beispiel: Am 18 Juni 2015 endet das Arbeitsverhältnis.
Schriftlich muss der Arbeitnehmer nun bis zum 18.12.2015 seine Wünsche bezüglich der Abfertigung bei der Abfertigungskasse einreichen.
Der Arbeitnehmer hat nun am 02.12.2015 seine Verfügung geltend gemacht. Die Abfertigungskasse hat nun bis zum 09.02.2016 (Wochenende beachten) die Wünsche zu erfüllen.
Der Abfertigungsanspruch ist durch eine Kapitalgarantie gesichert. Das eingezahlte Geld ist dem Arbeitnehmer somit in jedem Fall sicher.
Reagiert der Arbeitnehmer nicht und gibt keinen Verfügungswillen der Abfertigungskassse bekannt, wird das angesparte Kapital in ein beitragsfreies Abfertigungskonto verwandelt und wie bisher veranlagt.

Es liegt kein Verfügungsanspruch vor:

  • Der Arbeitnehmer hat gekündigt. Die Kündigung eines Teilzeitbeschäftigungsverhältnisses nach dem Mutterschutzgesetzes oder dem Väter-Karenzgesetz ist davon ausgenommen.
  • Austritt ohne wichtigen Grund
  • Arbeitnehmer verschuldet die Entlassung
  • Es liegen keine drei Einzahlungsjahre vor.

Daraus ergibt sich, dass vorerst kein Anspruch auf eine Abfertigung Neu vorliegt.Das angesparte Kapital bleibt erhalten und wird in der Abfertigungskasse, auf einem beitragsfreien Abfertigungskonto weiter veranlagt.

Abfertigung bei der Pensionierung

Die Wahlmöglichkeiten sind:

  • Auszahlung der Abfertigung
  • Auszahlung als Rentenzahlung
  • Veranlagung in Pensionsinvestmentfondanteilen
  • Veranlagung in einer Pensionskasse.Erfolgt eine Auszahlung ist die Abfertigung mit 6 % zu versteuern. Eine Rentenzahlung ist dagegen steuerfrei.

Innerhalb von drei Monaten muss der Arbeitnehmer im Falle der Pensionierung der Abfertigungskasse die gewählte Möglichkeit mitteilen, sonst wird die Abfertigung ausbezahlt.

Die Höhe der Abfertigung

Vom Gesetz garantiert ist die Summe der einbezahlten Abfertigungsbeiträge.Der Abfertigungsanspruch verringert sich um die Verwaltungskosten, die zwischen einem und 3,5 % der Beiträge ausmachen darf.Der Betrag, den die Abfertigungskasse auszahlt, wird mit 6 % Steuern belastet.

 

Seit dem 1. Januar 2003 gibt es in Österreich durch die Mitarbeitervorsorgekasse ein neues Modell für die Abfertigung für die Arbeitnehmer. Dieses neue Recht hat für alle Arbeitsverhältnisse Gültigkeit, die ab diesem Zeitpunkt begonnen wurden und dadurch wird der Arbeitgeber verpflichtet, auf der Grundlage des Monatsentgeltes 1,53 Prozent in eine Mitarbeitervorsorgekasse einzuzahlen.

Die Wahl der entsprechenden Mitarbeitervorsorgekasse durch den Arbeitgeber steht diesem frei. Die gesetzliche Gruindlage hierfür ist das BMSVG. (Betriebliches Mitarbeiter- und Selbstständigenversorgungsgesetz).

Auch ist es möglich, dass der Arbeitnehmer bei einem Arbeitgeberwechsel die bis zum Wechsel bereits verdienten Ansprüche in die neue Vorsorgekasse des neuen Arbeitgebers mitnehmen kann (das sog. Rucksackprinzip).

Wenn dann die Ansprüche aus der Mitarbeiterversorgungskasse ausbezahlt werden, erfolgt dann die Besteuerung mit einem begünstigten Steuersatz. Dabei erfolgt die Auszahlung nicht nur nach einer Kündigung, sondern auch nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses aus anderweitigen Gründen.

Dazu können u. a. das Erreichen der Pensionsgrenze oder der Ablauf eines befristeten Arbeitsvertrages der Grund sein. Somit kann dann diese Auszahlung auch als eine weitere Pensionssäule mit angesehen werden. Das bedeutet, wenn der Arbeitnehmer in Pension geht, ist es möglich, seine Ansprüche aus der Mitarbeiterversorgungskasse als zusätzliche Pension sich auszahlen zu lassen.

Geltungsbereich

Gemäß dem BMSVG gilt die Regelung für alle Arbeitsverträge, die zwischen einem Arbeitnehmer und einem privaten Unternehmen abgeschlossen wurden. In diese Regelung sind auch Auszubildende sowie neu eintretende Arbeitnehmer mit eingeschlossen… Für Selbstständige oder Freiberufler, Gewerbetreibende, Landwirte oder Vorstandsmitglieder gilt das Gesetz ebenfalls seit dem 01.01.2008.

Die Beitragszahlung

Die monatliche Beitragszahlung erfolgt durch den Arbeitgeber. Die Beitragszahlung fängt mit dem 2. Monat des Arbeitsverhältnisses an und beträgt 1,53 Prozent der sozialversicherungspflichtigen monatlichen Entgelte. Ebenfalls muss der Arbeitgeber auch die Beiträge in der Zeit des Militär- und Zivildienstes sowie beim Bezug von Wochen- und Krankengeldes bezahlen.

  • In den Unternehmen, in denen es keinen Betriebsrat gibt, haben die Arbeitnehmer ein qualifiziertes Einspruchsrecht, wenn hier der Arbeitgeber einen Vorschlag macht.
  • Wenn dann hier keine Einigung zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber erfolgt, kann auf die Bitten des Arbeitnehmers hier die Gewerkschaft für die weiteren Beratungen hinzu gezogen werden. Wenn dann auch hier es zu keiner Einigung kommt, kann dafür eine Schlichtungsstelle für die Entscheidung angerufen werden.

Die monatlichen Beiträge werden vom Arbeitgeber bei der Entgeltauszahlung an die zuständige Krankenkasse zur Weiterleitung an die ausgewählte Betriebliche Vorsorgekasse überwiesen.

Die Auswahl der Vorsorgekasse (BV-Kasse)

Wenn das Unternehmen einen Betriebsrat hat, erfolgt die Auswahl der Vorsorgekasse durch eine Betriebsvereinbarung (gesetzliche Grundlage ist hierbei das Arbeitsverfassungsgesetz).

In Unternehmen ohne einen Betriebsrat können die Arbeitnehmer durch ein qualifiziertes Einspruchsrecht den Arbeitgebervorschlag ablehnen. Wenn dann nach Einschaltung der Gewerkschaft keine Einigung erzielt wird, erfolgt die Entscheidung durch eine Schlichtungsstelle.

Die Auszahlung

Ein Anspruch auf die Ausbezahlung der Abfertigung besteht bei jeder Arbeitsverhältnisbeendigung, wenn das Arbeitsverhältnis nicht durch die eigene Kündigung vom Arbeitnehmer, durch unberechtigten Austritt (firstlose Kündigung des Arbeitnehmers) oder durch eine vom Arbeitnehmer verschuldete Entlassung erfolgt.

Ebenso müssen 36 Beitragsmonate vorhanden sind. Davon ausgenommen ist wiederum die Auszahlung bei Arbeitsverhältnisende und bei der gleichzeitiger inkrafttreten der Zahlungen aus einer gesetzlichen Pensionsversicherung. Ebenso werden keine Auszahlungen vorgenommen, wenn seit 5 Jahren keine Beträge aus einem Arbeitsverhältnis mehr einbezahlt wurden.

Was die Höhe der Auszahlung anbelangt, so setzt sich diese Summe aus dem angesammelten Kapital sowie den Veranlagungserträgen abzüglich der Verwaltungskosten und unter Berücksichtigung der Kapitalgarantie zusammen.

Wenn der Arbeitnehmer stirbt, so haben hier der Ehegatte sowie die Kinder, für die man Familienbeihilfe erhält, direkt einen Anspruch. Wenn keine derartigen Erben vorhanden sind, wird dann die Abfertigung in den Nachlass übernommen. Eine Auszahlung muss innerhalb einer Frist von 6 Monaten bei der Vorsorgekasse schriftlich beantragt werden.

Auch besteht für den Arbeitnehmer nach der Beendigung eines Arbeitsverhältnisses ein Wahlrecht zwischen einer Auszahlung oder einer Weiterveranlagung (so lange, bis die Pensionierung erfolgt) in der bisherigen Vorsorgekasse sowie dann die Übertragung des Abfertigungsbetrages in die neue Vorsorgekasse eines neuen Arbeitgebers oder dann zur Pensionierung die Überweisung an eine Pensionskasse, bei der der Arbeitnehmer bereits als zukünftiger Pensionär geführt wird. Ein solches Wahlrecht ist jedoch nur dann gegeben, wenn bereits ein Auszahlungsanspruch für die Abfertigung vorhanden ist.

Die Vorsorgekassen

Die Vorsorgekassen werden von der Finanzmarktaufsichtsbehörde beaufsichtigt. Die Überprüfung erfolgt durch Bankprüfer. Für solche Kassen ist ein Mindestkapital von 1,5 Mio Euro zwingend vorgesehen.

Der Aufsichtsrat einer solchen Vorsorgekasse setzt sich aus 4 Kapitalvertretern und zwei Arbeitnehmervertretern zusammen. Wenn bei einer Vorsorgekasse selbst ein Betriebsrat vorhanden ist, gibt es einen weiteren Arbeitnehmervertreter, der entsandt werden kann.

Die Anlagevorschriften

Die Veranlagung der zufließenden Beiträge erfolgt von der Vorsorgekasse treuhänderisch für die Arbeiternehmer bei einer Depotbank. Dabei ist der maximale Aktienanteil auf 40 Prozent beschränkt. Die Vorsorgekassen haben für die ihnen zugeflossenen Beiträge eine 100%ige Kapitalgarantie zu gewährleisten, welche durch Rücklagen dann abzudecken sind.

Die Arbeitnehmer erhalten ein Mal im Jahr eine schriftliche Information über den aktuell vorhandenen Abfertigungsanspruch sowie die Angaben über die Anlage-Politik des abgelaufenen Jahres. Wenn nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses für mindestens 12 Monate keine Beiträge mehr eingezahlt werden, so kann die Kontoinformation zu einem späteren Zeitpunkt (hier hat die Vorsorgekasse bis zu 3 Jahre Zeit) erfolgen.

Die Verwaltungskosten

Für die Verwaltungskosten, die die Vorsorgekasse von den Beiträgen einbehalten darf, wird hier vom Gesetzgeber her eine zulässige Bandbreite von 1 bis 3,5 Prozent angegeben. Von den Erträgen, die durch die Geldanlagen entstehen, darf die Vorsorgekasse maximal 0,8 Prozent einbehalten. Eine Auszahlung oder Übertrage des Abfertigungsbeitrags-Vermögens muss für den Arbeitnehmer kostenfrei erfolgen.

Verrentungsphase

Ebenso sind die Vorsorgekassen verpflichtet, mit mindestens einer Versicherung, die Lebensversicherungen betreibt, einen Dienstleistungsvertrag abzuschließen. Damit soll sichergestellt werden, dass der Arbeitnehmer eine konkrete Information über eine mögliche Verrentung vor der Auszahlung der Abfertigung erhält.

Dabei sorgt die Vorsorgekasse dafür, dass die Anonymität des Arbeitnehmers gewahrt bleibt, weil hier nur direkt personenbezogene Daten übermittelt werden dürfen. Somit erhält der Arbeitnehmer eine weitere wertvolle Information für seine Entscheidung im Wahlrecht. Das Wahlrecht des Arbeitnehmers bleibt dabei voll erhalten. Er kann sich dann in Ruhe entscheiden, welchen Weg er wählen möchte.

Sollte die Vorsorgekasse in Insolvenz gehen, so bilden die dort zugeordneten Vermögenswerte eine Sondermasse und fließen nicht in das Insolvenzverfahren ein. Ebenso sind die Vorsorgekassen in die Anlegerentschädigungseinrichtungen in ihrem jeweiligen Sektor ebenfalls eingegliedert.

Im Rahmen der neuen Gestaltung des österreichischen Abfertigungssystems erfolgte im Januar 2003 die Einführung der „NEUEN Abfertigung“. In der Folge entstand die sogenannte „Mitarbeitervorsogekasse“.

Seit Januar 2008 sind auch rund 500.000 Selbstständige, Freiberufler, freie Dienstnehmer sowie Forst- und Landwirte in das System der „neuen Abfertigung“ einbezogen. Im Zuge der Neuordnung des Systems wurde die betriebliche Altersversorgung zu einer „beruflichen Vorsorge“ (BVK oder BV-Kassen) ausgebaut. Im Laufe dessen wurde auch dieser rechtliche Rahmen umbenannt. Aus dem BMVG wurde das zum 1. Januar 2008 in Kraft getretene BMSVG und aus dem zweiten MIQA-VO das BVQA-V.

Der folgende Artikel bezieht sich jedoch nur auf die neue Abfertigung der Mitarbeiter. Der Zweck der Gesellschaft, Pensionskassen zu gründen, ist die Zahlung von Abfindungen an die Begünstigten. Insoweit besteht für die BV-Kasse eine Abfertigungspflicht, die für den Arbeitgeber nicht mehr gilt.

Arbeitgeber müssen keine Abfindungen mehr zahlen, und es bestehen keine weiteren Verpflichtungen gegenüber Arbeitgebern bei der Zahlung von Beiträgen an BV-Kassen. Nach mehr als dreizehnjähriger Geschäftstätigkeit wurden zwischen den acht BV-Fonds und den Unternehmen rund 998.000 Beitrittsverträge unterzeichnet.

Die Ziele der betrieblichen Vorsorgekasse

Professionelle Vorsorgekassen sind rechtlich unabhängige Einrichtungen, die das Recht haben, Abfertigungsleistungen zu erbringen, zu verwalten und anzulegen. Wenn die Arbeit über einen Monat dauert, hat der Arbeitgeber einen laufenden Beitrag von 1,53 % des monatlichen Bruttogehalts und etwaige Sonderzahlungen an die Krankenkasse des Arbeitnehmers, die ab Beginn des Arbeitsverhältnisses an die BV weitergeleitet werden. Die Beiträge in den Fonds sind Eigentum des Fonds, der sie für die Begünstigten treuhänderisch verwahrt und verwaltet (Open Administrative Trust).

BV-Kassen darf nur BV-Kassengeschäft und Zukunftsvorsorgegeschäft durchführen. Die sogenannte „Future Position“ ist ein staatlich subventioniertes privates Zusatzrentenmodell mit einer Prämie. Die zukünftige Vosorge ist konzeptionell die Weiterentwicklung der regulierten „Abfindung für Arbeitnehmer und selbständige Rentner“ (BMSVG).

Aufsicht über berufliche Vorsorgeeinrichtungen und statistische Berichterstattung

Das Geschäft der beruflichen Vorsorge ist ein Bankgeschäft, es handelt sich also um Kreditinstitute im Sinne von § 1 BWG. BV-Kassen stehen somit unter der Aufsicht der Finanzmarktverwaltung (FMA). Der Gesetzgeber hat sich für dieses Konzept entschieden, weil hohe Investitionen getätigt werden und daher ein hohes Maß an Insolvenzschutz und Transparenz gewährleistet sein muss.

Wie alle anderen Kreditinstitute hat die BV-Kassen ab dem Tag der Erteilung der FMA-Bewilligung Meldungen an die Oesterreichische Nationalbank nach österreichischem Bankengesetz zu erstatten.

Die Statistik der betrieblichen Altersversorgung der OeNB zu Eigenmitteln und Kapitalanlagen basiert auf einer ganzen Serie von rechtlichen Fakten und Grundlagen. Bezüglich der Berichterstattung über Eigenmittel und Anlageregeln finden insbesondere die Pensionskasse für Betriebsangehörige und Selbständige (BMSVG), das Bankengesetz (BWG) und die Bestimmungen des § 108 EStG von 1988 Anwendung.
Darüber hinaus wird der vierteljährliche Bericht über die berufliche Vorsorge (BVQA) V als rechtliches Instrument zur Prüfung der Einhaltung der Regeln für die Eigenmittel- und Anlagen von der FMA veröffentlicht.

Der Bericht über die Überprüfung der Eigenmittel und der Anlagevorschriften ist vierteljährlich (quartalsweise) bei der Österreichischen Nationalbank einzureichen. Berichte müssen elektronisch gemäß der Struktur von BVQA-V eingereicht werden.

Betriebliche Vorsorgekassen in Österreich

Es gibt derzeit acht betriebliche Vorsorgekassen:

  • fair-finance Vorsorgekasse AG
  • APK Vorsorgekasse AG
  • Valida Plus AG
  • BONUS Vorsorgekasse AG
  • Allianz Vorsorgekasse AG
  • Niederösterreichische Vorsorgekasse AG
  • VBV Vorsorgekasse AG
  • Betriebliche Vorsorgekasse GesmbH

Jede betriebliche Vorsorgekasse hat verschiedene Eigentümer, die unterschiedliche prozentuelle Anteile an den Kassen halten.

Was ist eine Vorsorgekasse? Warum zahle ich dort ein?

Die Renten in Österreich setzen sich aus mehreren Teilen zusammen. Ein Teil davon bildet die Vorsorgekasse, die ab dem 1. Januar 2008 für Selbstständige besteht. Selbstständige können ihre eigene Pensionskasse wählen. Bitte beachten Sie die kleinen Unterschiede.

Was früher „Abfertigung“ hieß, heißt heute „Neue Abfertigung“ und ist eine additionale Säule der Altersversicherung. Die Umwandlung umfasste auch Selbstständige in diesem Modell, die seitdem auch ein Guthaben in einer selbstständigen Rentenversicherung einzahlen können, über das sie anschließend verfügen können.

Staatliche Rente

Um die Altersrente in Österreich zu sichern, gibt es eine staatliche Rente, bei der alle abhängigen Arbeitnehmer und alle Selbstständigen, deren Einkommen die Versicherungsgrenze überschreitet, Beiträge zahlen müssen. Das Versicherungslimit wird jährlich festgesetzt und beträgt für 2017 5.108,40 Euro.

Pensionskasse

Zum 1. Januar 2008 wurde eine weitere Absicherung für Selbstständige geschaffen: Ab diesem Zeitpunkt wird auch die Rücklage eingezahlt, sofern sie nach GSVG versichert sind, d. h. ein Einkommen über der Versicherungsgrenze beziehen. Dies geschieht, damit Selbstständige mit zusätzlicher finanzieller Unterstützung zusätzlich zur Rente in den Ruhestand treten können.

Wie ist die Beitragshöhe?

Die Beiträge machen je nach Höhe Ihres Einkommens 1,53 % bei der Versicherungspflicht aus. Der Versicherungsobergrenze ist analog zu der Pflichtversicherung die maximale Beitragsbasis. Für 2017 sind es 5 985,00 Euro pro Monat. Wenn Ihr Einkommen diesen Betrag übersteigt, zahlen Sie nur noch 1,53 % der maximalen Beitragsbasis.

Wer soll in die Pensionskasse einzahlen?

Sie müssen bei der Vorsorgekasse einzahlen, wenn Sie bei der GSVG obligatorisch versichert sind.

ACHTUNG: Selbstständige und Freiberufler (wie z. B. Notare, Ärzte, Rechtsanwälte und Landwirte) müssen nicht in die Kasse einzahlen. Sie haben von Beginn Ihrer selbständigen Tätigkeit an zwölf Monate Zeit, um einen Reservefonds zu wählen und freierdings beizutreten.

Nach dieser Frist gibt es keine Möglichkeit mehr, für den Ruhestand einzubezahlen. Die Höhe des Beitrags beträgt ebenfalls 1,53 % der Beitragsbasis.

Kann ich die Vorsorgekasse auswählen?

Für Arbeitnehmer und Angestellte wählt der Arbeitgeber eine Pensionskasse. Selbstständige können ihre eigene Pensionskasse auswählen. Insbesondere bei der Auswahl ist es sinnvoll, auf unterschiedliche Faktoren zu achten:

  • Langfristiger Anlageerfolg
  • Ausgaben
  • Angebot von Dienstleistungen
  • Resilienz
  • Sicherheit und Stabilität.

Die Vorsorgekasse bietet auf alle eingezahlten Beiträge eine volle Kapitalgarantie.

Sie haben sechs Monate Zeit, um einen Reservefonds auszuwählen. Wenn Sie keinen Anbieter auswählen, weist Ihnen die SVA nach sechs Monaten und einer nachträglichen Frist von drei Monaten automatisch einen Reservefonds zu.

ACHTUNG: Sie müssen sich auch für die Vorsorgekasse entscheiden, wenn Sie mehrmals versichert sind und derzeit keine GSVG-Beiträge entrichten (und daher keine Beiträge zur Vorsorgekasse leisten)!

Wer erhebt Gebühren?

Beiträge an die Pensionskasse werden vom SVA automatisch zusammen mit den Krankenversicherungsbeiträgen eingezogen.

Beiträge an eine Pensionskasse können als betriebliche Ausgaben von der Steuer abgezogen werden. Es gibt zwei Zahlungsmöglichkeiten:

Wenn das angesammelte Vermögen als lebenslange Zusatzrente gezahlt wird, ist es nicht steuerpflichtig.
Wenn es als Pauschalbetrag gezahlt wird, wird es mit 6 Prozent besteuert.

Wie kann ich mein Geld bekommen?

Sie können selbstständige Leistungen erhalten, wenn Sie:

Beiträge wurden für mindestens drei Jahre bezahlt und Ihre Geschäftslizenz wurde für mindestens zwei Jahre oder länger storniert oder inaktiviert.

Sie haben Ihre Geschäftstätigkeit seit mindestens zwei Jahren eingestellt. Im Falle einer Pensionierung oder wenn Sie über einen Zeitraum von fünf Jahren keine Beiträge leisten müssen, können Sie das eingesparte Kapital frei verwalten. Sie werden schriftlich über Ihren Anspruch informiert.

Wie viel bekomme ich am Ende bezahlt?

Die Höhe der Leistungen, die Sie am Ende erhalten, hängt von der Höhe der Beiträge und der Wirksamkeit der Anlagen der Pensionskasse ab. Vergleichen Sie diese daher, bevor Sie sich für eine Pensionskasse entscheiden.

Jedes Jahr erhalten Sie detaillierte Kontoinformationen, in denen die gezahlten Beträge und das erzielte Anlageergebnis aufgeführt sind. So wissen Sie immer, was Sie erwartet. TIPP: Bündeln Sie Ihre Guthaben von der bereits beendeten Arbeit in Ihrer derzeitigen Pensionskasse! Voraussetzung ist, dass seit mindestens drei Jahren keine Beiträge mehr an Ihre „alte“ Vorsorgekasse geleistet werden.

Mitarbeitervorsorgekasse

Die Mitarbeitervorsorgekasse ist ein neues Modell der Abfindung für alle Arbeitnehmer in Österreich, die am 1. Januar 2003 ihre Arbeit angetreten haben, und unterliegt dem Gesetz über die Altersversorgung von Arbeitnehmern und Selbstständigen.

Für Arbeitsverhältnisse, die vor diesem Datum begonnen haben, gilt weiterhin das alte Abfindungsrecht. Die Mitarbeiter können vom alten zum neuen System wechseln, obwohl das alte System in den meisten Fällen günstiger aussieht. In Deutschland wird der Begriff „Abfindung“ anstelle von „Abfertigung“ verwendet.

Zurverfügungstellung von Arbeitnehmern und Selbstständigen

Am 1. Juli 2002 ist das Gesetz über die Leistungen an Arbeitnehmer des assoziierten Unternehmens (BMVG) in Kraft getreten.

Grundlegend ist hierbei die Auslagerung der bisherigen Verpflichtung des Arbeitgebers zur Zahlung von Abfindungen an rechtlich selbstständige Pensionskassen von Arbeitnehmern. Zu diesem Zweck haben verschiedene Banken, Versicherungen und Unternehmen wie Siemens Austria eigene Pensionskassen gegründet.

Ab dem 1. Januar 2008 war dieses Gesetz auch Selbstständige und selbstständige Freiberufler geltend und wurde in „Pensionsplan für Arbeitnehmer und Selbstständige“ (BMSVG) umbenannt. Seit Januar 2017 gibt es in Österreich acht solcher berufsständischen Pensionskassen, aus denen Arbeitgeber oder Selbstständige wählen können. Für die Auswahl und den Vertrag mit der Pensionskasse des Unternehmens ist der Arbeitgeber im Einvernehmen mit dem Betriebsrat oder den Arbeitnehmern oder selbständig verantwortlich.

Im ersten Arbeitsmonat zahlt der Arbeitgeber nicht, die Zahlungsverpflichtung zahlt der Arbeitgeber ab Beginn des zweiten Monats. Der Beitrag für jeden Arbeitnehmer beträgt 1,53 % des Lohns des Arbeitgebers (brutto Löhne) oder für Selbständige 1,53 % der Bemessungsgrundlage der Krankenversicherung. Eine professionelle Pensionskasse garantiert die Erhaltung der bezahlten Bruttobeiträge und investiert dieses Kapital. Je nach Wahl eines der verschiedenen Fonds kann daher die Effizienz (unterschiedliche Ausschüttungen) variieren (z. B. von -0,2% bis 1,73 % als Nettogewinns zum 1. Januar 2008).

David Reisner

David Reisner

Ich bin 1987 in Graz geboren und ebenfalls in Graz wohnhaft. Seit 2003 beschäftige ich mich mit der Gestaltung von Finanz-Informationsseiten und setze mich tagtäglich mit einem breiten Spektrum an Themen auseinander. Neben Fokus auf Finanzen interessieren mich auch Nachrichten aus den verschiedensten Bereichen wie Kryptowährungen und Aktienkurse sowie die Entwicklung der Wirtschaft in Österreich. Als Betreiber von finanzer.at liegt mein Fokus darauf, Informationen für LeserInnen aufzubereiten und mit aktuellen Vergleichen dabei zu helfen, die besten Produkte und Lösungen zu finden.